Kapitel 1

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8 Jahre zuvor

„Fuck!" zischte ich & sprang von dem Rasen auf. Ich hatte garnicht auf die Zeit geachtet - meine Vorlesung hat schon vor 5 Minuten begonnen. Die Freistunden die ich mit Till & Mark im Park verbrachte vergingen immer viel zu schnell. & gerade jetzt, wenn es wieder wärmer wird & die Sonne strahlte, würde ich am liebsten alle meine Nachmittags Vorlesungen schmeißen & einfach den Tag genießen.
„Ich muss Jungs! Wir sehen uns." brabbelte ich schnell zu ihnen & klaubte meine ganzen Sachen von der Picknick-Decke zusammen. „Hopp Hopp Harold." lachte Till & winkte mir bevor ich mich umdrehte. Ich verdrehte schmunzelnd die Augen & lief dann auch schon los.

Der Campus der Uni war groß & bis ich diesem mal überquert hatte würde es bestimmt noch etwas dauern. Deswegen begann ich auch los zu sprinten. Irgendwie muss ich ja noch - mehr oder weniger - pünktlich kommen. Während ich über den Hof lief sah auf meine Uhr - 10 Minuten zu spät. Scheiße!

Noch bevor ich darüber nachdenken konnte vielleicht sogar wieder umzudrehen, zu schwänzen & den restlichen Tag zu genießen, stieß ich gegen etwas hartes. Sofort prallte mein ganzer Körper ab & ich taumelte nach hinten. Ich verlor mein Gleichgewichg & fiel zu Boden.
„Ah!" stieß ich schmerzerfüllt auf. Mein Kopf begann sofort zu pochen. „Fuck." fluchte ich leise & blieb einfach reglos am Boden liegen. Meine Stirn begann zu stechen & ich spürte wie mir etwas flüssiges über meine Stirn floss.

„Oh mein Gott!" hörte ich jemand leicht verschwommen sagen. „Fuck..." fluchte jemand genau wie ich nun neben mir „Hey...geht's dir gut?" fragte der Unbekannte. Ich brummte leise & setzte mich mühsam auf. Mein Kopf pochte. Fluchend hielt ich mir den Kopf & kniff die Augen zusammen. Der Mann neben mir zog erschrocken die Luft ein „Du blutest." sagte er & half mir noch richtig aufzusetzen „Scheiße..." Ich war wohl gegen diesen Mann gelaufen - wie hatte ich ihn denn nicht gesehen? Ich öffnete meine Augen & sah ihn an.

Klare strahlend blaue Augen sahen mich an. Er hatte hellbraune wuschelige Haare & einen nicht ganz so dichten dreitage Bart. Seine Wangenknochen stachen markant heraus - ein wirklich hübscher Mann.
„I-ich bring dich zur Ärztin..." murmelte er schnell & stand auf. Etwas perplex sah ich ihn an - ich wusste bist dato nichtmal dass wir eine Ärztin an der Uni hatten „Komm ich helfe dir." murmelte er in sich hinein & griff mir dann unter die Arme.
„Wie geht's dir?" fragte er als er seinen Arm sanft um eine Hüfte legte. Ich sah zu ihm & merkte, dass er sogar um einiges kleiner war als ich. Jedoch fühlte sich sein Arm ziemlich Stark an.

„Mein Kopf tut weh." brummte ich nur leise & merkte wie schwindlig mir eigentlich war. Er nickte bedauernd & sah - anscheinend - auf meine Wunde „Fuck das...lass uns schnell gehen. Nicht dass es noch schlimmer wird" brummte er betroffen & lief langsam los. Ich taumelte kurz etwas herum. Der Mann jedoch hielt mich fest & passte auf, dass ich nicht nochmal auf den Boden fallen würde.

Während der Mann einen leidenden & besorgten Gesichtsausdruck hatte, war ich noch immer etwas neben der Spur. Ich sah ihn an & fragte mich wieso ich ihn hier noch nie gesehen hab. Es war mitten im Semester - neu konnte er also nicht sein. Er studierte bestimmt in einem ganz anderen Gebäude als ich es tat.
„Wie heißt du?" fragte ich leise - ich wollte immerhin wenigstens seinen Namen kennen. Er sah kurz zu mir bevor er dann wieder auf den Flur blickte „Louis." sagte er & lächelte leicht - sein Blick flog wieder zu mir „& du bist?" Ich lächelte ebenfalls - als hätte er mich mit seinem angesteckt. „Harry." stellte ich mich vor & merkte nun wie etwas meine Stirn hinunter lief - Blut.

„Wir sind da." murmelte Louis & schritt vor zur Tür. Er klopfte sofort. „Herein." rief jemand von drinnen. Louis öffnete die Tür & fing sofort an entschuldigend zu grinsen. Die Frau die hinter dem Schreibtisch saß schien auszuschnaufen & leicht den Kopf zu schütteln.
„Louis." brummte sie nur. Louis neben mir räusperte sich einmal & sagte dann „Ich ähm...Harry braucht hilfe danke ich...?" er verzog sein Gesicht etwas & sah mich dann fragend an. Ein kurzes Kichern konnte ich mir nicht unterdrücken. Er war irgendwie niedlich wenn er sein Gesicht so verzog.

Vergiss mein nicht - LS Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt