Nachdem TC weggelaufen war, haben wir beschlossen uns noch einen Bubble Tea bei McDonalds zu gönnen und dann alle nachhause zu gehen (ich in unsere und Phil mit Lini und Siri in seine Wohnung), er würde schon früher oder später wieder auftauchen. Danach verabschieden wir uns also und ich steuere das traute Heim an.
Als ich endlich angekommen bin, drücke ich die Türklinke herunter, weil ich eigentlich angenommen habe, dass TC doch schon da wäre. <Scheiße, abgeschlossen und heute hat er die Schlüssel. > Während ich unter die Türmatte nach dem Ersatzschlüssel greife, höre ich drinnen das Telefon klingeln.
Ich hole den Schlüssel hervor und stochere ungeduldig damit im Schloss herum. <Ja, ich mach ja schon.> Als ich - nach einer halben Ewigkeit, wie es mir vorkommt – endlich aufgeschlossen habe, stürme ich hinein und hebe ab. „Hallo?“ Eine mir unbekannte, weibliche Stimme antwortet: „Unfallchirurgie am St. Franziskus-Hospital in Köln, spreche ich mit Herrn Yilmaz?“
Ich schlucke erschrocken. <Warum rufen die mich an?> Nach kurzem Zögern und bemüht, ruhig zu klingen, antworte ich: „Ja, was gibt’s?“ „Ihr Mitbewohner, Matthias Roll, hatte einen Autounfall, er wurde gegen 16:30 Uhr eingeliefert, wir haben ihre Nummer in seinen Papieren gefunden.“ <Was!?>
Als ich nichts dazu sage, fährt sie fort: „Er hat eine Gehirnerschütterung sowie eine Beinfraktur und ist nicht bei Bewusstsein, weist jedoch keine bleibenden Schäden auf.“ „Okay.“, sage ich nur, denn mehr bringe ich im Moment nicht raus.
„Sie können ihn kurz besuchen, er wird bald aufwachen.“, ist das Letzte, was ich mitbekomme, bevor ich auflege. Ich schreibe Phil noch schnell eine SMS, schnappe mir meine Autoschlüssel und rase los.
