Kapitel 34

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~Adrian

Scheiße, was soll ich nur tun? Langsam wird mir klar, dass ich wohl wirklich was für Nele empfinde, aber das ist so falsch, ich meine sie hat einen Freund. Ich will doch nur, dass sie glücklich ist. Am besten wäre es natürlich, wenn sie das mit mir wäre, aber so wie es aussieht mag sie ihren Freund wirklich und der kommt ja sowieso bald wieder zurück. Ich werde einfach so tun müssen, als ob nichts ist, damit keiner Verdacht schöpft. Wir sind alle in der gleichen Clique und das würde nur Probleme hervorrufen. Wenn ich Nele nicht haben kann, muss ich mich eben anders ablenken...

~Aria

Als ich am Morgen aufwache und mich aufsetzen will, merke ich sofort, dass etwas Schweres auf meiner Hüfte liegt, was mich nach unten drückt. Ich spähe vorsichtig nach unten und entdecke Daniels Hand. Sofort muss ich wieder anfangen zu lächeln, als ich seinen vertrauten Duft einatme. Ich schmiege mich nochmal an ihn und döse ein wenig vor mich hin. Daniel gibt ein Seufzen von sich und zieht mich während er schläft noch näher an sich. Wie süß ist das denn? Sogar wenn er schläft, will er mich noch näher bei ihm haben. Ich bleibe noch etwa eine halbe Stunde so liegen, aber dann wird mir langweilig und ich beschließe doch aufzustehen. Daniels Hand, die nach wie vor um mich geschlungen ist, macht mir die Sache aber ziemlich schwer. Also drehe ich mich um, um ihn ins Gesicht schauen zu können. Er sieht so süß aus wenn er schläft, so friedlich und zufrieden. Fast tut es mir Leid dieses Bild zerstören zu müssen, aber naja was solls, das werde ich ja jetzt hoffentlich noch öfters sehen. Ich gebe ihm einen kurzen Kuss auf die Wange, er grummelt leicht. Also gebe ich ihm noch einen Kuss auf die andere Wange. Jetzt lächelt er. Daniel ist also wach, naja spielen wir mal mit. Ich beuge mich vor und gebe will ihn einen kurzen Kuss auf den Mund geben, aber als sich unsere Lippen treffen, zieht er mich nur fester an mich und vertieft unseren Kuss. Er zieht mich auf sich und so liegen wir da. Als ich mich kurze Zeit später, schwer atmend von ihm löse, grinst er mich verschmitzt an. Er sieht gerade so heiß aus, seine Augen sind noch ein bisschen zugekniffen, weil er sich erst an das Licht gewöhnen muss, seine Haare sind völlig durcheinander vom Schlafen und seine Lippen umspielt dieses Grinsen, das ich so sehr liebe. „Eigentlich wollte ich dich nur kurz wecken und nicht gleich wieder rumknutschen", sage ich lachend. Mit rauer Stimme antwortet er: „Naja wenn du sowas machst, dann kann ich eben nicht anders." Mir entfährt ein leises „Idiot", woraufhin er mich mit einer schnellen Drehung umdreht und er jetzt auf mir sitzt.

Langsam beugt er sich zu mir herunter und mein Herz beginnt schon wieder rasend schnell zu klopfen. „Was hast du gesagt?" fragt er mich ganz leise. Etwas kleinlaut gebe ich „Nichts" von mir, bevor ich schon wieder keinen Ton herausbekomme. Er beugt sich zu mir, immer noch mit diesem Grinsen im Gesicht, langsam küsst er meine Wange und wandert dann zu meinem Hals hinunter. Scharf ziehe ich die Luft ein und ich spüre wie sich meine Wangen schon wieder rot verfärben. Er küsst mich jetzt an meinem Schlüsselbein und die Schmetterlinge in meinem Bauch spielen verrückt. Er kommt wieder hoch und gibt mir noch einen kurzen Kuss auf den Mund, bevor er mir tief in die Augen schaut. Dann beginnt er leise zu lachen. „Was ist?" frage ich etwas verdutzt. „Nichts, es ist nur wie du immer auf mich reagierst." Peinlich berührt ziehe ich mir mein Kopfkissen über den Kopf und gebe ein entnervtes Stöhnen von mir. Lachend nimmt er mir das Kissen weg, küsst mich noch einmal und sagt: „Schatz, das war nicht böse gemeint, ich finde es eigentlich ziemlich süß. Du weißt doch wie gern ich dich aufziehe." Gespielt beleidigt schlage ich mit dem Kissen neben mir nach ihm, doch er nimmt es mir nur lachend weg und küsst mich wieder. Nach einer gefühlten Ewigkeit löst er sich wieder von mir. Ich lächle ihn, momentan will ich einfach nur den Augenblick genießen, wer weiß, wann er wieder vorbei ist.


Bad Boy - really so bad?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt