Jules

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Der Sex mit Nick in der Badewanne war unfassbar gut. Anschliessend hat er mich in ein Badetuch gewickelt und ins Bett getragen. Dort haben wir uns erneut geliebt und sind danach aneinander gekuschelt eingeschlafen. Den Samstag und den Sonntag verbrachte Nick mit seiner Familie. Das Thanks giving-Wochenende ist der Familie Cromwell sehr wichtig. Ich kann ihn nicht noch länger beschlagnahmen. Ich habe jetzt schon mehr gekriegt, als ich mir gewünscht habe. Am späteren Sonntagnachmittag holt er mich schlussendlich zu Hause ab, um mit mir zur Uni zu fahren. Unterwegs stoppen wir in einem McDonalds Drive-In, um uns Burger und Pommes zum Mitnehmen zu holen. Nick manövriert sein Auto zurück auf die Autobahn, während ich ihn mit Pommes füttere. Wir albern so lange rum, bis eine Pommes mit Ketchup auf seiner Hose landet und ein grosser roter Fleck hinterlässt. Halbherzig entschuldige ich mich, breche jedoch sofort wieder in Gelächter aus. Die dreieinhalbstündige Fahrt geht im Flug vorüber. Ich liebe es, wie ich mit Nick rumblödeln und lachen kann. Wir verabschieden uns im Flur unseres Wohnheimes und jeder geht zu seiner eigenen Wohnung.

Der Montagmorgen beginnt wie jeder Montagmorgen. Ich schnappe mir meine Sachen, ziehe mir meine Winterjacke an und wickle mir meinen Schal um den Hals und Ohren. Eingepackt verlasse ich das Gebäude. Kaum vor der Tür, fliegt auch schon der erste Schneeball auf mich zu. In der letzten Sekunde kann ich gerade noch ausweichen. Ich schaue mich um, um den Übeltäter ausfindig zu machen und entdecke Nick. Schnell forme ich einen eigenen Schneeball und werfe ihn nach Nick. Leider bin ich grottenschlecht in Sport, so dass der Schneeball Nick um zwei Meter verfehlt. Er lacht und kommt auf mich zu. Er schlingt seinen Arm um meine Schultern und gemeinsam gehen wir zu den Unigebäuden. Zwischen zwei Gebäude gebe ich Nick einen Kuss auf die Wange, bevor wir uns verabschieden und zu unseren eigenen Kursen gehen. Vor meinem Zimmer werde ich von meinem Lehrer Harry abgefangen.

«Jules. Hast du einen Moment Zeit?»

«Klar. Was gibt es?»

«Ich habe mitbekommen, dass du und Nick nun ein Paar sind.»

Ich nicke schmunzelnd.

«Eigentlich wollte ich Nick nochmal fragen, ob er noch einmal Modell stehen würde. Jedoch wollte ich zuerst die fragen, ob es für dich okay wäre», erklärt er mit.

Ich zögere einen Moment: «Ähm...»

Harry unterbricht mich zum Glück: «Er müsste sich komplett ausziehen.»

«Grundsätzlich wäre dies okay für mich. Es gibt da nur ein kleines Problem.»

«Was für ein Problem?», will er wissen.

«Wir stehen momentan auf Kriegsfuss mit Jessica.»

«Ah, das ist kein Problem. Sie hat sich für diese Woche abgemeldet.»

Oh, das ist mal eine angenehme Nachricht. Obwohl mir bei der ganzen Sache nicht so ganz wohl war. Mir gefiel es nicht sonderlich, dass meine ganze Klasse meinen halb nackten Freund anstarren darf. Trotzdem kann ich schlecht nein sagen.

«Ja, dann. Du kannst ihn gerne fragen.»

Harry streckt mir zufrieden die Hand hin. Ich gebe ihm die Hand und er schüttelt sie förmlich. Anschliessend macht er auf der Stelle kehrt und geht davon. Manchmal ist er schon ein komischer Vogel.

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