Dunkelheit.
Schuld.
Angst.
Furcht.
“DU LÜGST !”,
seit Elizabeth wieder der Zauberergesallschaft beiwohnt, geistern kaum zwei andere Wörter in ihrem Kopf herum.
“La peur est mauvaise conseillère. (Furcht ist ein schlechter Ratgeber.) ” Leise spricht Elizabeth diese fünf Worte ihrer Muttersprache, die ihr Vater immer zu sagen pflegte.
Sie lächelt.
Ihr Vater hat ihr immer Mut gemacht und es schien immer so, als hätte er für jede Situation den passenden Spruch auf Lager. Und auch jetzt verfehlen die Worte ihre Wirkung nicht.
Ein kurzer Blick aus dem Fenster genügt um zu erkennen, wie der See ein wenig heller wird, woraus man schließen kann, dass die Sonne am Aufgehen ist. Elizabeth erhebt sich leise aus ihrem Bett. Zum Glück knarzen die Dielen hier nicht, so kann sie sich beruhigt ins Bad schleichen, ohne eine ihrer Zimmergenossinnen zu wecken.
Sie schaut in den Spiegel. Die gleichen Augenringe wie gestern zeichnen ihr Gesicht, wenn auch nicht so schlimm. Sie fährt mit Zeige- und Mittelfinger über die Schatten und schon verblassen sie langsam.
-Warum tut sie sich das an? Die bisherigen drei Tage auf Hogwarts haben ihr gezeigt, dass sie nicht in diese Gesellschaft passt. Alle viel zu jung und naiv.
Sie hatte seit 40 Jahren nicht mehr so schlecht geschlafen. 40 Jahre, in denen sie sich so weit wie möglich von anderen Zauberern ferngehalten hat. Und kaum befindet sie sich ein paar Tage wieder in Gesellschaft ihresgleichen plagen Albträume sie.-
“Guten Morgen. ” Emma kommt durch die Tür, reibt sich die Augen und betrachtet Elizabeth, die sich im Spiegel anstarrt.
“Morgen. ”
“Wow, dafür, dass du gestern kaum aus den Federn zu kriegen warst bist du jetzt schon ganz schön munter. ” Emma tappt zum Waschbecken und spritzt sich kaltes Wasser ins Gesicht.
“Ich konnte nicht mehr schlafen ”, sagt Elizabeth und zuckt mit den Schultern, wobei sie sich immer noch im Spiegel ansieht.
Irgendetwas stört sie an ihrem Anblick. Nur weiß sie nicht was.
Da...!
Das darf doch nicht wahr sein!
Eine schwarze Haarsträne hat sich in ihre braune Mähne verirrt.
Elizabeth reißt die Augen auf. Ihr Zauber lässt nach!
Sie beobachtet Emma durch den Spiegel, die scheint noch nichts von der Haarsträne bemerkt zu haben, die da eindeutig nicht hingehört.
Plötzlich färbt sich eine weitere Sträne langsam schwarz.
“Zut ! (Mist) ” Elizabeth flucht leise.
Zum Glück hat Emma sie nicht gehört.
Hastig faltet Elizabeth die Hände.
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Das Mädchen aus dem Eis
FanfictionElizabeth Cave ist eine junge Frau, die in einem alten Buchladen arbeitet. Eines Tages bittet Dumbledore sie um Hilfe. Aber ihr Äußeres trügt, denn sie ist nicht wirklich 21 Jahre alt. Welches Geheimnis verbirgt sie? (Geschichte spielt in der Rumtre...
