Kapitel 25 - Teil 2

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~Aria

Dann fange ich zögernd an zu erzählen: „Also als erstes musst du mir versprechen, dass du mich zu Ende erzählen lässt und nicht voreilig etwas unternimmst ok?" Er nickt.

„Gut, also ich naja ich war gestern mit Damian verabredet und dann sind wir noch zu ihm. Wir haben einen Film geschaut und dann hat er angefangen mich zu küssen." Ich merke wie sich Daniel neben mir anspannt. „Auf jeden Fall hab ich dann zwar mitgemacht, aber als er mehr wollte, hab ich aufgehört. Ich hab zu ihm gesagt, dass ich das noch nicht möchte und er hat dann gemeint, dass ich mich ihm nicht ewig verweigern könne und er auch Bedürfnisse hätte. Dann hat er mir den Mund zugehalten, meinen Hals geküsst und mir die Beine auseinander gedrückt. Ich hab versucht mich zu währen, aber es war so schwer - er war so stark. Dann als er kurz nicht aufgepasst hat, habe ich ihm mein Knie zwischen die Beine gerammt und dann bin ich schnell aufgestanden und bin geflohen. Es war schrecklich und ich wollte einfach nur da raus, deswegen hatte ich auch keine Schuhe und keine Jacke an, ich hatte keine Zeit und Daniel ich hab einfach Angst. Was ist wenn er das noch einmal versucht? Ich weiß nicht, was ich dann tun soll." Ich merke wie mir die Tränen an meinen Wangen hinunterlaufen und Daniel neben mir starrt einfach nur geradeaus. Ich kann in seinen Augen sehen, dass er in sich drinnen total tobt, aber wahrscheinlich will er mir so einen Wutausbruch ersparen. „Dieser Wichser. Dieses kleine, miese Arschloch. Ich mach ihn fertig", presst er leise durch seine fast geschlossenen Lippen.

„Nein nicht Daniel, das bringt dich nur in Schwierigkeiten, ich bin einfach froh, dass ich da jetzt raus bin. Er wird schon nichts mehr machen. Also bitte lass es ok?" sage ich leicht verzweifelt. Er fährt zu mir herum und sieht mir mit funkelnden Augen ins Gesicht: „Er hat dir wehgetan Aria. Verstehst du nicht, keiner darf dir wehtun. Ich werde nicht zulassen, dass er damit durchkommt" sagt er mit einer bedrohlichen Stimme. Ich will nicht, dass er etwas macht, sonst kommt er nur in Schwierigkeiten und dafür will ich nicht verantwortlich sein.

„Daniel. Lass es ok? Bitte, tu es für mich. Ich will wirklich nicht, dass dir etwas passiert. Du hast mich bereits gerettet, jetzt ist alles wieder gut. Ich hab mit ihm Schluss gemacht und er wird mir sicher nicht mehr zu nahe kommen ok?" versuche ich ihn zu überzeugen. Ich weiß selbst, dass ich auch mich damit überzeugen will. Ich hab einfach Angst vor Damian und deswegen muss ich mir auch irgendwie selbst einreden, dass er es nicht noch einmal versuchen wird. Das er mir nicht noch einmal zu nahe kommen wird. Daniel sieht nicht überzeugt aus und ich kann die Wut in seinen Augen sehen. Er springt auf und schreit: „Verdammt Aria, er hat dir wehgetan. Damit kann er einfach nicht ungestraft durchkommen! Ich muss etwas tun." Während er das schreit, geht er im Raum hin und her, er bleibt vor der Wand stehen und schlägt einmal kräftig zu. Ein kleiner Aufschrei entfährt mir und sofort stürze ich mich nach vorne zu Daniel. Er zieht seine, nun mit Putz verdreckte, Hand aus dem entstandenen Loch und ich sehe, wie das Blut aus seinen Knöcheln tritt. „Du bist so bescheuert. Setz dich auf dein Bett und warte hier", sage ich leise zu ihm. Wie paralysiert folgt er meinen Anweisungen, während ich in sein Bad husche. Ich krame kurz in seinen Schränken und finde schließlich das kleine Verbandskästchen. Dann tränke ich sein Handtuch mit Wasser, wringe ich wieder etwas aus und kehre in sein Zimmer zurück. Ich knie mich vor ihn hin, nehme seine Hand in meine und fange langsam an, den Dreck mit dem Handtuch hinunter zu tupfen. Dann nehme ich das Desinfektionsspray und gebe auch das darauf. Danach noch eine Heilsalbe und zum Schluss mache ich noch einen Verband um alles, damit kein neuer Dreck hineinkommt. Daniel sieht mir die ganze Zeit still zu und ich kann sehen, wie die Wut in ihm langsam verraucht. Ich hoffe wirklich, dass er nichts dummes macht:






Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt