[~20.Kapitel~]

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"Hä, was meinst du?" fragte ich verwirrt. "Weil ich jetzt was mit dir machen werde. Natürlich nur wenn das für dich okay ist." erklärte Niall und lächelte mich an. "Eh, natürlich. Was machen wir?" sein Grinsen wurde größer "Ist eine Überraschung." ich stöhnte. Musste heute unbedingt alles eine scheiß Überraschung sein. "Ach komm schon. Gib doch wenigstens einen Tipp." forderte ich ihn auf "Dort ist es sonnig." ich stöhnte wieder "Du solltest mir einen Tipp geben und nicht die Wettervorhersage machen." Die anderen lachten. "Mach einfach was er sagt. Wir treffen uns später wieder." meinte Bea und stand mit den anderen auf. "Bis später und bleibt anständig." grinste Louis und folgte Bea nach unten.

Als die anderen weg waren, standen auch wir auf und Niall führte mich nach unten. "Sag mir doch biiiitte wo wir hin wollen." bettelte ich und schaute ihn mit Hundeaugen an, was ihn nur zum Lachen brachte. "Du schaust aus wie ein kleines Kind dem gerade der Lolli weggenommen wurde." ich boxte ihn in die Seite. Er schüttelte nur lachend den Kopf und zog mich aus dem Café.

Wir gingen ein Stück bis wir in einen kleinen Park ankamen. Niall führte mich zu einem kleinen Teich etwas abseits des Weges. Neben einem großen Baum war eine Picknickdecke ausgebreitet. Wir setzten uns und schauten eine Weile auf den Teich vor uns. Nach einigen Minuten schaute Niall mir in die Augen und setzte ein sanftes Lächeln auf. Er nahm meine Hand in die seinige und schaute mir tief in die Augen. "Ich mag dich Lilian. Ich mag dich wirklich sehr. Ich möchte nur gerne wissen wo wir stehen. Ich weis es fällt dir schwer, aber ich muss einfach wissen ob du das selbe fühlst." Das wusste ich doch selbst nicht. Mein Gott was sollte ich jetzt sagen, ohne ihn zu verletzten.

Ich biss mir auf meine Unterlippe und versucht e die richtigen Worte zu suchen. "Wenn du nichts sagen willst brauchst du nicht. Ich wollte nur, dass du weißt wie ich fühle." ich schüttelte leicht den Kopf und schaute zu Boden. "Nein, ich ... ich mag dich auch. Sehr sogar. Und du hast recht. Es fällt mir nicht leicht meine Gefühle einzugestehen und ich kann dir auch nicht versprechen das es einfach mit mir wird. Ich möchte es gerne versuchen, aber gib mir Zeit." Mein Blick lag immer noch auf der Picknickdecke und mein Herz hatte schon vor einer Minute aufgehört zum schlagen. Niall legte einen Finger unter mein Kinn, hob es an und zwang mich so ihn in die Augen zu schauen. "Ich gebe dir alle Zeit der Welt. Ich möchte dich nicht verlieren. Ich hoffe ich kann dir zeigen, dass nicht alle Männer Arschlöcher sind." ich lachte leicht und strich mit meinem Daumen über seinen Handrücken. "Das hast du bereits." hauchte ich, legte meinen Kopf an seine Schulter und richtete meinen Blick wieder auf den Teich. Er gab mir einen Kuss auf den Scheitel und ich konnte sein Grinsen förmlich spüren.

Nach einer Weile der Stille machten wir uns auf. Niall meinte die anderen würden bereits auf uns warten. Wo sie warteten blieb natürlich ein Geheimnis. Aber nach einigen Minuten Fußmarsch wurde es mir klar. Die Achterbahnen waren ja kaum zu über sehen. Bea und ich sind früher mindesten einmal im Jahr nach Wien gefahren um im Prater Achterbahn zu fahren bis uns schlecht wurde. Vor dem Eingang warteten auch schon die anderen. Lux quengelte schon, weil sie von hier aus das Karussell sehen konnte und unbedingt damit fahren wollte.

Bea kam auf uns zu und grinste mich an "Darf ich mir Lili mal ausleihen?" fragte sie und zog mich schon von der Gruppe weg. "Und?" fragte sie aufgeregt. Was wusste sie was ich nicht wusste. "Was und?" "Du weißt ganz genau was ich meine. Seid ihr zwei jetzt zusammen oder nicht?" erwartungsvoll schaute sie mich an. "Nein, wir lassen es langsam angehen. Ich bin froh, dass er mir Zeit gibt." Bea Lächeln wurde etwas kleiner und sie drückte mich an der Schulter. "Das wird schon noch glaub mir." sagte sie mehr zu sich als zu mir.

Wir gingen wieder zurück zu den anderen. "Wer als letztes in der Achterbahn sitzt, ist eine lamme Schnecke!" schrie Bea und rannte los. Ich wusste natürlich genau wo sie hinwollte und rannte ihr nach. Auch die Jungs nahmen ihre Beine in die Hände und folgten uns. Angekommen ging ich zum Schalter "Lili wir brauchen nicht zahlen. Die Jungs haben vorab gezahlt, dass heißt wir müssen nirgends anstehen." Wir gingen durch das Drehkreuz und setzten uns hin. Ein Angestellter half uns beim anschnallen und keine Minute später ging es los. Einige Loopings und Seitwertsdrehungen später und noch mit Adrenalin im Blut ging es zu der nächsten Achterbahn weiter.

Nach gefühlt hundert weiteren Fahrten entschlossen wir uns, uns einen Slushi zu holen und dann eine gemütliche Fahrt mit dem Riesenrad zu machen. "Kommt lasst uns ein Selfie machen." schlug Louis vor und winkte uns alle zu ihm. Wir stellten uns so hin, dass man auch die Skyline von Wien sehen konnte. Es war echt schwer alle drauf zu bringen immerhin waren wir dreizehn. "Keiner bewegt sich, wir haben es!" schrie Louis und klickte ein paar Fotos. "Und jetzt zeigt mir eure bunten Zungen!" meinte Bea und wir streckten unsere Slushi gefärbten Zungen raus.

Nach zwei Stunden und einigen Achterbahnfahrten mussten wir leider gehen. Harry hatte sich in einen Mülleimer übergeben und war immer noch ganz blass im Gesicht. Wir gingen zum Eingang wo zwei Autos bereit standen. Louis stützte Harry und schaute ihn besorgt an. Wir stiegen ein und Scott reichte Harry eine Tüte. Harry nahm diese an und schaute konzentriert in die Tüte hinein. Louis strich ihm beruhigend über den Rücken. Man konnte sehen, dass sich die zwei sehr nahe standen. Auch wenn jeder Freund wahrscheinlich so regiert hätte. Naja, hätte ich mich in einen Mülleimer übergeben hätte Bea mich erstmal ausgelacht und mir erst dann geholfen. Louis ist sofort zu Harry gerannt und hat ihm die Haare aus dem Gesicht gestrichen und war jetzt beinahe genau so blass wie sein Bandkollege.

Hinzu kam dass wir jetzt gleich mit dem Bus nach Mailand fuhren. Am Hotel angekommen stand dieser auch schon bereit. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von Bea's Eltern und Tom. Am Liebsten würde ich sie mitnehmen, doch dass ging leider nicht. Ich drückte alle noch ein letztes Mal ehe ich zu den anderen in den Bus stieg. Harry legte sich gleich hin und Louis kuschelte sich ebenfalls zu ihm und hielt ihm die Tüte. Die anderen wollten noch etwas fernsehen und hatten sich in den hinteren Teil des Busses gesetzt. Ich hingegen wollte nur mehr ins Bett. Ich kam gerade aus dem Bad "Hey Lili." flüstert Louis aus seiner beziehungsweise Harry's Koje. Ich schob den Vorhang leicht zur Seite. Harry lag auf Louis und schien eingeschlafen zu sein. "Könntest du ihm bitte einen Tee machen. Er sollte was trinken." ich nickte und machte mich auf den Weg zur Küche.

Okay wo ist dieser blöde Wasserkocher. Ich öffnete die Schränke und als könnte es nicht anders sein war der Wasserkocher natürlich ganz oben. "Ach komm schon." ich stellte mich auf die Zehenspitzen und streckte mich hatte aber keine Chance. Ich sank wieder zusammen und starrte den Wasserkocher an. Super Lili, so bekommts du ihn sicher runter. "Soll ich dir helfen?" lachte Niall. Ganz sicher nicht "Nein danke, dass schaffe ich schon selbst." antwortete ich und kletterte auf die Küchenzeile. Ich nahm den Wasserkocher in die Hand und hielt ihn triumphierend in die Luft. "Siehst du ich kann das ganz gut sel Ahhh." der Bus fuhr gerade in eine schiefe Kurve und ich fiel nach hinten. Ich kniff die Augen zusammen machte mich bereit für den Begegnung mit dem Boden. Dies traf aber nicht ein. Ich öffnete vorsichtig meine Augen. Niall grinste mich an "Du solltest echt mal aufpassen." lachte er und setzte mich wieder am Boden ab. "Haha, ich kann doch nichts dafür wenn der Bus auf einmal in die Kurve fährt." "Ist klar." Ich füllte den Wasserkocher auf und steckte ihn an. "Wie geht es Harry?" fragte er nun und schaute in Richtung Schlafbereich. "Der schläft schon. Louis meinte er sollte noch etwas trinken." er nickte.

"Ich geh wieder zu den anderen. Kommst du nach?" ich verneinte. Er ging wieder zu den anderen. Ich nahm meine Tasse und ging in den Schlafbereich. Der Vorhang war ganz zu gezogen. Ich öffnete ihn einen Spalt, doch auf dass was ich danach sah war ich nicht vorbereitet.

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