Kapitel 17

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~Daniel

Ich sitze in meinem Zimmer und blase Trübsal. Becky hat vorhin angerufen und mir die „tolle" Nachricht mitgeteilt. Man bemerke meinen Sarkasmus. Aria ist jetzt also wirklich mit Damian zusammen, ich dachte echt das sie mich vielleicht auch mögen würde, in mir nicht nur den besten Freund sehen würde, aber naja so wie es aussieht bin ich ihr wohl eher egal. Sie zieht Damian mir vor, ich meine Aria ist bewusst wie ich zu Damian stehe und trotzdem ist sie jetzt seine Freundin. Ich weiß wir reden momentan nicht, aber ich will nicht das er ihr wehtut und bei Damian kommt es zwangsläufig auf sowas hinaus. Ich schaff das so einfach nicht mehr, wenigstens weiß ich das ich mich auf meine Kumpels verlassen kann, ich kann mit ihnen darüber reden und dadurch das Becky und Samu ja eigentlich auch zusammen sind, weiß er immer ziemlich viel über Aria. Naja Becky erzählt es mir ja auch, aber ich weiß nicht ob sie alles sagt oder doch noch was zurückhält. So wie ich sie in der letzten Zeit kennengelernt habe, will sie nur mein Bestes und verheimlich deswegen so manche Kleinigkeiten vor mir um mich nicht zu verletzen.

Ich würde am liebsten zu Aria hingehen und sie schütteln bis sie wieder zu Verstand kommt. Aber wie soll ich ihr klar machen, dass Damian nicht gut für sie ist? Sie hat es mir nicht geglaubt als ich noch ihr bester Freund war also wird sie es mir auch nicht glauben, wenn ich deshalb unsere Funkstille unterbreche. Sie wird glauben, dass ich das alles nur sage weil ich Damian nicht leider kann, aber wieso sieht sie nicht ein das der einzige Grund für meinen Wiederwillen die Tatsache ist das ich nur ihr Bestes will?

Meine Laune verschlechtert sich zunehmend und eigentlich will ich diesen Gefühlen doch nur entfliehen. Ich will nicht ständig daran denken müssen was Damian womöglich anstellt und wie ich Aria beschützen kann. Nach kurzem Überlegen beschließe ich Samu und Adrian anzurufen und sie zu fragen ob wir noch was trinken gehen. Die zwei stimmen natürlich sofort zu, da sie wissen in welcher Lage ich mich momentan befinde. Ich kann mich eben auf meine Kumpels verlassen, wenigstens das ist mir geblieben. Wir treffen uns eine halbe Stunde später vor unserer Stammkneipe und als wir drinnen sind bestellen wir uns alle erst einmal ein Bier. Damit setzen wir uns gemeinsam an einen Tisch und die zwei schauen mich erwartungsvoll an. „Was?" frage ich etwas genervt. „Nicht, wir dachten nur, dass du sicher einen Plan hast wie wir Damian von Aria wegbekommen", sagt Adrian mit einem leichten Anflug von einem Grinsen in seinem Gesicht. Die zwei dachten also das wir hier sind um Pläne zu schmieden. Naja ich will sie mal nicht enttäuschen, vielleicht gelingt es mir ja mit ihrer Hilfe Aria zu beschützen. Sofort fühle ich mich wieder wie 12. Damals haben wir uns auch immer getroffen und die wahnwitzigsten Pläne geschmiedet um irgendetwas anzustellen. Meistens sind wir auch damit durchgekommen, weil uns eigentlich fast nie jemand auf die Schliche gekommen ist.

Samu macht den Vorschlag, dass wir Damian zu dritt zur Rede stellen sollen und wir gemeinsam vielleicht mehr erreichen könnten als ich alleine. Könnte sein das er damit Recht hat, aber ich bin mir nicht sicher, mit Damian lässt sich doch sowieso nicht vernünftig reden also was soll das alles für einen Sinn machen? Adrian ist meiner Meinung und denkt auch das Damian sowieso nicht normal mit uns reden würde und schlägt vor, dass wir erst einmal nichts unternehmen und einfach abwarten was er vorhat um dann einzugreifen. Dieser Vorschlag gefällt mir irgendwie, aber andererseits habe ich dabei auch ein mulmiges Gefühl, weil ich eigentlich nicht warten will bis Aria was passiert um erst dann einzugreifen. Außerdem bin ich doch kein solcher verrückter Stalker der sie die ganze Zeit beobachtet nur um auf den richtigen Moment zu warten. Da wir keine weiteren sinnvollen Ideen haben, sagt Samu schließlich mit einem sarkastischen Unterton: „Wie wäre es, wenn wir einfach gar nicht unternehmen? So übel ist Damian nun auch nicht." Danach fängt er lauthals an zu lachen. Kurz schauen Adrian und ich uns verdutzt an, stimmen dann aber in sein Lachen mit ein.

Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt