Kapitel 44

1.2K 70 0
                                        

~Daniel

Ich warte noch kurz hinter dem Haus, vorne höre ich noch immer die Stimmen der Polizisten wie sie sich leise unterhalten. Also machen die schon mal nichts. Jemand muss Aria retten. Als ich um das Haus herumgehe, schaue ich mich um, ob es für mich irgendeine Möglichkeit gibt hinein zu kommen. Hinter dem Haus angekommen, sehe ich ein kleines Fenster rechts am Haus. Schnell überprüfe ich ob es verschlossen ist – es lässt sich nicht öffnen. Was soll ich jetzt machen? „Lass mich in Ruhe!", höre ich jemandem im Haus schreien. Das war Aria! Ich muss da rein, mir egal wie aber ich muss einfach. Suchend blicke ich mich um, ein paar Meter weiter links liegt ein faustgroßer Stein. Kurzentschlossen nehme ich in mir und schlage damit die Scheibe ein. Mit einem lauten Krachen fliegen die unzähligen kleinen Scherben auf den Boden. Vorsichtig klettere ich hinein und schaue mich kurz um. Ich stehe in einem etwas schäbig eingerichteten Wohnzimmer, die Couch sieht ziemlich alt aus und ein modriger Geruch hängt in der Luft. An der Wand steht ein riesiges Regal mit jede Menge alten Büchern darin. Schleichend mache ich mich auf den Weg in den nächsten Raum, gerade als ich durch die nächste Tür rechts von mir gehen will, höre ich ein lautes Rumpeln. Blitzschnell drehe ich mich um, aber da ist niemand, also kam es aus einem der Räume. Ich spähe vorsichtig in den ersten hinein – leer. Dann mache ich mich auf den Weg zum nächsten.

Ganz leise öffne ich die Tür einen Spalt breit und was ich sehe verschlägt mir kurz die Sprache. In der Mitte des Raumes sitzt Aria, gefesselt auf einem Stuhl. Damian hat ihr einen Knebel in den Mund gedrückt. Ihre Haare sind ganz zerzaust und sie sieht ängstlich zur Tür. Als sie mich sieht steht ihr zuerst Verwirrung ins Gesicht geschrieben, aber das ändert sich schnell. Ich laufe zu ihr und sage: „Aria, oh mein Gott, geht's dir gut? Endlich hab ich dich gefunden, deine Eltern sind auch draußen, wir waren alle krank vor Sorge." Während ich das sage, versuche ich den Knebel aus ihrem Mund zu befreien. Als ich fast so weit bin, wird Aria unruhig, sie versucht etwas zu sagen. „Warte kurz Schatz, ich hab es gleich", sage ich. Gerade als mir ein leises „Geschafft" über die Lippen kommt, spüre ich einen harten Schlag in den Rücken. Ich falle auf meine Knie und ein leises Stöhnen entfährt mir. Kurz ist mir schwarz vor Augen, aber dann drehe ich mich um. Damian steht über mir und grinst mich böse an. „Soso was haben wir denn da? Der große Retter will Aria befreien. Das wird dir aber nicht gelingen, ich hab es schon einmal gesagt und ich sage es gerne nochmal. Wenn ich sie nicht haben kann, soll sie keiner haben", sagt Damian. Ich kämpfe mich auf meine Beine und stehe ihm gegenüber: „Dann musst du aber an mir vorbei." Immer noch grinsend kommt er einen Schritt auf mich zu und im nächsten Moment fliegen auch schon die Fäuste, während Aria neben uns, immer noch an den Stuhl gefesselt, schreit, dass wir aufhören sollen. Ich lande einen Schlag auf sein Kiefer, aber er trifft mich im nächsten Moment schon so hart in den Bauch, dass mir kurz die Luft wegbleibt. Es geht um Aria, ich muss das schaffen. Als ich gerade die Überhand gewinne und noch einige Treffer auf sein Kiefer gelandet habe, sehe ich auf einmal etwas aufblitzen. Im nächsten Moment sehe ich nur noch schwarz. Meine Hände fahren zu meinem Bauch und werden sofort in meinem Blut getränkt. Stöhnend sacke ich in mir zusammen, während ich mir immer noch meinen Bauch halte. Ich höre Damian lachen und schaue zu ihm auf. Meine Sicht ist etwas verschwommen, aber das Messer in seiner Hand kann ich noch sehen.

Langsam geht er auf Aria zu, ich muss zu ihr, muss ihr helfen. Als ich versuche aufzustehen, durchzuckt mich der Schmerz, mir wird schwarz vor Augen und ich bleibe am Boden liegen. Ich spüre nichts mehr um mich herum, er soll Aria in Ruhe lassen. Er darf ihr nichts antun. Nur ein Gedanke, ist in meinem Kopf präsent – ich habe versagt. Vergib mir Aria, ich wollte dich doch nur retten.


Authors note:
Hey Leute :)
Nach diesem Kapitel kommen noch 1-2 weitere und dann ist die Geschichte zu Ende. Wollte mich mal bei euch allen bedanken. Finde es immer toll zu sehen, dass Leute meine Geschichte auch wirklich lesen wollen. :)
Wenn jemand Ideen, Wünsche oder Anregungen für eine weitere Geschichte haben, lasst es mich wissen. :)


Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt