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Cole zog mich unter den Wasserstrahl.
Das wenige was ich trug war binnen von Sekunden nass und klebte an meinem Körper. Seine Hände wanderten von meinen Hüften zu meinem Hintern und von dort wieder hinauf - er wirkte ruhelos.

"Du bist schön... Heiß... Und je länger ich versuche dem ganzen zu widerstehen desto verführerischer wird es.", säuselte er nah an meinem Ohr. Er wusste mit Worten umzugehen doch gerade wollte ich nicht, daß er redete. Ich wollte dem Druck und der Lust nachgeben und wenn es auch nur für heute Nacht war.

Viel zu lange hatte ich alle Männer abgewimmelt und nach nur kurzer Zeit wusste ich, daß mein Vibrator nicht mehr lange ausreichen würde... Jetzt war es so weit.

Ich eroberte Cole's Lippen.
Das stöhnen aus seinem Mund drang direkt zu mir durch, ließ mich ebenfalls leise aufstöhnen. Cole zog die Körbchen meines Bh's herunter, leckte und saugte die zarte Haut meiner Brüste, verwöhnte beide gleichermaßen, ehe er auf die Knie sank.
Er sah zu mir hoch.

Hier, inmitten der Dusche, klatschnass und bereit, wirkte er wie ein wildes Tier, hievte ein Bein von mir auf seine Schulter und biss sich entlang meiner Mitte.
Mit einem kräftigen Ruck zog er mein Höschen zur Seite und vergrub sofort sein Gesicht zwischen meinen Beinen. Als ich dann noch seine Zunge zwischen meinen Lippen entlang gleiten spürte war es vorbei.
Ich griff an seinen Kopf, drückte ihn dagegen und genoss das Zungenspiel von ihm - so sehr, daß ich kurz darauf auf seiner Zunge kam.

"Du schmeckst gut... Besser als ich dachte.", murmelte er als er wieder auf die Beine kam. Er nahm meinen Mund, meine Zunge in Beschlag, gab mir so eine Kostprobe meines eigenen Geschmacks. Es war verrückt, sexy... Aber vor allem war es die Luft so erotisch aufgeladen, das ich zweifelte ob all das, was ich vorher mit meinem Ex hatte überhaupt der Gipfel war.

Ich glaubte mit Cole andere Sphären erreichen zu können. Intensiver, härter, schneller - wilder, freier.

Uns störte nicht wo wir waren. Keiner verschwendendete daran einen Gedanken. Cole drehte mich mit den Gesicht zu den Fliesen und dann hörte ich, wie er seine Hose öffnete. Ich wartete begierig darauf das er in mich eindrang, mich nahm, doch er ließ sich Zeit. Viel zu lange für meinen Geschmack.

Als er sich dann aber gegen meinen Hintern drückte, riss ich die Augen auf. Ich war nicht prüde, aber DAS hatte ich bisher noch nie gemacht.

Eddie hatte nie versucht anal mit mir Sex zu haben. Für ihn gab es nicht viel mehr als die Missionarsstellung und hier und da einen Handjob. Er sagte immer er sei einfach gestrickt, aber im Nachhinein dachte ich, daß er mich nur nicht als würdig ansah, sich auszutoben - deshalb ging er dann ja auch fremd.

Ich brauchte nichts zu Cole zu sagen. Er merkte das ich verkrampft wirkte... Er massierte meine Schultern, fuhr dann weiter hinunter bis er sein Ziel erreicht hatte und begann damit meinen Körper so zu positionieren, wie er es am besten fand.

"Keine Angst... Ich werd langsam machen.", flüsterte er hinter mir. Ich hörte es kaum, weil das Wasser immer noch lief.

Mein Körper spannte sich erneut an als ich seine Finger an meinem Loch spürte. Auch hier massierte er mich, ging sachte und langsam vor und ließ schließlich einen Finger in mich hinein rutschen. Das Gefühl war seltsam und irgendwie hatte mein Kopf die ersten paar Sekunden nur den Wunsch zu flüchten, doch je mehr er seinen Finger hinein steckte und hinaus zog, desto mehr gewöhnte ich mich daran.

Es folgte ein weiterer Finger, um mich zu dehnen. Das Gefühl war allmählich überwältigend.

Dann spürte ich die Spitze seines Schwanzes. Das heiße Wasser um uns herum half meinem Körper sich etwas zu entspannen und Cole's Fürsorge und Vorarbeit ermöglichten ihm ein leichtes und sanftes eindringen. Er gab mir Zeit, blieb ganz ruhig stehen. Er wollte das ich mich daran gewöhnen konnte.

Eine Hand an meiner Hüfte und die andere zwischen meinen Beinen, direkt über meinem Kitzler genügten um mich in den Wahnsinn zu treiben. Er glitt hinaus und stieß wieder hinein, penetrierte meinen Kitzler und ließ mich fast schreien, als ich erneut kam. Das auch er Erlösung fand bekam ich nur am Rande mit und hätte er mich nicht fest gehalten, wäre ich gewiss umgekippt, so schwach war ich auf den Beinen.

"Das würde ich gerne wiederholen... Wenn du mich lässt.", knurrte er als er aus mir heraus glitt.

Etwas zwischen uns hatte sich definitiv verändert, dachte ich.

-

Unauffällig verließen wir den Personalraum und überblickten den Club.
Die Gäste waren fort und zurück blieben nur die Security, Agatha und Egsy.

Egsy schwelgte dermaßen im Glück, zählte die Geldscheine vor sich und pfiff fröhlich. Agatha reinigte die Bar und die Security überprüften ob auch wirklich alle Gäste fort waren. Niemand schien bemerkt zu haben das ich mit Cole verschwunden war.

"DAS war fast schon purer Sex, Leute! Auf der Tanzfläche! Die Leute sind reihenweise durchgedreht, aber im positiven Sinn. Ich glaube ich setze euch künftig immer zusammen ein. Oder ich erweitere die Reihe der Tänzer!", schwärmte Egsy und machte sich nicht mal die Mühe uns anzusehen. "Achja, bevor ich es vergesse. Cole, draußen wartet deine Freundin."

Meine gute Laune sank in den Keller. Langsam drehte ich den Kopf in Cole's Richtung. Er war kreidebleich und sagte nichts. Er traute sich nicht einmal mich anzusehen.

-

Cole bewegte sich schnell, um sich vor mich zu stellen. Er wollte mich aufhalten hinaus zu gehen.

"Sam, warte. Ich kann das erklären, okay? Es ist nicht so...."

"Wie es aussieht, ja?", vervollständigte ich seinen Satz und brachte ihn so zum schweigen. Ich ließ ihn links liegen und trat hinaus. Ich sah mich um, doch da war niemand. Hier war keine Menschenseele.

Egsy hatte ihn reingelegt. Wieso? Keine Ahnung. Aber offenbar wusste Egsy mehr als ich... Und er machte sich das Wissen zunutze.

Cole's erleichtertes ausatmen jedoch trieb meine Aggressionen in ungeahnte Höhen. Ich fuhr zu ihm herum und sah ihn an.

"Du hast verschwiegen jemanden zu haben. Und du hattest Sex mit mir. Du hast sie betrogen.", zischte ich.

Erklärend hob er die Hände... Doch ich wollte nichts mehr hören. Für mich war dieser Mann ab sofort gestorben.

Sam Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt