Als es dämmerte, klopfte Joanna an meine Hüttentüre. Ich öffnete ihr und trat aus meinen vier Wänden. „Bereit?" Joan hängte sich bei mir ein. „Immer doch." Schmunzelte ich und gemeinsam liefen wir zur Essenshütte.
Dort war schon ein ziemliches Treiben. Charlie hatte alle Hände voll zu tun, die Schüsseln aufzufüllen und die anderen Leute saßen an den Tischen und unterhielten sich angeregt.
Joanna zog mich zu einem der hinteren Tische, wo unsere Freunde saßen. „Hallo, Freunde der Sonne." Machte Joan auf uns aufmerksam. Faith grinste uns an und rutschte zu Wesley hoch. Joan und ich quetschten uns auf die Bank und bekamen gleich schon Trinken von Penelope, die Charlie heute Abend half. „Danke" bedankten wir uns, aber Penelope war schon weg.
„Also, River. Jetzt wollen wir aber wissen, wie dein Tag war." Hämisch grinste Wesley mich an. Ich hasste ihn. Er war ein riesen Arschloch, hielt sich für was besseres und machte sich an jedes weibliche Wesen, das nicht bei drei auf dem Baum war. Ich schnaubte.
„Ich muss sagen, besser als erwartet. Ich kann die Arbeit dort nur empfehlen." Jetzt war ich diejenige, die Wesley hämisch angrinste. Dieser blickte mich kurz wütend an, ehe er sich seinen Freunden zuwendete.
Leider war er nach jetzigen Untersuchungen auch Immun, was übermorgen aber bekannt gegeben wird, ob das wirklich stimmt. Auch ich wendete mich wieder zu Faith und Joanna zu, mit denen ich mich nun über ein Buch unterhielt.
Ein paar Gesprächsthemen später brachte Charlie uns unser Essen. Wie schon gedacht, und wie jedes Jahr, gab es Braten. „Den habe ich heute gemacht." Stolz blickte Joanna auf ihren Braten.
„Sicher." Ich lachte und schaute sie mit dem Blick an, mit dem ich niemanden erst nahm. Gespielt verletzt sah Joan mich an. „Du verletzt meine Gefühle." Sie legte ihre Hand an die Stelle, wo das Herz lag und schluchzte unnatürlich auf. Leicht lachte ich. „Joanna, du hast heute selbst gesagt, dass du nur am essen warst." „Oh Gott, wie Recht du doch hast." Wir lachten los und konnten uns gar nicht mehr einkriegen.
Doch mein Magen fing an zu protestieren, weshalb wir langsam aufhörten und anfingen zu essen. Wie immer schmeckte es fantastisch und ich holte mir einen zweiten Teller. „Das du nicht fett wirst." Joanna schüttelte ihren Kopf. „Ist echt so. Ich muss immer aufpassen, was ich esse und wenn ich mal mehr esse, dann muss ich schauen, dass ich das mithilfe von Sport wieder hinkriege." Motzte Faith.
„Mach dir doch keine Gedanken, Faith. Was hast du denn gegen deinen Körper? Er ist perfekt, so wie er ist. Wenn du so weiter machst, kriegst du irgendwann eine Essstörung und das ist was, was wir gerade am wenigsten gebrauchen können." herrschte ich sie an. Dann widmete ich mich wieder meinem Braten zu und schob ein dickes Stück in meinen Mund. „Lecker." Schmatzte ich und tat so, als ob gerade nichts gewesen wäre.
Nach dem Essen gingen wir raus zum Lagerfeuer. Die Erwachsenen setzten sich auf Baumstämme und fingen an zu reden.
Wir Jugendlichen dagegen setzten uns etwas weiter weg, ebenfalls auf Baumstämme, und fingen an, Spiele zu spielen.
Früher, vor der Apokalypse, nannte man das Trinkspiele, heute jedoch gab es keinen Alkohol mehr, weswegen der Name nicht mehr so passte.
Als erstes spielten wir „Truth-Pong". Damals nannte man es, glaube ich, Bier Pong oder so. Zumindest funktionierte unser Spiel so ähnlich. Nur, dass man kein Bier trinken musste, wenn man den Becher traf, sondern eine Frage beantworten musste.
Wir teilten uns auf zwei Teams auf, Jungs gegen Mädchen. Die Jungs begannen. Wesley warf und traf einen der hintersten Becher. Wir Mädchen stöhnten auf. Joanna holte den Zettel aus dem Becher und faltete ihn auf.
„Wer soll beantworten?" Sie blickte fragend zu Wesley. Dieser grinste gemein. „River." Ich stöhnte auf. „Okay, River." Sie schluckte. War die Frage etwa so schlimm? „Okay, äh... Was war dein letzter Traum, an den du dich erinnerst?"
Ich hörte fast auf mit atmen. Hasste mich das Schicksal echt so sehr?
„Äh..." stotterte ich und ich merkte, wie nervös ich wurde. Natürlich bemerkten das auch die anderen und die Jungs fingen an zu grölen. Ich blitze sie wütend an, was man aber nicht sehen konnte, da es dunkel war.
Ich überlegte ernsthaft mich zu weigern, diese Frage zu beantworten. Dann müsste ich zwar eine Strafe machen, die sich Wesley aussuchen würde und wir würden den Punkt verlieren, auf der anderen Seite könnte ich auch einfach lügen...
„Ich... Mein letzter Traum handelte von einer Parallelwelt, in der die Menschen in Süßigkeiten wohnten und diese zehnmal größer waren, als die Menschen selbst." Die Lüge ging einfach von meinen Lippen und nur Joanna wusste, dass ich log. Sofort lachten alle los, aber wir bekamen den Punkt.
Irgendwann holte ich die Muffins und wir stürzten uns auf sie. Wir spielten bis weit nach Mitternacht, ehe uns die Erwachsenen in unsere Hütten schickten. Wir wurden natürlich von ein paar von ihnen begleitet, was ziemlich nervig war. In meiner Hütte zog ich meine Schlafsachen an, ehe ich müde in mein Bett fiel.
Hey ihr,
ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr, dass es das beste in eurem Leben wird, ihr viel Postives erfahrt und es euch gut geht.
Ich hoffe ihr habt schön gefeiert!
Ich verspreche euch, dass es bald spannender wird.
Golden_Moonx_
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The Last Humans
Novela JuvenilWir schreiben das Jahr 2060. Ein Zeitalter, dass es so noch nie gab. Die Apokalypse im Jahre 2050 löschte mit dem nun vierzig-jährig bestehenden Corona-Virus fast vollständig die Menschheit aus. Nur 10% der Menschen überlebte diesen Untergang der We...
