"Wo bleibt ihr den?" fragte Bea grinsend, als wir sie einholten. "Erzähl ich dir später." flüsterte ich und ihr Grinsen wurde augenblicklich größer. Wir bogen in die Maske, wo Lou bereits die Jungs herum kommandierte. "Ach da bist du ja. Ich hätte schon fast einen Suchtrupp los geschickt." schmunzelte Lou als sie mich entdeckte. "Nancy wartet schon auf dich. Sie muss es heute leider etwas kurz fassen, weil noch etwas dazwischen gekommen ist." erklärte sie mir und führte mich dabei in einen Nebenraum, indem nur eine kleines Sofa mit einem Couchtisch standen. Auf dem Tisch stand bereits Lou's Laptop, auf dessen Bildschirm mir eine fröhliche Nancy winkte. Hinter mir knallte die Tür zu und ich setzte mich aufs Sofa.
"Hey Lili, wie geht's dir heute?" Nancy begann wie immer mit dem üblichen Smalltalk. Ich erzählte ihr von meiner Geburtstagsparty und dem Tag im Prater. Anschließend besprachen wir die Hausübung. "Und für Niall's Reaktionsvermögen, weil er mich aufgefangen hatte als ich von der Küchentheke fiel. Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich im Krankenhaus gelandet." endete ich meinen Bericht. "Du magst Niall wirklich oder?" fragte mich Nancy mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. "Wie kommst du jetzt darauf?" fragte ich etwas perplex. "Na ja. Er ist fast täglich auf deiner Dankbarkeitsliste und auch in den Therapiestunden erwähnst du ihn oft und jedes mal wenn du über ihn sprichst reicht dein Grinsen vom einen zum anderen Ohr. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, dass du dich ganz schön verknallt hast." Meinen Blick auf den Boden gerichtet nickte ich leicht. Sie hatte Recht. Ich hatte mich Hals über Kopf in Niall verliebt und es war an der Zeit es endlich mir selbst einzugestehen. "Ja vielleicht ein klein bisschen." nuschelte ich und Nancy zog eine Augenbraue hoch. "Okay ein großes bisschen." gab ich mich geschlagen. "Du solltest es ihm sagen. Du wirst sehen, dass du keine Angst haben brauchst. Ich bin mir sicher, dass er das selbe für dich fühlt." Bei der Vorstellung, dass er das selbe für mich empfinden könnte, musste ich schmunzeln. Vielleicht hatte sie recht.
Wir quatschten noch etwas, bis Nancy sich verabschieden musste und ich zurück zu den anderen ging. "Gerade rechtzeitig, dass Interview fängt gleich an." meinte Niall und zog mich schon aus dem Raum. Gemeinsam mit den anderen betraten wir den Raum indem das Interview statt finden sollte. Es war durch eine Glaswand getrennt. Auf der einen Seite würden die Jungs interviewt werden und auf der anderen stand ein großes Sofa für uns Zuschauer. Jeder nahm seinen Platz ein und die Jungs wurden von einer jungen Frau begrüßt, dass musste dann wohl die Interviewerin sein. Nach wenigen Minuten ging es auch schon los. Die Frau stellte ihnen anfangs nur Fragen über die Tour und was bis jetzt ihre Lieblingsstadt war. Doch schnell wurde es etwas pikanter. Zuerst knöpfte sie sich Harry und seine angeblichen Affären vor. Wobei ich mir ein Lachen verkneifen musste. Doch das verging mir schnell als sie Bilder von Niall und mir in der Lobby des Fernsehsenders zeigten, auf denen er mir einen Kuss gab.
Meine Muskeln spannten sich an und Bea hielt schon meine Hand, in der Angst dass ich weg laufen würde. "Kann es sein, dass unser Lieblingsire vergeben ist?" fragte nun die Frau mit einem neckischen Grinsen. Niall geriet in Erklärungsnot und schaute entschuldigend zu mir. Mir kullerte schon eine kleine Träne übers Gesicht. Bea reichte mir bereits eine Beruhigungstablette, doch meine Hände waren zu taub um sie anzunehmen. "Das ist nur Lux's Babysitterin. Sie hat eine Wette verloren und jetzt dürfen wir sie jedes mal küssen wenn sie Lux sagt." erklärte Harry und versuchte es so glaubhaft wie möglich zu machen. Die Jungs nickten eifrig und glücklicher Weise gab sich die Frau mit der Antwort zufrieden und wechselte das Thema. Ich atmete erleichtert auf. Wenigsten war das Thema für heute gegessen, aber jeder der zwei gesunde Augen im Kopf hatte, konnte sehen dass das nicht nur die Nachfolgen einer Wette sind.
Als das Interview endlich vorbei war, sprang Niall auf und rannte zu mir. Seine Arme schlangen sich um meinen Körper, so als hätte er Angst ich sei böse auf ihn. "Es tut mir so unglaublich Leid. Ich hätte besser aufpassen sollen." nuschelte er in meine Haare. "Niall du kannst nicht dafür. Woher solltest du wissen, dass die uns mit Kameras verfolgt haben." beruhigte ich ihn. Er streckte mich eine Armlänge von sich weg und schaute mich noch immer etwas besorgt an. "Du bist nicht sauer?" Ich schüttelte den Kopf. "Und dir geht's auch wirklich gut?" fragte er und Bea tauchte ebenfalls hinter ihm auf. "Du hast nicht einmal eine Beruhigungstablette genommen." ergänzte sie. "Ja, mir geht's gut. Ich konnte mich selbst etwas runter bringen, das ist doch was gutes oder?" Ihre Gesichter erhellten sich und beide drückten mich so fest sie konnte. "Das ist sehr gut sogar." grinste Bea.
Mit den anderen gingen wir dann zurück in die Maske um unsere Sachen zu holen. "Können wir Eis essen gehen?" fragte ich und bei dem Gedanken lief mir schon das Wasser im Mund zusammen. "Wir schon, aber du nicht." grinste Louis und streckte mir die Zunge raus. "Hä, was meinst du damit?" fragte ich verwirrt. Plötzlich wurde ich von hinten umarmt. Niall legte seinen Kopf auf meine Schulter. "Weil ich noch etwas für dich vorbereitet habe." grinste er und gab mir einen Kuss auf die Wange. "Und was?" Sein Grinsen wurde größer. Ich weiß schon was jetzt kommt. "Ist eine Überraschung." und da ist es auch schon. "Wieso muss bei euch alles eine blöde Überraschung sein?" fragte ich gespielt schmollend. "Weil es lustig ist." lachte er und gab mir einen weiteren Kuss auf die Wange. "Idiot." lachte ich. "Aber ein süßer Idiot." erwiderte er und grinste mich frech an.
"Komm schon. Wo fahren wir hin?" fragte ich zum tausendsten mal. Wir waren vor einer gefühlten Ewigkeit losgefahren und er wollte mir einfach nicht erzählen was los war. Schön langsam wurde ich zickig, die anderen sind gerade Eis essen und ich werde hier von Niall entführt. "Hör auf zu schmollen. Wir sind gleich da." lachte er. "Wenn du mir sagst wohin wir fahren, hör ich auf." versuchte ich es erneut, doch Niall schüttelte nur lachend den Kopf und bog auf einen Parkplatz. Er stellte den Motor ab und hüpfte aus dem Wagen. Er öffnete mir die Tür und half mir aus dem Wagen. "Wo zur Hölle sind wir? Willst du mich jetzt umbringen und verbuddeln." Wir waren mitten im nirgendwo. Um uns herum war nur Sand und nur vereinzelt kamen Grasbuschel aus dem Boden. Man konnte Möwen und Meeresrauschen hören. WARTE MAL. In meinem Hirn machte es klick und ich drehte mich zu Niall um der mit dem Rücken am Auto lehnte. "Du hast echt eine lange Leitung." lachte dieser und stieß sich vom Auto ab. "Komm." Er nahm meine Hand und zog mich zu einem Holzweg. Desto weiter wir liefen desto lauter wurde das Meeresrauschen.
Nach wenigen Metern konnte man das Meer schon sehen. Es war wunderschön. Der weitlaufende Strand, die sanften Wellen und das türkise Wasser. Keine Menschenseele war hier, nur ein paar Möwen die uns aus der Luft beobachteten. "Wow. Woher weist du hiervon." Ich wandte mich Niall zu, der noch mit großen Grinsen das Meer betrachtete. "Die Jungs und ich haben es bei der letzten Tour entdeckt. Hier wird uns bestimmt kein Paparazzo finden." grinste er und schmiss den Leichensack in den Sand. Ich hatte gar nicht bemerkt das er ihn mitgenommen hatte. Aus der Tasche holte er eine große Picknickdecke und breitete sie aus. Wir setzten uns und Niall holte zwei Lunchboxen aus der Tasche. "Du hast bestimmt Hunger." erreichte mir eine. "Du sprichst mir aus der Seele." lachte ich und nahm sie dankend an.
Nachdem ich fertig gegessen hatte begutachtete ich die Tasche. Da war von Essen bis zu Wechselklamotten alles dabei. "Dir hat Bea geholfen oder?" fragte ich grinsend. "Wieso?" fragte er etwas perplex. "Ich glaube nicht, dass du das alles selbst gemacht hast." ich deutete auf die Tasche. "Was soll das jetzt heißen?" "Du hast halt nicht das größte Organisationstalent." lachte ich keck. Eigentlich wollte ich auf meine frische Unterwäsche in der Tasche anspielen, aber das muss er ja nicht wissen. Gespielt empört überkreuzte er die Arme vor der Brust. "Das hast du jetzt nicht gesagt." lachte er. "Doch." kreischte ich und lief los. Niall verfolgte mich und würde mich jeden Moment einholen. Schnell lief ich ins Wasser in der Hoffnung er würde aufgeben. Doch im selben Moment verlor ich den Boden unter den Füßen und drehte mich mit Niall im Kreis.
Als uns beiden schwindlig wurde setzte er mich wieder ab. Niall schaute mir schmunzelnd in die Augen. "Ich habe mich in dich verliebt." platzte es aus mir heraus. Niall schaute mich überrascht an "Ich habe mich auch Hals über Kopf in dich verliebt." hauchte er, ehe seine Lippen auf die meinen trafen. Mein Herz raste, meine Haut kribbelte und in meinem Bauch tanzten die Schmetterlinge Samba. Niall löste sich von mir und grinste mich keck an. Doch bevor ich merkte was er vor hatte, stellte er mir schon ein Bein und wir landeten beide im Wasser. Als ich wieder auftauchte und mir empört eine Strähne aus dem Gesicht wischte, begann er zu lachen. "Rache ist Süß." hickste er zwischen seinen Lachern. "Da muss ich dir recht geben." Mit aller Kraft schubste ich ihn und er fiel mit einem großen Plattscher zurück ins Wasser.
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Voten nicht vergessen ;) Hab euch lieb <3
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Save my Soul
FanfictionLili ist ein ganz normales Mädchen, doch in ihrer Vergangenheit sind Dinge geschehen, die sie auch noch nach drei Jahren verfolgen. Durch Zufall bekommt ihre beste Freundin einen Job bei Lou Teasdale und Lili bekommt die große Chance ihren Traum zu...