ACHTUNG: In diesem Kapitel geht es um Selbstmord. Bitte lest es nicht, wenn ihr damit nicht umgehen könnt. Des weiteren muss ich auch bei diesem Kapitel sagen, dass ich NICHT nach empfinden kann, wie sich Opfer solcher Situationen fühlen. Ich kann hier lediglich durch meine Recherchen im Internet schreiben und hoffe das es einiger Maßen realitätsnah geworden ist.
Ich muss auch dazu sagen, dass ich Stunden an diesem Kapitel gesessen habe, weil es einfach ein schweres Thema ist...
Draco 's Sicht:
Wie zu Eis erstarrt stehe ich in dem Korridor wo Blaise mich vor einigen Sekunden, Minuten oder Stunden stehen gelassen hat. Ich weiß es nicht. Es war zwar nicht ganz so intensiv wie bei Potter, aber wieder habe ich das Gefühl den wichtigste in meinem Leben verloren zu haben.
Wieder sammelte sich der Schmerz in einem Bündel in meiner Brust und zieht sich immer weiter zusammen, so als wollte er mir die Luft zum atmen nehmen.
Es ist also wieder passiert. Erneut habe ich jemanden verloren der mich förmlich vorm Tod bewahrt hat. Nun bin ich wirklich allein.
Ich bin wirklich ein abscheulicher Mensch. Einfach ekelhaft. Bin ich wirklich so selbstbezogen und egoistisch, dass ich nichts von Blaise Problemen mitbekommen habe?
Wie tief kann man eigentlich sinken? Ja, nicht tiefer als ich. Ich bin bereits am tiefsten Punkt, an dem ein Mensch sein könnte. Selbst wenn ich jetzt irgendwelche Attacken gegen mich selbst führen würde, würde diesmal niemand mehr da sein, der mich retten würde.
Es fühlte sich überraschend schmerzhaft an allein zu sein. Obwohl ich bereits die Zeit nach dem Krieg so verbracht habe, leide ich jetzt nur umso mehr. Das Gefühl jemanden gehabt zu haben, der mich jetzt aber auch verlassen hat...das ist schlimmer als alles andere.
Ohne eine Vorwarnung beginnt mein Körper zu zittern. Er bebt und mir wird schlagartig eiskalt. Was habe ich nur getan? Ich habe alles verloren. Mein zu Hause, meinen Besten Freund....die liebe meines Lebens. Alles.
Ich habe niemanden und nichts wo ich hin kann sobald ich aus Hogwarts austrete.
Einfach verloren. Verlorene Seele, gebrochenes Herz.
Wozu mache ich das alles noch? Ich werde doch sowieso für immer gehasst werden. Man wird mich immer wieder verstoßen und nun habe ich nicht mal mehr jemanden, der mich auffängt wenn ich falle.
Wozu soll ich mir das alles überhaupt noch antun? Ich könnte dem ganzen auch ganz einfach ein Ende bereiten. Der Astronomieturm ist nicht weit entfernt. Er wäre nur ein kleiner Schritt, mehr nicht. Es wäre alles auf einmal vor bei. Kein Leid und kein Hass, nur ewig währender Frieden.
Ohne weiter über irgendetwas nach zu denkene setzten sich meine Füße in Bewegung und wie automatisch mache ich mich auf zum Astronomieturm.
Kurz halte ich inne. Hat dort gerade jemand meinen Namen gerufen? Nein. Wieso auch?
Weite laufe ich.
Als ich an der Treppe ankomme, steige ich Stufe um Stufe hinauf bis ich ganz oben auf der Plattform ankomme. Meine Lungen brennen schmerzhaft, dabei ist mir nicht mal aufgefallen, dass ich gerannt bin.
Unsicher sehe ich mich um, nur um festzustellen, dass hier niemand ist.
Der kühle Wind weht über meinen Körper und eine unerbittliche Kälte erfasst mich. Das alles wird in wenigen Momenten zu Ende. In wenigen Minuten werde ich frei von all dem Elend und dem Schmerz sein.
Einen Fuß vor den anderen setzend gehe ich immer weiter heran an das Gitter, welches mich nun vom Abgrund trennt.
Vorsichtig luge ich in den Abgrund der sich vor mir auftut und in diesem Moment frage ich mich wer mich vermissen würde. Gäbe es da überhaupt jemanden? Mutter würde mich so und so nie wieder sehen, über Vater spreche ich nicht, Blaise hasst mich offensichtlich und Harry...Harry hatte offensichtlich nur gespielt.
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Lost Souls (Drarry)
Fiksi PenggemarMachmal sind die Wunden, die ein Kampf hinterlässt, nicht sichtbar. Manchmal wird zu spät erkannt, dass sie tiefer gehen, als zunächst erwartet. Und manchmal weiß man sich nicht zu retten und einem verlässt immer mehr sie Lust zu leben... Wenn dies...
