Die Zeit vergeht schnell und bald ist es Zeit fürs Abendessen. Regulus bietet Elizabeth an zusammen zu gehen, aber kurz zögert sie, denn dort würde sie sicher auf den anderen Black treffen. Jedoch hat sie schon das Mittagessen verpasst.
Die beiden Slytherins machen sich also gemeinsam auf den Weg zur großen Halle, wobei Elizabeth sich immer wieder umschaut.
Regulus stößt ein Lachen aus.
“Du siehts verdammt paranoid aus.”
“Stimmt garnicht.”
Elizabeth verschränkt die Arme.
“Ach, und warum schaust du dich die ganze Zeit um als würde dich jemand verfolgen?”
Elizabeth verkneift den Mund.
“Dein Bruder hat mich heute durchs halbe Schloss gejagt. Ich hab also alles Recht vorsichtig zu sein.”
Regulus legt eine Hand auf ihre Schulter und schaut mit gespielter Besorgnis auf sie herab.
“Macht mein Bruder dir so viel Angst?”
Elizabeth rollt nur die Augen und streckt ihm die Zunge raus. Aber seine Worte bringen sie zum Nachdenken.
Warum rennt sie eigentlich immer weg?
Es ist nicht so als könnte Black ihre Erfahrungen übertreffen. Sie sollte nicht wirklich was zu befürchten haben.
“Und schon hat man dich wieder an deine Gedanken verloren.”
Elizabeth kratzt sich am Hinterkopf.
“Sorry.”
Regulus lacht nur und klopft ihr auf den Rücken.
“Lass uns weiter gehen. Ich bin mir sicher du hast Hunger.”
Elizabeth nickt und folgt ihm.
Stumm mustert sie sein Seitenprofil. Sie mag den Jungen, es war als hätte sie einen kleinen Bruder. Einen kleinen Bruder, den sie beschützen muss. Elizabeth schüttelt den Kopf. Sie sollte sich da nicht einmischen. Sie würde alles nur noch schlimmer machen. So wie damals auch schon.
Elizabeth kneift die Augen zusammen, um die unliebsamen Gedanken los zu werden und zwingt sich dazu den Rest des Weges über nichts genaueres mehr nachzudenken.
In der großen Halle angekommen setzten sie sich zu Emma.
“Oh, na sieh mal einer an du lebst noch.”
“Haha.” gibt Elizabeth trocken von sich.
“Ich habe gehört Black hat dich durch die Gegend gejagt.”
Elizabeth seufzt.
“Ja, hat er, aber ich hab ihn abgehängt.”
Neben ihr nickt Regulus zustimmend.
“Sie ist zwar paranoid wie sonst was, aber sie hat es bisher geschaft meinem Bruder erfolgreich aus dem Weg zu gehen.”
Unter dem Tisch holt Elizabeth aus und tritt mit ihrem Fuß gegen das Schienbein von Regulus. Dieser zieht scharf die Luft ein.
“Aua!” sagt er sehr stark betonend und schaut Elizabeth an.
Emma lacht leise.
“Von eurem Verhalten her könntet ihr Geschwister sein.”
Ruckartig drehen sich beide Köpfe zu Emma, aber keiner sagt was.
“Hört auf mich so anzustarren, dass is ja regelrecht verstörend.”
Jetzt ist es an Regulus und Elizabeth zu lachen.
Alle drei unterhalten sich freudig beim Essen.
Emma steht auf bevor die anderen beiden fertig sind.
“Ich muss noch wo hin. Wir sehen uns später.”
Emma winkt ihnen und verlässt die große Halle.
Die anderen beiden essen noch fertig und verlassen dann ebenfalls die große Halle.
Sie begeben sich auf direktem Weg in die Kerker.
Plötzlich bleib Regulus stehen und murmelt leise Flüche vor sich hin.
“Alles in Ordnung?”
Regulus fährt sich durch die Haare.
“Ja, ich hab nur was vergessen. Daher musst du leider ohne mich zum Gemeinschaftsraum laufen.”
Elizabeth nickt verstehend. Regulus dreht um und geht den Weg zurück den sie gekommen sind. Kurz fragt Elizabeth sich, ob Regulus dort hin geht wo Severus ist, welchen sie nicht beim Abendessen gesehen hatte. Allgemein kamen ihr die Reihen am Slytherin Tisch heute Abend etwas lichter vor als sonst. Aber mit einem Kopf Schütteln verdrängt sie die Gedanken wieder. Es ging sie ja auch nichts an.
Elizabeth geht nun allein weiter. Ihre Schritte hallen von den kahlen Wänden wieder. Nur wenige Meter vor dem Eingang zum Gemeinschaftsraum legt sich eine Hand um ihr Handgelenk und sie wird in einen der Seitengänge gezerrt. Reflexartig tritt sie der Person gegen das Schienbein und hält ihr den Zauberstab vors Gesicht.
“Verdammt, Elizabeth! Ich will doch nur reden.” sagt Sirius Black etwas kleinlaut und drückt ihren Zauberstab runter.
“Ach und deswegen ziehst du mich hier in dunkle Gänge?”
Black zuckt mit den Schultern.
“Also was willst du?”
“Machst du sie weg?”
“Was?”
Elizabeth versteht ersteinmal überhaupt nicht was der Gryffindor meint.
“Ich hab jeden erdenklichen Zauberspruch ausprobiert, aber sie gehen nicht weg und Remus weigert sich mir zu helfen, weil er sagt es wäre meine eigene Schuld.”
Black schiebt seine Unterlippe vor und macht Welpen Augen.
Elizabeth jedoch reagiert nicht und starrt ihn einfach nur weiter an. Unersichtlich was auch immer in ihrem Kopf vorgehen mag.
Black seufzt.
“Also was willst du dafür?”
Elizabeth zieht eine Augenbraue hoch.
“Wie kommst du darauf, dass ich sie weg machen kann?”
Black reißt erschrocken die Augen auf. Geschockt starrt er das Mädchen an.
“Du was...?”
Bei seinem Gesichtsausdruck bricht Elizabeth in schallendes Lachen aus. Sie hält sich eine Hand vors Gesicht.
“Oh Merlin, du hättest dein Gesicht sehen sollen.”
Leicht versäuert blickt Black die Slytherin an.
Bevor er wieder zum sprechen ansetzt.
“Also kannst du sie entfernen?”
“Ja, natürlich.”
Elizabeth grinst ihn immer noch an.
“Was willst du dann dafür?”
Elizabeth tut als würde sie überlegen.
“Wie wärs mit einem Bitte?”
Fragend zieht Black eine Augenbraue hoch, geht dann aber auf die Knie.
“Bitte, meine Liebe Slytherin, habe erbarmen mit mir und befrei mich von deinem grässlichen Fluch.”
Erneut fängt Elizabeth an zu lachen. Sie reicht dem Jungen eine Hand und er zieht sich hoch.
Als sie sich beruhigt hat, wedelt sie einmal kurz hin und zurück mit dem Zauberstab vor Sirius Gesicht und schon sind die Pickel verschwunden.
Erstaunt fasst Black an seine Haut.
“Wow.”
“So, die brauchst du jetzt auch nicht mehr.”
Elizabeth zieht die Pflaster ab, wobei Sirius leicht zurück zuckt. Beide schauen sich in die Augen und lächeln sich an.
“Es tut mir leid.”
“Es tut mir leid.”
Sagen Sie gleichzeitig und grinsen sich danach an.
“Also dann...”
Ein bisschen peinlich berührt hebt Black die Hand und geht dann seiner Wege.
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Das Mädchen aus dem Eis
FanfictionElizabeth Cave ist eine junge Frau, die in einem alten Buchladen arbeitet. Eines Tages bittet Dumbledore sie um Hilfe. Aber ihr Äußeres trügt, denn sie ist nicht wirklich 21 Jahre alt. Welches Geheimnis verbirgt sie? (Geschichte spielt in der Rumtre...
