Mein Blick fiel trüb auf das kleine Schild, was schon seit Ewigkeiten an der Haus Mauer hing.
Tomlinsons
Sein Name...mein Name. Es war Anfangs ein komisches Gefühl nicht mehr Styles zu heißen. Aber seinen Namen nun zu tragen gab mir eine enge Verbundenheit - schon als er noch lebte. Seit vier Jahren hieß ich Harry Tomlinson, & nun schon fast eins davon verbrachte ich allein. Ohne ihn. Mein Herz brach nur wenn ich daran dachte.
Ich klingelte zitternd. Es war heute mal wieder besonders kalt, weswegen ich meinen Mantel noch mehr zusammen zog & meine Hände in meinen Taschen versteckte. Die Tür ging auf. Vor mir stand das blonde hübsche Mädchen welches ich nun schon seit Jahren kannte. „Hi Harry." sagte sie sanft. Ich lächelte gezwungen „Hallo Lottie." Ich breitete meine Arme aus & zog sie an mich. Sie erwiderte meine Umarmung sofort & kuschelte sich an mich. Leise seufzte sie. Ich machte mir Sorgen um die - immerhin war sie für mich wie eine kleine Schwester. Genau wie alle anderen Tomlinson-Kinder.
„Wie geht es dir?" fragte sie bevor ich sie das fragen konnte. „Okay..." murmelte ich leise, denn von gut konnte ich schon lange nicht mehr reden. „& dir? Wie geht's in der Uni?" Lottie löste sich & lächelte „Gut! Hab meine Prüfung auf eine eins geschafft." Etwas fielen meine Sorgen von mir ab. Sie lächelte - das hatte sie nicht oft seit dem er nicht mehr da ist. Lottie hatte unglaublich damit zu kämpfen gehabt - tat es immer noch.
„Wow!" ich lächelte „Das ist toll!" Sie nickte stolz & ließ mich dann auch schon ins Haus. Ich zog meine Schuhe aus & hing meine Jacke auf. „Die Kleinen freuen sich schon dich zu sehen." sagte Lottie & lief mit mir ins Wohnzimmer.
Tief zog ich die Luft ein. Er wohnte schon lange nicht mehr hier, aber trotzdem roch es immer ein klein wenig nach ihm. Sein Geruch war so angenehm & besonders - ich hatte nie genug davon bekommen können.
„Harry!" hörte ich zwei Kinder rufen sobald ich das Wohnzimmer betrat. Lächelnd sah ich du den zwei jüngsten Zwillingen. „Hi meine Zwei." begrüßte ich sie, hockte mich runter & nahm beide in meinen Arm. „Wie geht es euch? Oh mein Gott seid ihr gewachsen?!" fragte ich sie lächelnd. Ernie lachte & machte sich nochmal extra groß. Doris nickte stolz. Ich lächelte breit „Du warst schon so lange nicht mehr da!" beschwerte sich dann Ernie. Ich wuschelte ihm durch seine Haare „Ich war doch erst letzte Woche hier!" erklärte ich ihm kichernd & stand wieder auf. Ernie umarmte sofort meine Hüfte & nuschelte „Viel zu lange her."
„Mama hat gesagt sie hat was für dich." sagte Doris dann auf einmal. Ich sah sie verwirrt an „Oh okay." brummte ich leise & erwartete nichts gutes ehrlich gesagt. „Ich werde mal zu ihr gehen." murmelte ich. Ernie ließ mich los & hüpfte dann mit seiner Schwester zurück zu den Spielsachen.
Verwirrt sah ich zu Lottie. Ihre Augen waren betrübt - das konnte nichts gutes heißen. Ich schluckte schwer & drehte mich um, um wieder aus dem Wohnzimmer zu gehen.
Ich war davon ausgegangen dass Jay in der Küche war - wie jeden Sonntag eigentlich. Aber die Küche war leer. der Tisch war fertig gedeckt & das Essen stand bereit.
Verwirrt sah ich mich um & ging wieder aus der Küche. Langsam ging ich zur Treppe „Jay?!" rief ich hinauf. „Ja, komm hoch!" bekam ich sofort als antwort. Sofort begann ich die Treppen hinaufzugehen. Die Bilder an der Wand neben mir ignorierte ich - unsere Hochzeitsbilder. Oben angekommen lief ich nach rechts, hoffte aber insgeheim, dass Jay nicht in seinem Zimmer war. Doch, die Tür war offen - das war sie nie. Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Seit Monaten war ich nicht mehr in dem Zimmer - es brachte viel zu viele Erinnerungen vor die mich einfach überforderten.
Mit langsamen Schritten lief ich zu der Tür seines alten Kinderzimmers & sah Jay auf dem Bett sitzen.
„Hi." flüsterte ich leise. Sie sah zu mir auf & lächelte mich liebevoll an. „Harry." flüsterte sie genau so leise & klopfte neben sich. Ich zögerte kurz. Ein leichter Schauer lief mir über den Rücken bevor ich dann ins Zimmer trat & mich neben Jay aufs Bett setzte.
Sofort drang mir sein Geruch in meine Nase. Ich seufzte leise & sah dann zu Jay.
„Warum bist du hier?" fragte ich leise & nahm ihre Hand in meine. Sie zuckte mit den Schultern „Ich wollte ihn näher sein..." sagte sie. Ihre Stimme zitterte, aber sie weinte nicht. Ich riss mich zusammen stark für sie zu sein - sie war es auch immer für mich. Ich nahm sie in den Arm. „Du warst bei ihm oder?" fragte sie mich & erwiederte liebevoll die Umarmung. „Ja..." wie jeden Sonntag, fügte ich in gedanken hinzu. Jeden Sonntag ging ich zu ihm - auch wenn es mehr ein Stück Stein war als er selbst.
Früher war ich auch jeden Sonntag bei ihm. Wenn wir uns die ganze Woche nicht gesehen haben, sahen wir uns am Sonntag. Wir mussten es auch ganrnicht mehr absprechen. Es war egal was passiert war - Sonntags aß ich mit den Tomlinsons zu Abend.
„Ich hab ein Bild gefunden..." sagte sie leise & löste sich etwas. „Ich weiß nicht ob du es haben möchtest aber ich...dachte mir ich zeig es dir." murmelte Jay & stand auf. Sie ging zu seinem alten Schreibtisch. Man merkte sofort, dass er nicht mehr hier war. Der Tisch wäre sonst von allem möglichen zugemüllt.
Jay nahm ein Bild von dem Schreibtisch & lächelte leicht „Unser Sonnenschein." flüsterte sie mehr zu sich selbst als zu mir. Ich lächelte leicht - er war unser Sonnenschein, da hatte sie recht. Sie streckte ihre Hand aus & gab mir das Bild.
Kaum sah ich das Bild, begann mein Herz zwar fest zu schlagen, aber gleichzeitig auch tonnenschwer zu werden. Das Bild war von seinem ersten Fußballspiel nachdem wir zusammengekommen sind. Er war Captain & hielt einen Pokal in der Hand sowohl hing ihm auch eine Goldmedaille um den Hals. Sein Lächeln strahlte mehr als die Sonne jemals würde & er war wunderschön. Ich lächelte.
„Behalt es wenn du möchtest." sagte Jay. Ich nickte dankend „Ich hab viel zuwenige Bilder von ihm zuhause." murmelte ich schuldbewusst. Jay schüttelte leicht den Kopf & setzte sich wieder neben mich. Ihre Hand legte sich auf meine Schulter. Sie zog mich an sich - eigentlich wollte ich doch für sie da sein!
„Es ist okay H. Mach dir kein schlechtes Gewissen - er ist dir nicht böse." sagte sie sanft & strich mir über den Rücken. Er wäre nicht böse das wusste ich. Trotzdem ich nickte überlegte ich ob ich nicht wieder ein paar Bilder aufstellen sollte. Immerhin sah es ohne diese so leer bei uns zuhause aus.
„Lass uns essen gehen." sagte Jay dann & legte ihren Arm um mich, sobald ich aufgestanden war. Ich lächelte sie leicht an & warf nochmal einen Blick auf das Bild von ihm.
Ich empfand so viel Liebe für diesen Mann & ich würde es ihm niemals wieder sagen können. Mein Herz zog sich schwer & schmerzhaft zusammen.
Unten saßen alle Kinder schon am Tisch. Phoebe & Daisy genau wie Fizzy begrüßten mich liebevoll wie immer. Sie waren wie meine eigenen Schwestern.
Je jünger die Tomlinson-Kinder waren, desto weniger bekamen sie von dem Verlust ihres Bruders mit. Natürlich wussten Ernie & Doris was passiert war, aber sie konnten es etwas besser verkraften als Fizzy oder Lottie - geschweige denn von Jay. Sie hatte am meisten damit zu kämpfen gehabt.
Mark - sein Stiefvater & Vater der Mädchen - saß ebenfalls am Tisch. Er war in den letzten Monaten eine Stütze für alle. Zwar trauerte er auch um ihn, aber er hatte immer die richtigen Worte für uns & schaffte es uns aufzuheitern - wenn auch nur einwenig. Neben mir am Tisch war ein Platz frei - es war gedeckt & der Stuhl stand etwas entfernt vom Tisch. Es war sein Platz gewesen.
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Vergiss mein nicht - LS
FanfictionVergiss-Mein-Nicht stehen für die Treue & Liebe zwischen zwei Menschen. Sie symbolisieren Zusammengehörigkeit. Die Blumen stehen aber im ersten Sinne für den Wunsch nicht vergessen werden zu wollen. Sie wollen dass man sich erinnert - auch nach eine...
