Ein Gespräch mit Dumbledore

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“Was habt ihr nach der Mittagspause?” fragt Lily die zwei Slytherins auf dem Weg zur großen Halle.
“Pflege magischer Geschöpfe.” Severus antwortet ihr und bei seinen Worten macht Elizabeths Herz Freudensprünge, denn sie liebt Pflege magischer Geschöpfe. Ihre Liebe zu den wunderbaren Geschöpfen, die diese Welt zu bieten hat, ist nicht in Worte zu fassen.
Gerne erinnert sie sich an die Zeit mit ihrem Crup zurück. Sie hatten ihn als Welpen in einer Box gefunden, die von Muggeln aufgestellt wurde. Sofort hatte er sie mit seinem süßen Hundeblick verzaubert und sie musste ihn einfach mitnehmen. Sie gab ihm den Namen Leopold und er lebte mit ihr die folgenden Jahre.
“Elizabeth?”
“Ja?”
“Hattest du mal ein Haustier?” fragt Lily
“Ich... Nein, eigentlich nicht. Meine Eltern mochten das nicht, wir hatten nur eine alte Eule, die aber mittlerweile schon tot ist. ”
“Oh, schade. Warum hast du dir keine Eule gekauft?”
“Weiß nicht. ” Elizabeth zuckt mit den Schultern.
“Wir müssen dir unbedingt ein Haustier kaufen. Eine Eule oder eine Katze oder was magst du am liebsten?”
“Äh, keine Ahnung. ”
“Du musst doch irgendwas bevorzugen? ”
“Naja, vielleicht ne Eule, damit ich was hab, das die Post austrägt. ”
- Nicht, dass Elizabeth viel schreiben würde. Sie hat ja nicht mal jemanden an den sie schreiben könnte. -
“Aber ich muss jetzt auch los, Dumbledore wollte, dass ich noch einmal in sein Büro komme. ”
“Was, du isst also nicht mit uns? ”
“Nein, aber ich komm nach, versprochen. ”
Elizabeth drückt Lily kurz, winkt Severus und geht dann in Richtung Dumbledores Büro.
Endlich steht sie vor dem alten Wasserspeier, der wie eh und je majestätisch den Eingang zu Büro des Schulleiters bewacht.
Sie hält inne, sie weiß das Passwort nicht.
“Na, toll”, fluchend schaut Elizabeth sich um, ob sie auch ja niemand sieht. Sie streckt ihre rechte Hand vor und berührt den Stein, als sie aber gerade ihre Hand drehen will, um den Mechanismus mit ihrer Magie zu betätigen, ertönt eine Stimme
“Na, na Elizabeth. Sie wollen doch nicht in mein Büro einbrechen. ” Erschrocken zuckt sie von der Wand zurück und hält ihre Hand abwehrbereit ihrem Gegner entgegen. Dumbledore muss bei ihrer Reaktion schmunzeln.
“Habe ich Sie erschreckt? ”
“Nein, ganz und gar nicht. ”
Sie verdreht die Augen bei seiner Frage und nimmt die Hand runter, schaut ihn dann aber abwartend an.
“Nenen Sie das Passwort noch irgendwann oder muss ich den Mechanismus mit meiner Magie einschalten? ”
“Immer mit der Ruhe Liebes, immer mit der Ruhe. ”
Dumbledore macht einen Schritt an ihr vorbei und sagt “Säuredrops.” Sofort bewegt sich der Wasserspeier zur Seite und gibt den Blick auf eine sich selbst aufwärts windende kleine Steintreppe frei.
Einladend bewegt Dumbledore seinen Arm und Elizabeth macht sich auf den Weg nach oben.
Vor der Tür zu seinem Büro bleibt sie kurz stehen, drückt dann aber die Türklinke runter und betritt den Raum. Dumbledore folgt ihr und setzt sich an seinen Schreibtisch und deutet ihr mit einer Handbewegung sich ihm gegenüber zu setzen. Elizabeths Blick landet auf Fawkes, welcher sich gerade das Gefieder putzt. Der erhabene Phönix ist eine Schönheit unter den Vögeln. Sie hat ihn schon öfters gesehen, doch noch nie war sie ihm so nahe gewesen. Plötzlich ertönt ein Ruf
“Aurelia! ”
Geschockt schauen Dumbledore und sie sich um.
Die Bilder, welche zuvor größtenteils leer waren, füllen sich nun mit Menschen, um zu sehen ob der unbekannte Rufer wirklich recht hatte. Alle Bilder schwatzen aufgeregt durcheinander, einige, weil sie nicht wissen, wer diese Aurelia sein soll, andere, weil sie sie nicht hier erwartet haben.
“RUHE! ”
Dumbledore schreit die Porträts an, augenblicklich schweigen sie.
“Warum macht ihr hier so einen Lärm?! ”
“Das weiß ich auch nicht, ” Armando Dippet, Dumbledores Vorgänger antwortet ihm
“doch Dilys hat aufeinmal 'Aurelia' gerufen und dann ist das Chaos hier ausgebrochen. ”
Der ehemalige Schulleiter scheint eindeutig verwirrt zu sein.
“Dilys, was sollte das?” Dumbledore wendet sich nun an die ältere Hexe
“Entschuldige aber, ich war so erfreut sie zu sehen. Nachdem Aurelia aufgehört hat im St. Mungos zu arbeiten, habe ich sie doch kaum noch gesehen. ”
Schuldbewusst senkt die Silberhaarige den Kopf.
“Wie hast du mich erkannt, Dilys? ” Elizabeth fragt ihre alte Freundin verwundert
“Ach, mein Kind deine Augen haben dich verraten. Egal wie sehr du dein Aussehen zu verändern versuchst, deine Augen werden immer die gleichen sein. Und ich werde dich immer an ihnen erkennen. ”
Die ehemalige Heilerin lächelt Elizabeth an.
“Es ist schön, dass du deine alte Freundin wieder hast Dilys, doch ist Aurelia zurzeit unter einem anderen Namen auf Hogwarts, das heißt sprecht sie nicht mit Aurelia Lennox an. Das gilt übrigens für alle.”
“Natürlich, wie nennst du dich denn zurzeit mein Kind? “
”Elizabeth, Dilys. “
”Ein schöner Name. Aber warum bist du hier? Du hast Hogwarts doch schon abgeschlossen? “
”Sie ist hier, weil ich sie brauche. Sie mischt sich unter die Schüler um herauszufinden, was Dunkles vor sich geht. “
”Also, soll sie das Dunkle finden von dem du immer zu redest. “ Armando mischt sich wieder ein und nur knapp kann sich Elizabeth ein- das Dunkle, das du auf die Schule hast lassen- verkneifen.
”Ja, genau. Wenn ihr uns jetzt also in Ruhe einige Sachen besprechen lasst.“ Die meisten Personen verlassen ihre Bilder wieder, eine der wenigen, die dableibt, ist Dilys Derwent.
”Also, was gibt es Professor? “
Elizabeth beginnt das Gespräch
”Also, ich hoffe es ist in Ordnung für Sie, dass ich Ihnen die Wahlfächer von Ihrer ersten Schulzeit gegeben hab. “
Zur Bestätigung nickt Elizabeth kurz. Es stört sie nicht Pflege magischer Geschöpfe und Alte Runen zu haben.
”Sie haben sich also mit Severus Snape und Lily Evans angefreundet.“
”Ja, ich habe sie auf der Zugfahrt kennengelernt. Aber Sie haben mich wohl nicht herbestellt, um über meine neu gefundenen Freunde zu sprechen. “
”Nein, das habe ich nicht. Ich wollte mit ihnen über das Kommende reden. Ich bin mir nicht sicher von wem das ausgehen könnte. Grindelwald kann es nicht sein, der sitzt immer noch in Nurmengrad. “
Bei dem Namen Grindelwald läuft Elizabeth ein kalter Schauder über den Rücken.
- Da sieht sie vor ihren Augen aufeinmal ein Bild von einem 16-jährigen verängstigten, schwarz haarigen Jungen neben einem Mann mit blonden Haaren und einem Grinsen auf den Gesicht. Das Bild wechselt, sie steht dem Jungen nun allein gegenüber, ein Schrei “DU LÜGST! ” Sie zieht scharf die Luft ein.- Dumbledore schaut sie mit Sorgen in den Augen an
“Alles in Ordnung? ”
“Ja,... ja mir geht es gut. ” Elizabeth schnauft, als wäre sie einen Marathon gelaufen. Dumbledore will sie nocheinmal nach ihrem Befinden fragen, doch sie unterbricht ihn
“Sie haben recht. Grindelwald kann es nicht sein. Was ist mit diesem Riddel? Der, wo Sie mich mal an die Schule rufen wollten, als Sie ihn verdächtigt haben die Kammer des Schreckens geöffnet zu haben. ”
“Sie erinnern sich daran. ”
“Natürlich, ich habe ja kein Gedächtnis aus Sand. ”
“Aber Sie haben recht, er hatte sich sehr für schwarze Magie interessiert.”
“Naja, wenn wir da nachgehen, wer sich für schwarze Magie interessiert, dann können wir halb Durmstrang auf die Liste setzen und mich gleich mit... ”
Dumbledore sieht sie fragend an. Jedes Mal wenn er mit ihr spricht, erfährt er etwas Neues über sie. Es ist, als wenn sie eine Person mit einem Universum an Geheimnis wäre.
“Ich dachte, Sie verabscheuen die schwarze Magie. ”
“Das stimmt nicht ganz, manche Zauber sind echt praktisch. Außerdem suche ich seit Jahren nach einem Zauber, der das hier ” sie bewegt ihre Hand vor ihrem Körper auf und ab “aufhebt. Und, weil man sowas höchstens in der schwarzen Magie findet, suche ich da. ”

Das Mädchen aus dem EisGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt