Ich liebe Musik. & ich liebe Kunst. Deswegen studierte ich auch beides. Jedoch liebte ich nicht lernen. Ich hasste es. Meine Zeit könnte ich mit etwas viel sinnvolleren Verbringen als in der Bibliothek zu sitzen & 100 Karteikarten zu schreiben. Die Bibliothek an sich war nicht das Problem. Die an der Uni war groß & alt. Es war immer schön still, auch wenn ich mir die meiste Zeit Musik durch meine Kopfhörer jagte. Viele Leute waren hier auch nicht. & man konnte sich schön in die hintersten Ecken an einen Tisch verstecken - das was ich immer tat.
Aber um zum lernen hier zusein war nun wirklich nicht so toll.
Musikgeschichte. Wichtig - klar! Ohne würde die Musik heute garnicht existieren. Nur musste ich wirklich alles darüber wissen & den unterschied zwischen Responsorisch & Antiphorisch kennen? Meiner Meinung nach nein. Aber leider musste ich genau das für meine nächste Prüfung lernen.
Ich saß schon den ganzen Tag in meinem kleinen Eck. Meine ganzen Sachen verstreut auf dem Tisch & mein Gehirn Matsch! Die Hälfte der Karteikarten die ich geschrieben hatte lagen schon auf dem Boden oder irgendwo, wo ich sie nie wieder finden würde.
Mein Kopf tat mittlerweile weh. Ich seufzte & nahm meine Kopfhörer raus um mir mal kurz eine Pause zu gönnen. Ein Kaffee wäre doch was.
Ich streckte mich & stand dann auf.
Mein Hintern tat ziemlich weh von dem Stuhl & mein Rücken schrie mach einer kommenden Verspannung. Müde rieb ich mir über die Augen & ging langsam aus meinem Eck hervor.
Es war noch nicht ganz dunkel draußen. Die Sonne ging gerade unter & tauchte die ganze Bibliothek in gelb & orange Töne. Ich lächelte leicht. Ich freute mich schon auf kommende Sommernächte - am See den Tag verbringen, bei Till im Garten grillen oder auf einer Landstraße Rad fahren. Perfekter Sommer.
Ich lief an den vielen Regalen vorbei & erkannte einige Studenten die dazwischen standen - sogar ein Paar, dass ungestört herumknutschte & wohl schon einige Bücher umgestoßen hatte.
Doch ein Student zog meine Aufmerksamkeit ganz besonders an sich. Er stand zwischen zwei Regalen direkt am Fenster - ich sah sein Seitenprofil. Seine Nase war süß & stupsig & seine Wimpern unnatürlich lang. Die Haare waren wie immer ziemlich verwuschelt & durch den Sonnenuntergang funkelten sie fast schon gold - ja er sah aus wie ein Engel.
Ich lächelte leicht & entschied mich, dass ein Kaffee holen zu gehen jetzt doch nicht mehr mein Plan war.
Ich lief auf ihn zu. Sein Blick war fest in einem Buch verankert was er sich konzentriert durchlas. Die Finger hielten die nächste Seite fest & ich hatte perfekten Blick auf seine schönen Hände. Ich sah kleine Äderchen die dich bis zu seinem Arm zogen & die vielen Tattoos dort. Er trug wieder mal ein Tanktop & sah darin so scheiße gut aus.
„Hi Louis!" sagte ich leise & doch freudig. Der Mann vor mir zuckte leicht zusammen & sah dann etwas verwirrt zu mir auf. Er schien einige Sekunden zu brauchen um zu erkennen, dass ich es war der ihn begrüßt hatte, bevor sich ein Lächeln auf seinen Lippen ausbreitete.
„Harry!"
Er drehte sich zu mir & strahlte mich - wie auch schon bei unseren Treffen zuvor - freudig an. „Hey! Wie geht's dir?" fragte er gleich & klappte das Buch zu, in das er gerade noch so vertieft war. Ich sah ihn lächelnd an „Ach...Prüfungsstress. Mein Kopf ist schon ganz Matsch." kicherte ich & versuchte mir meine Nervosität nicht ansehen zu lassen. Louis blickte mich mitleidig an „Lernst du hier?" fragte er neugierig. Ich nickte „Neben Niall zu lernen ist die Hölle." erklärte ich. Ich liebe Niall. Aber entweder setzte er unsere Küche in Flammen oder spielte Gitarre während er fernsah. Lernen war bei ihm nicht. Wie er durchs Studium kommt weiß ich nicht - aber es funktioniert.
Louis kicherte „Wohnt ihr zusammen?" fragte er & lehnte sich lässig an das Regal an. Ich biss mir auf die Unterlippe & konnte nicht anders als ihn zu mustern. Das schwarze Tanktop stand ihm so gut & dazu die enge schwarze Hose. Ich wollte mir garnicht vorstellen wie sein Hintern darin aussah.
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Vergiss mein nicht - LS
FanfictionVergiss-Mein-Nicht stehen für die Treue & Liebe zwischen zwei Menschen. Sie symbolisieren Zusammengehörigkeit. Die Blumen stehen aber im ersten Sinne für den Wunsch nicht vergessen werden zu wollen. Sie wollen dass man sich erinnert - auch nach eine...
