Kapitel 1

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~Aria

Daniel und ich waren heute shoppen, ich weiß ganz genau, dass es ihm keinen Spaß gemacht hat, aber es war einfach zu lustig ihn immer wieder dabei zu erwischen wie er genervt die Augen verdreht und trotzdem mir zuliebe stundenlang durch die Stadt gegangen ist um mit mir ein geeignetes Outfit für die Party heute Abend zu finden. Ich gehe mit meinen besten Freundinnen Nele und Becky hin und Daniel kommt mit Adrian (englisch aussprechen) und Samuel (englisch aussprechen). Es wird bestimmt total lustig und noch dazu weiß ich von Becky, dass auch Damien (englisch aussprechen) kommen wird und naja wie soll ich sagen, ich stehe einfach schon seit fast einen Jahr auf ihn. Eigentlich war ich nie schüchtern und ich bin es auch nach wie vor nicht, aber bei ihm trau ich mich einfach nichts. Ich werde dann immer so verlegen, fange an zu stottern und bringe teilweise kein Wort heraus, wenn er mit mir redet. Ich meine er sieht ja auch echt gut aus. Damian ist 19 Jahre alt, hat schwarze Haare und ist sowas wie der Bad Boy unserer Schule. Ich muss aber zugeben, dass mein bester Freund Daniel auch ziemlich viel zu sagen hat an unserer Schule, er ist jetzt in seinem letzten Jahr und ich bin eine Stufe unter ihm. Dadurch, dass er einmal sitzen geblieben ist muss er jetzt sein letztes Jahr wiederhohlen. Deswegen ist er auch der älteste in seiner Klasse, wobei ich in meiner die jüngste bin. Mit meinen 18 Jahren bin ich ein oder zwei Jahre jünger als die anderen, aber das liegt daran, dass ich gerade noch in diese Klasse gekommen bin. Ich freue mich immer total wenn ich Daniel in der Schule treffe, ich meine mit ihm kann man echt jeden Quatsch machen und er ist echt für alles offen. Er hört mir immer zu egal was ist und ich kann ihn auch mitten in der Nacht anrufen, er holt mich immer sofort ab und nimmt sich Zeit für mich. Einmal habe ich ihn sogar um 3 Uhr in der Früh angerufen, weil es mir nicht gut ging, man hat genau gehört, dass er schon geschlafen hat und dennoch ist er 5min nach meinen Anruf auf meinem Balkon gestanden und war für mich da. Ihr müsst wissen, vor meinen Zimmer steht eine alte Eiche und Daniel klettert schon seit wir klein sind immer daran hoch um zu mir zu kommen. Ich meine warum den durch die Haustür gehen wenn man es auch so machen kann. Aber so ist er eben, er ist immer locker drauf und wenn ich bei ihm bin, habe ich einfach immer etwas zu lachen.

Auch das heute beweist mir wieder, wie wertvoll unsere Freundschaft ist, welcher Junge würde sonst mit mir shoppen gehen, wenn meine besten Freundinnen keine Zeit für mich haben? Wahrscheinlich keiner, aber deswegen habe ich ja Daniel. Außerdem habe ich ihm auch etwas für die Party ausgesucht und es passt sogar zu meinem Outfit. Ich trage ein rotes Kleid, dass ab der Taille etwas weiter ist und für ihn habe ich eine schwarze Hose, eine schwarzes Tanktop und dazu ein rot-schwarz kariertes Hemd ausgesucht. Dann sind wir irgendwie im Partnerlook, aber das find ich eigentlich ganz cool. Daniel hat mich gerade vor meinem Haus abgesetzt, da Nele und Becky später noch zu mir kommen, damit wir uns gemeinsam fertig machen können. Ich gebe ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und steige dann aus. „Tschüss wir sehen uns später auf der Party", sage ich noch winkend, bevor ich ins Haus gehe. „Aria bist du das?", höre ich meine Mutter aus der Küche fragen. „Nein Mum, es ist ein Einbrecher der die Tür benutzt", rufe ich lachend zurück. Sie kommt aus der Küche, trocknet sich die Hände an einem Geschirrtuch ab und sagt dann, dass das Essen gleich fertig sei. Super endlich, ich hab schon einen riesen Hunger und so wie ich meine Mum kenne schmeckt es sicher wieder toll. Ich setze mich an den bereits gedeckten Tisch und frage sie, wann Dad nachhause kommen wird. Gerade als sie mir antworten will, höre ich wie die Haustür aufgeht und mein Dad quer durchs Haus schreit: „Ich bin zuhause." Als er die Küche betritt, geht er als erstes zu meiner Mutter und gibt ihr einen Kuss, danach begrüßt er mich ebenfalls und stellt sich dann wieder neben meine Mum. Manchmal sind die zwei wie Teenager, aber in einer Zeit in der sich immer mehr Eltern scheiden lassen, ist es mir lieber meine Eltern verhalten sich wie zwei liebeskranke Teenager, als dass sie sich die ganze Zeit streiten. Kurz darauf sitzen wir alle gemeinsam rund um unseren Esstisch und unterhalten uns. Ich muss mich jedoch etwas früher als normalerweise verabschieden, da ich noch duschen möchte bevor Nele und Becky zu mir kommen. Die Party heute wird sicher toll.


Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt