Kapitel 8

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Wir gingen nach Unten und schauten uns um. Oben im Gästezimmer waren ja Tommy und Tubbo, das wusste ich, wo die anderen jedoch waren, habe ich noch nicht rausgefunden. Es dauerte nicht lange, bis wir Techno und Will hinter der Couch fanden. Sie lagen aneinander gekuschelt auf dem Boden. Wilbur hatte Techno in seine Arme eingeschlossen und lag hinter ihm. Wir schauten uns an und fingen an, leise zu lachen.
Die ersten Beiden hatten wir also gefunden.
Wir gingen weiter. In der Küche, sowie im Esszimmer, fanden wir niemanden. Im Keller war ebenso keiner. Also könnten sie nur im 2. Gästezimmer oder im Bad sein. Wir gingen die Treppen wieder hoch und schauten erst im Badezimmer nach. Dort fanden wir zwar nicht Nick oder Karl, aber wir fanden ihre Kleidung..
Oh Gott, was haben die denn getrieben?
Jetzt blieb nur noch das 2 Gästezimmer übrig. George schob mich vor. Ich schätze er hatte keine Lust, ausversehen 2 unserer Freunde nackt zu sehen. Ich hatte genauso wenig Lust drauf, aber ich öffnete einfach vorsichtig die Tür und hoffte, dass sie eine Decke über sich hatten. Mein Blick wanderte erst zum Nachtschrank. Auf dem stand eine Flasche Gleitgel. Dann schaute ich weiter auf den Boden vor dem Bett. Dort lagen Tücher, weiter oben auf dem Bett lagen dann Nick und Karl. Zum Glück mit einer Decke über sich. Sie schliefen noch, also ging ich einfach wieder raus und erzählte George, was ich gesehen hatte. Daraufhin sah er mich genauso verstört an, wie ich durch das Zimmer geguckt habe. Wir beide gingen wieder runter und fingen an, Frühstück für die anderen vorzubereiten. George stellte jedem ein Wasserglas hin und daneben legte er eine Kopfschmerztablette. Tommy und Tubbo stellte er ein Glas mit Saft hin. Immerhin würden sie keine Kopfschmerztablette brauchen und sie liebten Saft.
Mir machte er einen Kaffee. Währenddessen fing ich an, Rührei zu machen. Dazu würde es Brötchen geben und wer wollte, konnte sich noch vegetarischen Speck nehmen. Zu den Brötchen stellten wir noch Butter, Käse, vegetarischen Schicken, Frischkäse und Pfeffer und Salz auf den Tisch. Jeder konnte sich nehmen, was er wollte und wenn noch etwas fehlen sollte, könnten sie an den Kühlschrank. Der erste der zu uns in die Küche kam, war Tubbo. "Guten Morgen Tubbo, wenn du willst, kannst du schon anfangen zu frühstücken." sagte ich zu ihm. Er lächelte mich an und setzte sich an den Tisch. Das fertige Rührei packte ich in eine Schüssel und stellte sie ebenfalls auf den Tisch. Wir setzten uns zu Tubbo und fingen an zu essen. Als zweites kam Will zu uns und nahm dankend seine Kopfschmerztablette ein. Er stützte seinen Kopf auf die Hände ab. Er musste wohl schreckliche Kopfschmerzen haben. "Leg dich auf die Couch Will, ich bring dir was zu essen. Es wird angenehmer für dich sein, wenn du dich hinlegst."sagte ich. Also standen Will und ich vom Tisch auf. Er legte sich auf die Couch und ich brachte ihm eine Portion Rührei.
Dazu machte ich ihm noch ein Brötchen mit Käse. Neben das Rührei legte ich ein paar Streifen Speck. George nahm sein Glas und füllte es nochmal mit Wasser auf. Tubbo stellte einen kleinen Tisch neben die Couch, worauf George und ich dann die Sachen abstellten. "Danke Guys! Ihr seid wirklich toll!" bedankte sich Wilbur und setzte sich vorsichtig auf, um essen zu können. Wir 3 gingen dann wieder an den Tisch und kurz nachdem wir weiter aßen, kam Tommy die Treppen runter und setzte sich an den Tisch mit uns. Er nahm sich auch etwas Rührei und Speck und belegte sich auch ein Brötchen. Als wir fertig waren, schliefen die anderen 3 immernoch. Wir beschlossen also jeweils einen Teller fertigzustellen, welchen sie, dann sobald sie wach sind, essen können.
Will‘s leeren Teller räumte George noch weg und Tubbo brachte ihm eine Decke. Tommy verzog sich wieder in das Zimmer. Er schien noch müde zu sein. Wir blieben zu dritt unten in der Küche sitzen. "Sag Mal Clay, was ist gestern eigentlich noch passiert?" fragte mich Tubbo nach kurzer Stille. "Eigentlich nicht mehr so viel. Als ihr nach oben gegangen seid, haben wir angefangen Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Unsere Aufgabe war es dann 20 Minuten nach oben zu gehen und ab da weiß ich auch nicht mehr was unten passiert ist. Wir haben uns dann ins Bett gelegt und sind eingeschlafen." antwortete ich darauf. Klar ließ ich die Details aus, aber das Wichtigste wurde gesagt. "Ihr habt also in einem Bett geschlafen?" fragte er als wäre es das normalste der Welt. Genau das mochte ich an Tubbo. Auch wenn er noch jung ist, kam er einem manchmal so vor, als wär er genauso alt wie man selbst. Man kann auch mit ihm über Sachen reden, bei denen Tommy in Gelächter ausbrechen würde.
"J-Ja, haben wir..." während ich die Wörter über die Lippen brachte wurde George rot und ich kratzte mich am Hinterkopf. "Keine Sorge Jungs, ich hab mir schon denken können, dass ihr euch mehr mögt, als ihr es eigentlich zugeben wollt... Freut mich für euch! Ich verspreche euch, es keinem zu sagen, solange ihr nicht bereit dazu seid." Auch wenn wir nie davon gesprochen haben, dass da mehr ist, hatte er ja irgednwie Recht. Wir lächelten ihn also genauso an, wie er uns anlächelte. "Danke Tubbo!" kam es von George, ich nickte daraufhin nur.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren alle wach und hatten ihr Frühstück gegessen. Wir überlegten, was wir heute machen wollen würden. "Wie wäre es wenn wir alle zusammen in einen Freizeitpark gehen würden? Mit Achterbahnen und ganz viel ZUCKERWATTE!", kam es von Tommy. Bevor er überhaupt zu Ende geredet hatte, fing Techno an zu stöhnen und hielt sich den Kopf. "Vielleicht können wir das in den nächsten Tagen machen, aber heute sollten wir vielleicht einfach zum Strand gehen. Dort könnten wir dann ein Picknick machen, als Feier von Georges Geburstag." brachte ich ein. Techno schaute mich dankend an. Da keiner irgednwelche Einwürfe hatte, gingen wir gegen 17:00 los zum Strand. Es war noch angenehm warm draußen und der Strand war fast menschenleer. Tommy und Tubbo standen mit den Füßen im Wasser und schauten raus aufs Meer. George versuchte verzweifelt die Decke auszulegen, doch der Wind machte es ihm schwer. Ich stellte den Korb ab und nahm das eine Ende in die Hand. wir legten die Decke flach auf den Boden und fixierten sie mit Steinen. Techno und Will gingen ein bisschen den Strand auf und ab. Karl und Nick legten sich ein Stück weiter zu zweit in den Sand. Sie hatten die Hände ineinander verschränkt.
Ich setzte mich auf die Decke und klopfte auf den Platz neben mir, um anzudeuten, dass George sich auch neben mich setzten sollte. Ich legte meinen Arm um seine Schultern und zog ihn noch näher an mich. Er legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab und schloss die Augen. Sein Kopf rollte von meiner Schulter runter auf meinen Schoß. Er war eingeschlafen. Ich legte mich zurück und legte seinen Kopf vorsichtig auf meine Brust. Ich fing an seinen Kopf zu kraulen. Als die anderen zur Decke kamen sahen sie, dass George schlief und setzten sich somit leise zu mir. "Was läuft da eigentlich zwischen dir und George?" fragte nun Nick.
Ich antwortete nicht, sondern schloss meine Augen und kraulte weiterhin den Kopf von dem schlafenden George.
Die anderen akzeptierten die Stille. Sie nahmen sich was aus dem Korb und führten leise Gespräche. Tubbo schaute mich an, lächelte und zwinkerte kurz. Ich lächelte zurück. Es war schön zu wissen, dass man sich so auf ihn verlassen konnte. Ich wand mich wieder George zu und horchte seinem Atem.
Er war ruhig und gleichmäßig. Es entspannte mich, ihn hören zu können. Er bewegte sich ein wenig und klammerte seine Arme um meinen Hals. Er zog sich mit all seiner Kraft ein Stück hoch und vergrub seinen Kopf in meiner Pullover. Er schlief, und schlief, und schlief und es wurde langsam immer später. Alle außer Will waren schwimmen gegangen und planschten ein wenig herum. "Sag Mal Clay, kann es sein, dass George und du wirklich mehr seid, als ihr es uns gegenüber sagen wollt? Du musst es mir nicht sagen, wenn du, oder besser gesagt ihr, nicht bereit dazu seid. Aber wenn es so sein sollte, dann freue ich mich von ganzem Herzen für euch. Du sollst wissen, dass ich euch respektiere und die anderen werden es auch. Wir haben euch verdammt gerne." Die Worte von Will ließen mich lächeln. Will war ein guter Freund. Er fand immer die richtigen Worte im richtigen Moment. Ich wusste, dass er schon immer offen für alles und jeden war, solange man ihn auch akzeptierte. Ich war dankbar dafür, ihn als Freund zu haben. Er hörte einem immer zu und versuchte sein Bestes, um die Situation besser zu machen. "Wir sind zusammen. Es weiß bisher nur Tubbo. Ihm hatten wir es heute morgen, beim Frühstück, erzählt. Du bist der 2. und erstmals sollen es auch nicht mehr werden. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du hinter uns stehst, Will!" Ich drehte meinen Kopf zurück zu George und streichelte ihm diesmal über den Rücken. Es fühlte sich gut an, es Wilbur gesagt zu haben.Die anderen kamen zurück. "Guys, wir haben überlegt, dass wir ein kleines Feuer machen könnten." Das war Karls Idee. Während Techno und Nick nach Stöcker suchten, schnitzten Tommy, Tubbo und Karl Stöcker zurecht, die sie schon auf dem Hinweg gefunden hatten. Langsam wurde auch George endlich wieder wach. Er schaute sich verträumt um, legte sich dann aber doch wieder auf mich. Ich hielt ihn vorsichtig fest, um ihn auf meinen Schoß zu setzen. "Gut geschlafen Georgie? Wir haben überlegt, uns gleich ein Feuer und dazu Marshmallows zu machen."

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