Kapitel 11

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Ich kramte nach meinem Rucksack und schmiss ihn auf mein Bett. Er war schon alt, aber hielt noch gut. Eigentlich müsste da einiges reinpassen. Ich holte meine ganzen Klamotten, was echt nicht viel war.

Vom Stapel nahm ich zwei Jeansshorts, zwei Tops und einen Gürtel. Dann noch ein T-Shirt und zwei Bandanas. Dies stopfte ich in den Rucksack, den Rest brachte ich zurück in den Schrank. Dann holte ich ein Paar Stiefel, welche ich ebenfalls in den Rucksack packte. Aus einem weiteren Fach holte ich meine Wurfmesser, die ich ganz oben hinlegte.

Von meinem Nachtisch schnappte ich mir ein altes, zerflattertes Bild. Darauf war meine leibliche Familie zu sehen, die bei der Apokalypse gestorben waren. Es war ein typisches Familienbild, was im Urlaub aufgenommen wurde. Tränen bildeten sich in meinen Augen und bahnten sich einen Weg über meiner Wange runter. Ich drückte es an meine Brust und schniefte. Sie würden immer in meinem Herzen sein

Ich tat das Bild ebenfalls in meinen Rucksack, sowie ein weiteres mit James. Es folgte ein Album mit Fotos von hier, mit Faith, Joanna, Charlie, und vielen weiteren. Dann schloss ich den Rucksack. Tief atmete ich durch. Morgen würde also ein neues Kapitel beginnen. Es war Zeit, wieder zu James zu gehen, also rappelte ich mich von meinem Bett auf, auf welches ich mich nach dem Packen geworfen hatte und ging zum Dorfplatz.

Dort waren schon die anderen und auch Paul stand dabei. Mit ihm gingen wir die Waffen besorgen. In einer Kammer, unter der Rathaushütte, wurden die Waffen gut und sicher aufbewahrt. Kein Bewohner konnte einfach so in die Kammer, nur mit Paul oder einem aus der Wehrmacht. Aber auch die mussten erst Paul fragen.

Dieser drückte jedem gerade Pistolen in die Hände. Dann schritt er zu einem weiteren Regal, in welchem viele und unterschiedliche Messer lagen. Auch hier drückte er jedem Messer in die Hände. Er erklärte noch kurz, wie man die verschiedenen Waffen betätigte und auf was man achten musste. Als wir damit fertig waren, holten wir bei Charlie Proviant, was wir auf unsere Rucksäcke aufteilten, genau wie die Waffen. Er hatte jedem sechs Brötchentüten gegeben und Wasserflaschen.

Dann fanden wir uns wieder am Brunnen ein. Paul holte eine riesen Karte raus. Mir blieb nach Jahren immer noch ein Rätsel, woher sie kam und wie sie nicht kaputt gehen konnte. Sie zeigte ganz Kanada. Unser Standort war Rot umkringelt. Etwa 400 Meilen weiter entfernt war ein weiterer Kreis. Er war grün. Dies musste das Lager von James Freund sein. Paul nahm einen Stift zur Hand und löste die Kappe. "Also. Ich erläutere euch kurz die Route und werde sie euch einzeichnen. Die Karte bekommt einer von euch. Haltet euch bitte daran. Okay?" Wir nickten alle. "Gut." Er fing an zu erzählen und malte währenddessen Striche auf die Karte. Immer wieder zeichnete er kleine Punkte hin. Diese kennzeichneten Standorte, wo wir Übernachten sollten. Ein Bote hatte dies erzählt, als er einmal einen Brief dorthin überbringen sollte.

Danach waren wir schon fertig. Paul drückte Joanna die Karte in die Hand und sie nahm sie ehrfürchtig zu sich. Es war eine große Ehre, wenn Paul jemandem etwas anvertraute. Mein Vater nickte zufrieden und beendete diese Runde. Er drückte mir noch ein Funkgerät in die Hand, dann sollten wir schlafen gehen. Doch das fiel mir wirklich schwer. Ich wälzte mich hin und her und mir gingen tausend Szenarien durch den Kopf. Nach etlichen Stunden schaffte ich es dann und fiel in einen Unruhigen Schlaf.

Tut mir leid, dass das Kapitel so kurz geworden ist.

Später folgt auf jeden Fall noch ein weiters und vielleicht sogar ein drittes :)

The Last HumansGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt