**Drei Tage bevor ich das hier veröffentliche habe ich tatsächlich genau diese Tarotkarten so wie hier beschrieben gezogen. Tatsächlich haben sich bereits einige Dinge angekündigt, die mir die Karten bestätigt haben. Daher hat es mich nicht überrascht aber in meinen Entscheidungen bestätigt und ich konnte mich auf Veränderungen einstellen. Deshalb möchte ich euch gern davon berichten.
Versteht mich nicht falsch, meine Rahmenbedingungen bleiben gleich und jeder der in meinem Herzen wohnt, bleibt dort an Ort und Stelle :)
Dennoch ist es an der Zeit, sich bewusst zu machen, wo meine Reise hingeht.**
Die Würfel sind gefallen. Oder vielmehr: Die Karten sind gezogen. Die zweiundzwanzig großen Arkana sollen mir nun die Frage beantworten, die mich schon seit Tagen beschäftigt.
Darauf gekommen bin ich durch einen wahren Freund, der sich damit mehrfach schon näher befasst, und mir die erste Berührung damit gegeben hat.
Mit Bedacht breite ich die verdeckten Karten vor mir auf dem Bett aus und lasse die Hände über ihnen kreisen. Die erste Karte, die ich wähle, lege ich vor mir leicht links auf den Tisch. Verdeckt.
Eine zweite Karte findet ihren Platz mit etwas Abstand rechts daneben. Two left. Die beiden letzten gewählten Karten finden ihren Platz ober- und unterhalb der ersten. Jede beantwortet eine Teilfrage, die mir zusammen als Wegweiser dienen werden.
Sie sind nun Teil des Kreuzes.
Nach und nach decke ich langsam die Karten auf. Erst links, dann rechts, dann oben und zuletzt unten. Mit einem Blick erfasse ich die Abbildungen, runzle die Stirn um gleich darauf ein müdes Lächeln zuzulassen. Dachte ichs mir... Wie Recht du hattest.
Wo steht sie gerade?
XIII Tod
Der Tod ist ein Zeitpunkt des Abschieds, bedeutet aber nicht unbedingt immer das Ableben eines Menschen. Wendungen gibt es immer im Leben und die meisten davon erleben wir alle. Schulwechsel, Abschlüsse, Ausbildung, Studium, Umzug.
Der Zug des Lebens fährt und nicht alle, die eingestiegen sind, fahren bis zur Endstation. Es kommt vor, dass man sich von Weggefährten verabschieden muss oder sich Ort und Zeit des Lebensmittelpunktes ändern. Es bringt jedoch nichts, alle Pläne über Bord zu werfen.
Vielmehr ist es Zeit, den Menschen für die Zeit und den Weg auf Erden und im Alltag mit ihnen zu danken, die Vergangenheit in guter Erinnerung zu behalten und seinen Weg fortzusetzen. Meist endet an diesem Punkt eine Phase der Entwicklung.
Die ersten sind gescheitert,
die ersten was geworden,
die ersten wurden Eltern
die ersten sind gestorben,
Dilan gab mir einst einen Kompass ohne Norden
So treibe ich verloren in ein unbekanntes Morgen.
// Prinz Pi- Kompass ohne Norden
Es ist nun Zeit die Jahre lange Maske abzusetzen, die alte Identität zu überarbeiten und zu verstehen, dass man nun laufen gelernt hat. Es liegt an einem selbst, den eigenen Weg weiter zu gehen.
Was sollte sie nun meiden? Was ist jetzt nicht wichtig?
IV Der Herrscher
Manches kann man leicht von sich lassen. Anderes jedoch schmerzt bis ins Herz. Was einem am wichtigsten ist, hält man krampfhaft bis zum Schluss. Schließt es im Herzen ein, obwohl es darin alles zerstört.
Manchmal ist einfach besser sich von der Illusion zu befreien, das alles auf ewig so bleibt wie es ist. Wohnorte, Beziehungen, Hobbys und selbst der Beruf wird nicht auf ewig sein.
Man darf nicht krampfhaft an Altem festhalten. Irgendwann muss man sich lösen, etwas freigeben und weitermachen. Ein bisschen mehr Luft lässt Spielraum für Veränderungen.
Was allerdings nicht bedeutet, dass man nicht hin und wieder hierher zurückkehren kann...
Was ist nun wichtig?
VI Die Liebenden
Das Gegenteil von Starrheit ist Mobilität. Statt an Altem festzuhalten ist es irgendwann sinnvoll, sich weiter zu bewegen und eine Entscheidung zu treffen. Entscheidungen erfordern Kompromisse. Wer sich jedoch entschieden hat, sollte sich bedingungslos zur getroffenen Wahl bekennen und sich mit allen Kompromissen auch freiwillig beschränken können.
Selbstreflektierend ist es Zeit, den Selbstbetrug zu beenden und den Weg weise und mit Bedacht zu wählen. Weitreichende Entscheidungen können nun getroffen werden. Etwa der Umzug in ein neues Heim, die weitere berufliche Tätigkeit oder die Aufgabe von Dingen, die man lange hält, einem aber nicht mehr gut tun. Eine Ehe schließen, einen geliebten Menschen gehen lassen, sich von den Eltern zu lösen und ohne Hilfe zurecht zu kommen.
Es ist an der Zeit, seinen Weg etwas anzupassen.
Wo führt die Reise hin?
II Die Hohepriesterin
Diese Karte ist ein Sinnbild der Vereinigung von Gegensätzen, Intuition und des höheren Wissens. Wenn man seinem Herzen vertraut und folgt, wird man auf Verständnis und Zugneigung treffen. Im Rahmen zwischenmenschlicher Beziehungen wird sich das unsichtbare Band stärker ausprägen und als Sicherungsseil präsent werden.
Alles, was es in unser Herz geschafft hat, ist dort nicht ohne Grund. Deshalb lassen wir es auch nicht mehr los. Manchmal geht einer links und der andere rechts an einem Baum vorbei. Und selbst wenn die Wege uns trennen, der Wind uns woanders hin weht und wir uns ganz woanders wiederfinden...
so können wir uns dennoch sicher sein, dass es ein unsichtbares Band aus Seelenverwandtschaft, Liebe, Freundschaft und Erinnerung gibt. Dieses Band kennt keine Entfernungen, sei es 381 Kilometer bis Hamburg, unendlich weit in den Himmel oder einfach nur wenige Meter bis nach Nebenan. Semper Fidelis.
Dieser neue Standpunkt ist niemals das Endziel. Vielmehr ist es ein Zwischenziel, welches schon morgen, aber auch erst in den nächsten Monaten erreicht werden kann.
Welches Fazit ziehe ich daraus?
In Anbetracht des Todes, der Ratlosigkeit und des Abschieds ist die Hohepriesterin eine sehr lichte Art und Weise Hoffnung zu schöpfen. Mir persönlich zeigt es, dass sich trotz allem mein Weg fortsetzt.
Menschen, die mir wichtig sind werden mich nicht verlassen.
Orte, an denen ich gelebt habe werden mir nicht fremd werden.
Erinnerungen, welche mich glücklich stimmen bleiben omnipräsent.
Meine Zeit auf diesem Weg ist noch nicht vorbei. Ich werde nur einfach von schützenden Gummistiefeln und Regenhose auf Jeans und Sneakers umsteigen, den schützenden Regenschirm gegen Kapuze tauschen und wenn es mal nass wird einfach im Regen tanzen.
Mich aus meiner Komfortzone bewegen und darauf vertrauen, dass meine Entscheidungen richtig sind. Dennoch ist es für mich ebenso wichtig, die Konsequenz zu behalten und eine Entscheidung nicht aus Lust und Laune umzuwerfen.
Intuition, ja. Impulsivität, nein! Es bringt mich nicht weiter, wenn ich Entscheidungen ankündige und sie dann nicht durchziehe.
Das Tarot ist ein Wegweiser und ich bin noch ganz am Anfang was die Arbeit damit angeht. Dennoch habe ich die Frage gewagt und eine Antwort bekommen. Mag sein, das es Zufall oder Auslegungssache ist, dennoch passt es zu den Veränderungen, die eingetreten sind oder sich fest angekündigt haben. Darum vertraue ich darauf dem zu folgen, was 'Der Herrscher', 'Die Liebenden' und 'Die Hohepriesterin' mir sagen.
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Storytelling
Historia CortaKleinere und größere Stories rund um sensible Themen 😊 Manche sind wahr, andere vielleicht nur ein Traum. Nach meinem Buch "Dienstangelegenheiten" schreibe ich hier alles, was mir so durch den Kopf kommt. Have Fun 😊
