Hey ihr! <3 Ja, wir haben die 5000 geknackt und dafür sowie auch für die Votes die ehrlichen und lieben Kommis vielen Dank! :D Das alles hat mich motiviert dieses wieder mal etwas längere Kapitel auf die Beine zu stellen. Viel Spaß!
PS: Am Rand ist das Lied, dass Siri im Zug hört. Ich mag es ganz gerne und fand es irgendwie passend. Für alle Handy-Leser: Ihr könnt in YouTube nach "Goodbye" von Miley Cyrus suchen :)
Das Bild ist von den sechs Cimorell-Schwestern. So ähnlich sehen dann die Bilder nach dem Fotoshooting aus ;)
Nun ist der Tag gekommen. Der Tag des Abschieds. OG und TC haben mich zum Bahnhof gebracht, wo in einer halben Stunde mein Zug zurück nach Hamburg fährt. Dort wohne und arbeite ich im Moment und dort befindet sich auch meine Modelagentur. „Mach's gut", flüstere ich, während ich OG umarme. „Du auch", entgegnet er. „Hey, lass' mir auch noch etwas von meiner Freundin übrig", vernehme ich TCs gespielt empörte Stimme. OG und ich lösen uns wieder voneinander, dann gehe ich weiter zu TC, der sogleich seine Arme um mich schlingt, was ich selbstverständlich erwidere. Eigentlich dachte ich, dass es diesmal einfacher sein würde, doch schon wieder kann ich nur mit Mühe und Not meine Tränen zurückhalten. Ganz eng schmiege ich mich an TCs Brust, lausche seinem Herzschlag. Er streicht sanft durch mein Haar. Warum muss ich ihn nur bald schon wieder loslassen? Könnten wir nicht einfach den ganzen Tag und noch länger hier stehen bleiben? Wieso ist der Abschied nur so schmerzhaft?
Ich hebe leicht den Kopf, sodass ich in TCs Augen sehen kann und stelle fest, dass diese sich sogar ein wenig mit Tränen gefüllt haben, die er momentan noch tapfer unterdrückt. Ich muss ganz leicht schmunzeln, denn ich mag es wenn Jungs ab und zu ehrlich ihre Gefühle zeigen. Noch ein letzter leidenschaftlicher Kuss, dann lassen wir schweren Herzens voneinander ab, TC nimmt mit einer Hand den Griff meines Trollis und zieht ihn hinter uns her, mit der anderen Hand ergreift er die meine. So laufen wir zu dritt langsam zu meinem Zug. Dort drücke ich auf den blinkenden Knopf an einer der Türen, woraufhin diese sich öffnet. Mit TCs Hilfe hieve ich meinen schweren Trolli über die zwei kleinen Stufen. Ein letztes Mal drehe ich mich zu den beiden um. „Haltet mich bitte immer auf dem Laufenden was bei euch so los ist und wie sich alles nach dem Party-Vorfall entwickelt, ja?" Die beiden nicken. „Und versprecht mir, dass ihr so bald wie möglich wieder Videos macht und euch nicht von so etwas unterkriegen lasst", füge ich noch hinzu. Erneutes Kopfnicken. „Okay, dann hoffentlich bis in ein paar Wochen", durchbricht OG die sich anbahnende Stille. „Ja, bis bald", sagt TC ein wenig niedergeschlagen.
Die Zugtür schließt sich, ich winke den beiden noch einmal und wende mich schließlich ab. Mich nach einem guten Platz umsehend, laufe ich langsam durch den Zug, während ich meinen Trolli hinter mir herziehe. Ich befinde mich relativ weit vorne, hier sind die Plätze schon alle besetzt, doch nur wenige Augenblicke später habe ich einen gefunden. Gemütlich verstaue ich mein Gepäck, dann setze ich mich hin. Ich hole mein Handy aus meiner Hosentasche, schließe mein Headset an und sehe gedankenverloren aus dem Fenster. OG und TC kann ich leider nicht ausmachen, da ich mich auf der „falschen" Seite befinde. Ein wenig enttäuscht seufze ich kurz und lausche weiter dem Lied, welches durch die Stöpsel an meine Ohren dringt: I remember when we kissed. I still feel it on my lips (...) But the one thing I whish I'd forget, the memory I wanna forget ... Is Goodbye. Der Text passt wie die Faust aufs Auge zu diesem Moment. Leider. Schon jetzt würde ich am liebsten aussteigen zurück zu TC laufen, einfach für immer bei ihm bleiben. Doch nun setzt der Zug sich in Bewegung, wird schneller und schließlich haben wir den Bahnsteig verlassen. Traurig lehne ich mich in meinem Sitz zurück.
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Ich muss eingeschlafen sein, denn als mein Handy in meiner Hand vibriert, lasse ich es vor lauter Schreck beinahe fallen und brauche einige Sekunden um mich halbwegs zu sortieren. Ich strecke mich und gähne kurz, dann sehe ich nach: Ein Anruf von Phil. Selbstverständlich gehe ich sofort ran, immerhin will ich auch wissen, wie es nun weitergeht. „Hey Bruderherz", sage ich mit einem leichten Lächeln, was er jedoch natürlich sehen kann. „Na Schwesterchen? Wie geht's?" Er klingt ebenfalls müde, aber ansonsten relativ ruhig und zuversichtlich. „Ganz gut", antworte ich, „und wie sieht es bei dir, beziehungsweise bei euch aus? Und was ist das für ein leises Rauschen und Brummen im Hintergrund? Wo bist du?" „Immer langsam", entgegnet Phil lachend, „also ich bin gerade im Auto, auf dem Weg zurück nach Köln. Ich will mich doch noch von dir verabschieden, weil du morgen fährst." „Ähm, das war heute, ich sitze schon im Zug." „Oh, das tut mir leid", sagt er niedergeschlagen, „ich hatte dann ja überhaupt nichts von meiner Lieblingsschwester."
