Kapitel 3

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~Daniel

Ich bin gerade mit Samu und Adrian auf der Party angekommen und schon begegnen wir der Schulschlampe höchstpersönlich – Kelsey. Mann dieses Mädchen ist so anstrengend, ständig macht sie sich an mich ran, aber ich hab ihr schon mehrmals deutlich klar gemacht, dass aus uns nichts werden wird. Ich hab einmal auf einer Party mit ihr rumgemacht, als ich total betrunken war, aber für mich hat das nichts bedeutet und sie bildet sich jetzt etwas darauf ein. Ich habe ihr zwar erklärt was Sache ist, aber so wie es aussieht will Kelsey es nicht einsehen. Heute hat sie eine kurze Lederhotpants und ein bauchfreies Top an. Meiner Meinung nach alles viel zu eng und viel zu kurz, man sieht ihr richtig an, dass sie es nötig hat und dass man sie leicht kriegen könnte. Sowas ist einfach der totale Abturner (?) bei Mädchen. Als wir sie erfolgreich hinter uns gelassen haben, sehe ich schon Aria. Sie steht mitten im Raum und obwohl sie mit dem Rücken zu mir steht erkenne ich sie. Ihre langen blonden Locken hängen ihr über die Schultern und sie hat das rote Kleid an, dass sie sie sich heute gekauft hat. Ich gehe leise auf sie zu und als ich nahe genug dran bin, lege ich meine Arme um ihre Hüfte, hebe sie hoch und drehe sie im Kreis. Sie kreischt kurz auf und will mir schon eine verpassen, als sie sich umdreht und mein Gesicht erblickt fängt sie aber an zu lachen und schlägt mir nur spielerisch auf die Schulter. „Erschreck mich doch nicht so", gibt sie immer noch lachend von sich. Ich grinse sie nur schelmisch an und sage ihr dann, dass sie in dem Kleid echt toll aussieht. Als sie das Kompliment zurückgibt sage ich: „Ich hatte ja auch die beste Beraterin bei der Auswahl." Kurz stehen wir noch so da, doch dann kommen auf einmal wie aus dem Nichts Becky und Nele und ziehen Aria unter lautem Gekreische, dass das ihr Lieblingssong sei, mit auf die Tanzfläche. Und so schnell stehe ich alleine da, doch das bleibt nicht lange so, Samu kommt auf mich zu und während wir uns unterhalten schaut er immer wieder zu den Mädchen rüber. „Mann sprich sie doch endlich an", sage ich. „Was..was meinst du?" fragt er mich verlegen. „Ich sehe doch, wie du Becky immer ansiehst wenn sie in der Nähe ist", antworte ich mit einem wissenden Ausdruck auf dem Gesicht. Verlegen kratzt er sich am Hinterkopf und murmelt nur eine unverständliche Antwort, dass es doch gar nicht wahr sei. Lachend lasse ich ihn stehen und mache mich auf den Weg zur Bar. Dort hole ich mir ein Bier und als ich mich gerade umdrehen will, werde ich leicht angerempelt. Schnell drehe ich mich um und funkle die Person wütend an, da mir die Hälfte von meinem Bier in diesem Moment über mein Hemd rinnt. Damian grinst mich an und nuschelt eine falsche Entschuldigung. Mann wie ich diesen Kerl nicht ausstehen kann, er ist einfach so falsch und nützt die Leute immer nur zu seinem Vorteil aus. Als ich an ihm vorbeigehe remple ich an seiner Schulter an und schaue ihn noch einmal verachtend in die Augen, bevor ich endgültig wieder zu meinen Freunden gehe.

„Alter ich dachte du haust dem gleich eine rein", sagt Adrian als ich zu ihm und Oliver gehe. Grinsend verneine ich und sage Oliver dann, dass es eine tolle Party wäre. „Naja man muss es ja feiern, wenn die Eltern nicht da sind" gibt er grinsend zurück. „Haha ja gut, dass das bei dir so oft vorkommt, wo sollten wir sonst unsere Partys veranstalten?" sage ich lachend. Wir unterhalten uns noch eine Weile über ein paar unwichtige Dinge. Danach entschuldige ich mich, weil ich auf die Toilette muss. „Du weißt ja wo", sagt Oliver als ich gerade davon gehen will. Ich grinse ihn nur kurz an und gehe dann weiter. Da hier unten sicher wieder besetzt ist, mache ich mich gleich auf den Weg nach oben. Ich gehe den langen Flur entlang und als ich endlich beim Badezimmer ankomme und hineingehen will kommt Kelsey betrunken herausgetorkelt. Als sie mich sieht schmeißt sie sich mir an den Hals und nuschelt irgendwas davon, dass sie mich lieben würde und dass ich ihr doch eine Chance geben solle. Angewidert stoße ich sie leicht von mir weg, das wiederrum bringt sie aber zum Schwanken und so fällt sie auf die Knie. Sie bleibt in dieser Position und ich glaube schon, dass sie anfangen wird zu kotzen, doch dann kippt sie einfach nur leicht nach hinten und ich glaube schon, dass sie eingeschlafen ist. Seufzend gebe ich meinem Gewissen nach und helfe ihr nach einem kurzen Rütteln auf die Beine. Sie macht die Augen auf und lächelt mich an, danach schließt sie sie aber sofort wieder. Gott sei Dank weiß ich wo das Gästezimmer von Oliver ist. Ich stütze Kelsey und halb trage ich sie mit mir mit. Danach stoße ich die Tür mit meinem Fuß auf und lege sie aufs Bett. Kurz schaue ich sie an und denke mir was aus ihr geworden ist, ich kenne sie noch aus der Grundschule und da war sie immer eher unscheinbar. Heute ist sie, auch wenn es hart klingt, sowas wie die Schulschlampe. Irgendwie tut sie mir leid, aber eigentlich ist sie ja selbst schuld. Mit diesen Gedanken gehe ich wieder hinaus und schließe langsam die Tür hinter mir. Danach mache ich mich wieder auf den Weg zur Party und gehe zu meinen Freunden.


Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt