"Vielen Dank Monsieur Dupain-Cheng, für ihre ausführliche Erklärung diese Jobs für die Klasse"
sprach Celine während sie anfing leicht in ihre Hände zu klatschen, was der Rest der Klasse ihr schnell nach machte, sodass ein einzelnes Klatschen, rasch zum tobenden Beifall wurde.
Monsieur Dupain-Cheng war trotz seiner stattlichen Größe, die mit Leichtigkeit Gabriel Agreste Konkurrenz machen könnte, eine doch sehr schüchterne Persönlichkeit. Und so kratze er sich leicht am Hinterkopf während er mit einem Lächeln den Applaus über sich ergehen ließ.
"Bitte.. Das ist doch selbstverständlich, am heutigen Tag" begang er, als die Menge sich ein wenig beruhigt hatte.
"Nicht doch. Wir schätzen es sehr, wenn Eltern sich heutzutage die Zeit nehmen, um in die Schule zu kommen um über ihre Berufe zu sprechen. In der heutigen Zeit ist das nicht mehr selbstverständlich."
Für eine Sekunde fiel ihr Blick dabei auf Adrien welcher die Zeit über enthusiastisch mit gemacht hatte, jedoch bedauerlicherweise kein Elternteil breit erklärt hatte, der Klasse etwas über den Beruf eines Modedesigners zu präsentieren.
Dieser Anblick besonders machte Celine ein wenig traurig. Er war so ein guter Junge, welcher trotz seines Schicksals aufrichtig und gutherzig war. Es war einfach nur eine Schande, dass die Berufe der Erwachsenen in seinem Leben so viel Zeit in Anspruch nahmen.
"Ich habe natürlich, wie jedes Jahr auch wieder Croissants mitgebracht" riss Monsieur Dubapain-Cheng die Frau aus ihren Gedanken.
"Wundervoll!" verkündete Celine, während sie beobachtete wie Marinette sich mit einem frischen Tablett Croissants durch die Klasse lief.
"Wie wäre es, wenn wir das nutzen um an dieser Stelle eine kurze Pause einzulegen? Dann können wir nachher den restlichen Eltern in alter Frische zuhören." fragte die Lehrerin, was mit tosendem Applaus der Klasse bejaht wurde. Alle waren froh wenigstens für ein paar Minuten die Möglichkeit zu bekommen, ein mal tief durchzuatmen.
Um diese Zeit würde immerhin auch nicht die Cafeteria von all den Schülern überrannt werden, was die Chance ermöglichte, noch eine Mahlzeit zu bekommen, bevor es lediglich nur noch Riegel zu ergattern gab.
Celine selbst sammelte ein paar ihrer Unterlagen zusammen, welche sie nicht offen liegen lassen könnte, bevor sie mit ihrem Handy in der Hand im Lehrerzimmer verschwand. Es war Zeit ihre Macht zu missbrauchen.
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"Du hast mich reingelegt..." schmollte Nathalie vor sich hin, die Arme vor ihrer Brust verschränkt, während ihre Schwester sie in Richtung des Klassenzimmers schob.
"Es ist ein Notfall!" protestierte diese, mit jedoch einem breiten Grinsen auf den Lippen.
Sie liebte es, dass ihre Schwester sofort alles stehen und liegen lassen würde, würde Sie die Wörter "Notfall" und "Adrien" im gleichen Satz verwenden. Es war so einfach das in solchen Fällen auszunutzen um Nathalie mit einem Affenzahn in der Schule antanzen zu lassen. Und das hier war immerhin auch ein Notfall. Immer hin sollte Adrien gerade an solchen Tagen nicht ohne ein Elternteil sein. Und Nathalie erfüllte diese Rolle ja geradezu perfekt.
"Was erwartest du überhaupt von mir? Ich bin weder seine Mutter noch habe ich einen besonders interessanten Beruf." erkundigte sich Nathalie noch immer sichtlich genervt von dem Verhalten ihrer Schwester.
"Ach ich bin mir sicher dir wird schon was einfallen, über das du sprechen kannst!"
"Ich bin trotzdem nicht mal sein Elternteil! Das sein Vater ausgerechnet in einem Meeting ist, dafür bin ich nicht verantwortlich."
"Ach wir akzeptieren an diesem Tag alle Arten von Eltern, adoptiv Eltern, Biologische Eltern. Stiefeltern. Du passt also genau rein."
"Ich bin nicht mal..-"
"Nun stell dich doch nicht so an Nath! Es geht hier immerhin um Adrien!"
"... Ich glaub mein Parkticket läuft gleich aus.."
"Nath, du machst einen Haufen Kohle im Monat. Da geht dir doch die französische Bürokratie am Arsch vorbei." sprach Celine während sie ihre Schwester in das Klassenzimmer schob, in welchem sich so langsam bereits die Kinder wieder einfanden, alle erstaunt ihre sonst so freundliche Lehrerin, fluchen zu hören. Was Celine schnell mit einem Grinsen beantwortete "Hintern. Es geht dir am Hintern vorbei" korrigierte sie sich schnell selbst.
Mit einem leisen Seufzer striff Nathalie die Hände ihrer Schwester von ihren Schultern
"Wo ist sein Sitzplatz?..."
"Direkt dort. Erste Reihe, Rechts. Stell dich einfach ans Fenstern. Danke dir~"
"Du mich auch.." nuschelte Nathalie leise, bevor sie sich am Glasfenster platzierte mit Blickrichtung auf Adriens Sitz.
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Hedgehogs Dilemma
Fanficein Hedgehogs-Dilemma beschreibt die Situation in welcher eine Gruppe von Igeln die gegenseitige Nähe suchen, um sich in kalten Nächten warm halten zu können. Jedoch müssen sie immer einen gewissen Abstand zueinander halten, da sie nicht vermeiden...
