Erste Erkenntnisse

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Doch schon bald gibt sich eine Möglichkeit für Elizabeth ihr Problem zu lösen. Im Nachhinein ärgert sie sich, dass sie daran nicht schon früher gedacht hat, aber manchmal ist man einfach zu blind, um die Antwort direkt vor den eigenen Augen zuerkennen. Denn in einer Sache war sie sicher, auch wenn sie es nur ungern zugibt.
Severus Snape ist ein Teil dieser schwarzmagischen Gruppe.

Elizabeth sitzt in einem Sessel im Gemeinschaftsraum vor dem Kamin und liest ein Buch. Sie merkt kaum etwas von dem, was um sie herum passiert.
Daher bekommt sie auch nicht mit wie sich jemand vor ihr räuspert.
Der Junge räuspert sich noch einmal und reißt Elizabeth aus ihrer Bücherwelt.
Elizabeth hebt den Kopf und starrt auf die zwei Jungen vor ihr. Sie runzelt die Augenbrauen und mustert die beiden verwirrt.
Sie glaub sie sind in ihrem Jahrgang, aber sie ist sich nicht sicher.
Als die Jungs merken, dass Elizabeth nichts sagen wird, stellen sie sich vor.
“Ich bin Wilkes...”, er deutet mit der Hand auf seinen Freund, “...und das ist Mulciber. Du bist Cave richtig?”
Elizabeth nickt.
“Wir suchen Severus. Hast du ihn gesehen?”
“Er wollte vorhin in die Bibliothek.”
“Danke.”
Die zwei Slytherins verlassen den Gemeinschaftsraum, während Elizabeth ihnen verwirrt hinterher starrt.
Sie hat Severus außer mit Lily, Emma und ihr selten mit jemandem anderem gesehen.
Elizabeth stellt fest, dass sie nicht wirklich viel über Severus weiß. Sie klappt das Buch zusammen, stellt es an seinen Platz zurück und verlässt ebenfalls den Gemeinschaftsraum. Jedoch begibt sie sich nicht zur Bibliothek sondern zum Gryffindorturm.
Nach ein paar Minuten steht sie grinsend vor dem Porträt der Fetten Dame, denn sie hat den Weg noch perfekt aus ihrem Gedächtnis gewusst.
Doch das Grinsen vergeht ihr schnell wieder, denn wie soll sie Lily jetzt erreichen?
Ratlos steht sie vor dem Porträt.
Auch die Fette Dame mustert die Schülerin gespannt.
“Dies ist weder vor Siebzig Jahren noch heute dein Gemeinschaftsraum.”
Elizabeth verzieht das Gesicht, dass diese Gemälde auch immer ihre Vergangenheit ansprechen müssen.
“Das ist mir bewusst.”
“Dann geh auch bitte wieder.”
Elizabeth seufzt. Da nähern sich Schritte dem Eingang. Die Fette Dame verstummt und Elizabeth dreht sich erwartend um. Das erste was Elizabeth sieht ist ein brauner Haarschopf.
Remus Lupin bleibt vor der Slytherin stehen.
“Kann ich dir helfen, Elizabeth?”
Der Junge lächelt sie an und zum ersten Mal bemerkt Elizabeth die kleinen Narben, die sein Gesicht zieren.
“Ja, das kannst du in der Tat. Würdest du mir bitte Lily rausschicken.”
Der Gryffindor nickt und betritt seinen Gemeinschaftsraum. Kaum ist das Porträt zugeschwenkt geht es auch schon wieder auf.  Hinaus tritt Lily.
Die beiden Mädchen Umarmen sich zur Begrüßung.
“Hey, alles in Ordnung?” fragt Lily besorgt ihre Freundin, welche von einem Fuß auf den anderen tapt.
“Ja, ich muss dir jedoch eine Frage stellen. Aber am besten nicht hier.” meint Elizabeth mit einem Blick auf die Fette Dame, welche aufmerksam dem Gespräch zwischen den Schülern zu lauschen scheint.
Lily nickt verstehend und zieht Elizabeth durch die Gänge des Schloss zu einem einsamen Platzt.
“Also, was möchtest du fragen, dass du es nicht einmal vor den Gemälden tun möchtest?”
Lily setzt sich auf ein Fensterbrett, während Elizabeth vor ihr stehen bleibt und sich am Kopf kratzt. Sie überlegt wie sie ihre Frage vormulieren soll.
“Die... komischen Jungs... mit denen sich Severus ab und zu trifft. Wer sind die?”
Lily reißt die Augen und den Mund auf, schließt letzteren jedoch schnell wieder.
“Okay, so eine Frage hab ich definitiv nicht erwartet.”
Lily spielt mit ihren Fingern und Elizabeth lächelt unsicher.
“Also... wo soll ich nur Anfangen?”
Lily starrt Gedanken verloren auf die Wand ihr gegenüber.
“Ich habe nie verstanden warum er sich mit ihnen abgibt und habe ihm auch immer gesagt er soll es lassen, aber er hat es ignoriert.”
Sie senkt den Kopf.
“Obwohl sie Hexen und Zauberer, wie mich, ohne magisches Blut verabscheuen.”
Elizabeth legt eine Hand auf das Knie der Rothaarigen.
“Aber das ist noch nicht das schlimmste... Ich habe gehört, wie sie...über schwarzmagische Zaubersprüche geredet haben.”
“Da sind wir schon zwei.”
Lily blickt Elizabeth an.
“Wer ist da alles dabei?”
Elizabeth hofft, dass Lily ihr weiterhelfen kann, denn sobald sie alle Namen hat kann sie hier verschwinden.
“Warum willst du das wissen?”
“Damit ich ihnen aus dem Weg gehen kann.”
Lily seufzt.
“Ich glaube nicht, dass ich alle kenne, aber zwei von ihnen sind aufjedenfall in unserem Jahr. Mulciber und Wilkes glaube ich. Zwei aus der siebten, wobei mir bei einem der Name entfallen ist. Der andere ist Avery und ich bin mir nicht ganz sicher aber... ”
Lily stockt und streicht sich die Haare aus dem Gesicht.
“Ich vermute, dass... Blacks kleiner Bruder auch dabei ist. Mehr weiß ich aber nicht.”
Elizabeth nickt abwesend.
“Regulus ist also doch dabei. Ich hatte gehofft, dass du seinen Namen nicht aufzählst.”
Jetzt legt Lily einen Hand auf Elizabeths Schulter. Elizabeth mustert den Steinboden, bevor ihr Blick wieder zu Lily geht.
“Haben Severus und du euch deswegen gestritten?”
Lily nickt.
Stumm blicken die beiden sich an, bevor Elizabeth die Initiative ergreift.
“Komm, lass uns zurück gehen.”
Auf dem Weg zum Gryffindorturm Schweigen die beiden. Lily hat Elizabeth die meistem Namen verraten, jetzt muss sie nur noch einen selber herausfinden und zwar den von dem anderen Siebtklässler. Gedanklich zählt Elizabeth auf: Wilkes, Mulciber, Crouch und Avery Jr., Severus und Regulus.
Bei den letzten zwei Namen verzieht sie unbewusst ihr Gesicht.
Vor dem Porträt der Fetten Dame angekommen drückt sie Lily kurz und begibt sich dann wieder auf den Weg zurück zu ihrem Gemeinschaftsraum.
Ihr Gang federt leicht. Sie ist glücklich, denn endlich hat sie die meisten Namen. Hätte sie gewusst, dass es so einfach wäre, wäre sie schon früher einfach zu Lily gegangen.
Elizabeth stellt sich ihr Apartment in London vor. Der kleine Kamin dessen Feuer nie erlischt, außer sie will es, ihre kleine Küche, mit dem riesigen Teeregal und natürlich ihr Wohnzimmer voller getrockneter Kräuter. Elizabeth freut sich darauf alles bald wieder zu sehen, aber am meisten freut sie sich darauf so weit weg wie möglich von der Zaubererwelt zu sein.
Auch wenn ihre Freude ein bisschen davon gedämpft wird, dass die Aufgabe die Dumbledore ihre gegeben hat so schnell und einfach zu lösen war. Jedoch lässt sie sich davon nicht stören und geht fröhlich ihren Weg weiter.
“Du bist so glücklich, dass es fast schon verdächtig ist.” ertönt die Stimme eines Jungen hinter ihr.
Elizabeth dreht sich um und erkennt Regulus, der seine Hände in den Taschen seines Umgangs vergraben hat. Sie wartet bis er zu ihr aufgeholt hat und setzt dann zu sprechen an.
“Warum? Darf ich etwa nicht gute Laune haben?”
Elizabeth grinst ihn schief an, bis sie an das denkt was sie gerade erfahren hat und es ihr fast verrutscht.
Sie richtet ihren Blick nach vorne, um ihn nicht anschauen zu müssen.
-Ob sein Bruder wohl davon weiß?-






Das Mädchen aus dem EisGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt