Woohoo, ich hab's mal wieder geschafft! Obs gut ist oder nicht kann ich nicht beurteilen, das müsst ihr entscheiden^^
„Hey!“, begrüße ich Lini und wir umarmen uns kurz. „Hallo“, sagt Phil nur kurz angebunden, geht durch den Flur in sein Zimmer und lässt sie und mich einfach stehen. Irgendwie wirkt er etwas durcheinander und zugleich auch angekratzt, vermutlich ist es besser, ihn erst einmal in Ruhe zu lassen.
„Und wie war’s bei OG?“, frage ich Lini, um das Thema zu wechseln.„Äh ja schön“, antwortet sie, den Blick gedankenverloren dorthin gerichtet, wo Phil gerade verschwunden ist. <Was ist mit den beiden los?!> „Ist was passiert?“, erkundige ich mich leicht besorgt. „Naja, also…“, setzt Lini an, wird jedoch unterbrochen, als Phil wieder zurückkommt, diesmal mit einer Art Lächeln: „So, wer hat Hunger? Für mich ist es nämlich langsam mal wieder Zeit geworden, den Ranzen zu spannen.“ Ich verdrehe nur die Augen, während Lini hinter vorgehaltener Hand zu kichern anfängt. <Okay…..>
Letztendlich gehen wir also in die Küche, decken den Tisch und fangen an. Während wir schweigend essen, sehen sich Lini und Phil immer wieder kurz an, vermutlich in der Hoffnung, ich würde es nicht bemerken. In Phils Blick liegt etwas, das ich nicht genau zuordnen kann. Weil ich diese leichte Anspannung nicht mehr aushalte, versuche ich irgendwie ein Gespräch zu beginnen. „Lini, woher hast du eigentlich das Sweatshirt? Das ist mir ja noch gar nicht aufgefallen.“ „Stimmt, mir auch nicht, steht dir aber gut“, stammelt Phil, nun aus seiner Starre erwacht. „Ach das“, Lini guckt an sich hinunter, „das hat OG mir geliehen.“
Mir bleibt ebenso wie Phil der Mund offen stehen, noch dazu weil sie es sagt, als wäre das eine Art Selbstverständlichkeit. „Er hat versehentlich sein Milchglas über mir ausgekippt und dann waren meine Klamotten nass“, versucht Lini errötend zu erklären. Phil hebt eine Augenbraue: „Aha.“
„Wie war‘s denn überhaupt bei TC?“, versucht Lini das Thema zu wechseln. „Äh…. ja gut“, setze ich an, werde jedoch von Phil unterbrochen: „Ohja, wie geht’s ihm eigentlich so?“ „Besser als gestern, er sagt, er darf übermorgen schon mit Krücken laufen. Ich schätze bis Dienstag oder so könnte er aus dem Krankenhaus entlassen werden.“ Phil blickt uns nun ernst an: „Okay. Im Moment muss ich ganz ehrlich sagen, sieht es so aus, als ob wir Y-Titty für ungefähr zwei Wochen auf Eis legen müssten. Ich kenne TC schon sehr lange und sobald er wieder zuhause ist, wird er nicht einmal daran denken sich auszuruhen, sondern sich sofort wieder voll reinknien und ich denke nicht, dass das so gut für ihn ist.“ Lini und ich nicken. „Ich werde jetzt mit Oguz skypen und da werden wir alles schon mal grob besprechen, wenn das für euch in Ordnung ist.“
„Ja klar“, erwidert Lini. Auch ich stimme zu, Phil scheint die ganze Sache wirklich ernst zu sein, Y-Titty ist nicht nur sein Job, es ist sein Leben und ihm muss diese Entscheidung sicher sehr schwer fallen. „Du kannst schon in dein Zimmer gehen, Lini und ich räumen ab, wir werden dich auch nicht stören oder so.“ Phil lächelt matt: „Danke, ihr seid die Besten.“ Damit steht er auf und geht.
Nachdem Lini und ich mit dem Abwasch fertig sind, gehen wir ebenfalls auf unser Zimmer und breiten uns auf unseren Matratzen aus. Auch mich beschäftigt eine Frage, ich atme tief durch und sehe Lini direkt in die Augen: „Kann es sein, dass du ein klein wenig in Phil verknallt bist?“ Augenblicklich schießt ihr die Röte ins Gesicht. „Ähhh naja ich….“ „Also doch!“, schlussfolgere ich mit einem siegessicheren Grinsen. „Er ist schon süß, aber…“, setzt Lini an. „Aber was?“, bohre ich neugierig nach. Sie senkt den Blick: „OG eben auch.“ <Ahja.> „War Phil deshalb so komisch drauf, hat er was gemerkt?“, frage ich weiter. „Nein, nicht deswegen.“ „Sondern?“ Lini atmet tief durch: „Wir hätten uns gerade beinahe geküsst, als deine SMS kam.“
