Der Wahrheit kann man nicht entkommen

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Eine kalte Schauer durchzog meinen Körper. „Bitte glaub mir, es gab keinen anderen" flüsterte ich und wollte ihm ins Gewissen reden.

Steve sah mich nur noch verurteilen und kopfschüttelnd an, drehte sich dann um und ging

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Steve sah mich nur noch verurteilen und kopfschüttelnd an, drehte sich dann um und ging.
Im Moment hasste ich ihn noch dafür!
Doch der Hass verging.
Mit Steves Abreise kam eine unerwartete Dunkelheit auf mich zu.
Tagelang verkroch ich mich in der Firma.
Steve meldete sich über Wochen nicht mehr bei mir. Bucky jedoch schon.
Denn er und ich machten in der letzten Zeit viel zusammen. Steve hatte ihn auch verlassen.
Klar ich konnte verstehen
Nun zwischen mir und Bucky war nichts romantisches mehr. Sondern nur Freundschaft. Er lebte in meinem Haus und somit sah ich ihn täglich.
Obwohl ich manchmal das Bedürfnis verspüre unsere Zechion fortzusetzen, taten wir es nie.

Natürlich verstand ich was Steve dachte. Und warum. Und ja ich hätte wohlmöglich auch so reagiert. Doch im Großen und Ganzen gab es da auch niemanden, während Steve weg war hatte ich kein Sex.
Somit war ich doch treu geblieben, mehr oder weniger....
„Willst du mal deine Jacke ausziehen?" fragte Morgen als ich gerade rein kam.
Nickend hing ich sie in den Schrank.
Steve war loyal, wenn jemand ihm viel bedeutete. Ich war es auch, nur eben nicht so wie er.
„Über was denkst du denn nach?" sprang sie auf und kam zu mir. „Gar nichts" murmelte ich und starrte immer noch auf den Tisch.
„Wenn das so ist, komm mit!"
Morgan lief voraus. Wie zu erwarten ging ich hinterher. „Morgan was-s"
Sie sprach dazwischen: „Sieh mal."
Wir waren nun in unserer Bibliothek, durch die ein klares Fenster, welches im Boden war, direkt in Bucky Badezimmer hereinsehen lässt.
Ich seufze. „Warum zeigst du mir das?!" „Warte ab liebe Schwester!"
Gesagt getan. Kurze Zeit später hörte ich eine Tür zu gehen. Da war er. Ich konnte im direkt auf den Kopf sehen. Bucky stand im Badezimmer. Er zog sein Shirt aus und schmiss es soweit weg, dass wir es nicht mehr sehen konnten. Ich begaffte seine Bauchmuskeln. Man konnte sie förmlich zählen. Jetzt drehte er uns jedoch den Rücken zu. Ich sah wie seine Schulterblätter sich bewegten, wenn er herum lief. Und seine Arme, die voller muskulösen Adern waren. „Wenn sein Oberkörper schon so gut aussieht wie sieht dann sein bestes Stück wohl aus?!" kicherte Morgan neben mir. Ich sah zu ihr: „Denk so etwas nie wieder! Dieser Mann könnte dein Uhrgroßvater sein!" maulte ich sie an.
Und als hätte Morgan nicht eben eine Bemerkung gemacht, öffnete er nun seinen Gürtel.
Morgan ging nun aus dem Raum heraus und Ich weiß es war falsch zu schauen.
Doch wer konnte es mir verübeln?!

Kurz schaute ich weg, dann wieder hin. Er stand unter der Dusche. Das Wasser prallte fast an ihm ab. Da das Fenster in einem komischen Winkel war konnte ich nicht viel sehen, doch das was ich sah war atemberaubend.
Ich beobachtete ihn jetzt schon viele Minuten.
Unerwartet drehte er sich plötzlich um und sah nach oben. Sofort zuckte ich weg vom Fenster.
Scheiße. Hatte er mich gesehen?
Schnell sprang ich auf und ging wieder nach draußen. Mit den Händen strich ich durch mein Haar. Ich sah ihn zwar nicht mehr doch war er steht's noch in meinen Gedanken.
Sein Körper war so gut gebaut.
Ich schüttelte meinen Kopf. Und schon schien es so als ob ich ihn vergaß.

*später*
Wort für Wort schrieb ich meine Gedanken und Gefühle in mein Tagebuch. Von ihnen hatte ich einige. Für jedes Jahr eines. Manchmal waren die Bücher komplett leer. Und manchmal bis zum Rand vollgeschrieben.
Ich musste Tagebuch schreiben, denn was ich nicht aufschrieb, vergaß ich über die Jahre.

Tief in Gedanken, vernahm ich ein leises Klopfen gegen mein Fenster. So legte ich mein Buch zur Seite und stand auf. Eine Raupe flog gegen mein Fenster. Sie war schon fast tot.
Ich legte meine Hände um das kleine Ding und als ich sie wieder öffnete flog sie als bunter Schmetterling zum Fenster raus.

*Bucky stürmt hektisch ins Zimmer*
„Claire" sagte er und warf mir einen besorgten Blick zu, der mich bat ihm zu folgen.
Wie ich es liebe wenn er meinen Namen ausspricht. Man hört genau das a am Ende.

Verwirrt lief ich ihm hinterher. Gerade hatte ich ein Dejavu wie ich vor einiger Zeit mit Steve hier lang lief. Doch jetzt musste ich mich konzentrieren. Denn anscheinend war etwas unschönes geschehen.
Buck führte mich in die Küche und starrte aus dem Fenster. „Wer ist das?" fragte er und deutete auf all die schwarz angezogenen Männer. Es waren mindestens 200 Personen die in Autos oder zu Fuß immer näher kamen.
Unsere Villa lag so abgelegen von New York City, dass uns hier niemand helfen konnte.
Ich blickte vom Fenster weg und wieder hin. „Gott sag schon, wer is das?" fragte er noch einmal. „Wo ist Morgan?" beantwortete ich seine Frage mit einer Gegenfrage.
Schon kam Morgan hergelaufen. Sie war auch völlig verwundert. Nervös kam sie auch ans Fenster. Sie sah zu den Leuten die nun unser Grundstück betraten: „Claire" stotterte sie.
Ich spürte ihre Angst.
Bucky fragte noch einmal: „Wer zur Hölle läuft gerade deine Einfahrt entlang?!"
„Die Mafia" sagte ich leise und malte mir einen Plan aus.

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