Erschöpfter Körper

140 5 5
                                    

Disclaimer: Ich erhebe keinerlei Ansprüche auf die hier verwendeten Death Note und Inuyasha Charaktere, lediglich auf die, die ich mir selbst ausgedacht habe.

Autor: Hier ist der zweite Teil :)

________________________________________________________________________________

Light genoss das warme Wasser, das seinen schmerzenden Körper umschmeichelte und langsam die Verspannungen in seinen Muskeln löste. Seine Augen waren geschlossen, während er auf einen erhöhten Stein im Wasser saß. Gleich nachdem er ins Becken gestiegen war, hatte er sein mit Flussschlamm verdrecktes Haar gewaschen, und es fühlte sich nun wieder richtig gut an. Er war froh, dass das Wasser all den Schmutz, der noch an seinem Körper gehaftet hatte, fortgespült hatte. Keine Sekunde länger hätte er die Sandkörner ausgehalten, die an ihm geklebt waren und mit jeder Bewegung unangenehm über seine Haut gescheuert hatten.

Ihm entwich ein langes Seufzen. Sesshōmaru wollte ihm nicht helfen, eine Möglichkeit zu finden, wie er in seiner Zeit zurückkehren konnte, nun, Light wusste, dass er seine Hilfe nicht brauchte. Er hatte heute seinen ersten Hinweis erhalten, der ihn darin bestärkte, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis er wieder durch die Straßen von Tokio als Student schlenderte. Und Sesshōmaru, was würde mit ihm geschehen? Dämonen konnten unglaublich lange leben, wenn sie nicht von anderen Dämonen oder Menschen getötet wurden. Würde Sesshōmaru in Lights Zeit noch am Leben sein? Bisher hatte er sich keine Gedanken gemacht, wie er darauf reagieren würde, wenn er einem modernen Sesshōmaru in der Neuzeit begegnete. Dass es kein schönes Wiedersehen sein würde, war wohl angesichts Sesshōmarus Widerwille, ihn durch die Zeit reisen zu sehen nur zu erwarten. Und wenn es keinen Sesshōmaru im einundzwanzigsten Jahrhundert gab - würde Light ihn dann vermissen?

Die Tür zum Außenbereich wurde kräftig aufgeschoben. Verärgert schnalzte Light mit der Zunge, kaum hörte er das laute Knarren der Tür: Die Kälte hatte das Holz verbogen und die Schiebetür ließ sich seit Wochen nur noch mit Kraft öffnen. Warum störten ihn die Heiler? Er hatte sie angewiesen, im Badehaus auf ihn zu warten, bis er sich gewaschen und sein Bad beendet hatte.

Er öffnete die Augen, bereit demjenigen Heiler eine Rüge zu erteilen, der die Ruhe störte, die sein geschundener Körper nach dem heutigen Tag bitter nötig hatte.

»Keisuke-sama«, sprach Light den Neuankömmling in einem harten Ton an. Er versteckte es nicht, dass ihm das baldige Wiedersehen gar nicht gefiel.

Zur Hölle mit Euch! Was wollt Ihr noch von mir!

»Yagami-sama.« Keisuke nickte ihm zu, er war splitterfasernackt, und Light wollte gequält aufstöhnen, denn es war offensichtlich, er hatte vor, ihm bei seinem erholsamen Bad Gesellschaft zu leisten.

Light hatte nie in Erwägung gezogen, dass er sich je in einer Situation wiederfinden würde, in der er den General unbekleidet vor sich stehen sah. Nachdem, was Light jedoch letzten Sommer gesehen hatte, blieb er bei dem unerwarteten Anblick ungerührt; er wusste, dass Dämonen wenig bis keine Scham kannten. An einem heißen Tag im Sommer hatten Dämonen aus dem Schloss nackt im Fluss gebadet. Light hatte sie von der Schlossmauer aus beobachtet, während er die Abkürzung nahm, die ihn zum Schlossplatz führte. Die Dämonen hatten sich nicht daran gestört, dass die Schlosswache sie sah und ihnen bei ihren Kämpfen im knietiefen Wasser zuschaute.

Light musste sich eingestehen, dass der General ohne sein Schwert und seine Kleidung nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt hatte; Sein kräftig gebauter Körper und seine starken Muskeln, die sich unter der Haut abzeichneten, seinen scharfen Fingernägeln und seine wachsamen kohlschwarzen Augen, konnten nicht verstecken, dass Light ein gefährliches Raubtier vor sich hatte. Light sah keine Narben oder andere Blessuren an Keisukes Körper, seine Haut war von einer gesunden Farbe, einen Ton dunkler als Sesshōmarus, und sie war makellos, geheilt von Yashimarus Attacke, die dem General noch vor kurzem die Haut im Gesicht und an den Händen abgezogen hatte. Magentafarbene Linien, wie sie Sesshōmaru im Gesicht und an den Hand- und Fußgelenken hatte, besaß Keisuke nicht. Er hatte außer den drei schwarzen Linien direkt unterhalb seines rechten Auges keine weiteren Markierungen am Körper.

Alpha Sesshoumaru/Sesshomaru x Gefährte LightYagami | Das weiße Feuer des HundesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt