Wir führten noch ein wenig Smalltalk, als um uns herum ein allgemeines Getuschel begann.
„Wer ist das denn?" „Wie vornehm, ein wahrer Gentleman."
„Das ist ja mal ein Sahneschnittchen."
„Zu wem der wohl gehört?"
Conny blickte an mir vorbei und fing an zu kichern. Und ich hatte das Gefühl, den Grund dafür zu wissen.
Und dann ertönte auch schon ein freudiges ‚Draco' von Cecie.
Mein Herz pochte wie wild, während ich mich umdrehte. Und da stand er.
Malfoy, in seinem teuren edlen Anzug und hob meine Tochter hoch. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und glücklich schloss sie ihn in die Arme.
Sie sahen sich so ähnlich.
Voller Selbstbewusstsein stolzierte Malfoy direkt auf mich zu. Meine Knie wurden ganz weich, doch davon durfte ich mir nichts anmerken lassen.
Nicht jetzt.
„Du . . bist hier . . ?", gab ich etwas zurückhaltend von mir.
„Eigentlich wollte ich nur einen Muffin haben, den du mir heute Morgen verwehrt hast", gab er spielerisch eingebildet und leicht kokett zurück. Seine Stimmlage war zum Dahinschmelzen.
Wenn Malfoy eins wusste, dann wie man die Leute um ihren Verstand brachte und das bekam, was er wollte. Vor allem, wenn es um Frauen ging.
Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte oder was ich sagen könnte. Mein Kopf war wie leer gefegt. Vor mir stand ein unglaublich gut aussehender Mann, mit einem charmanten Lächeln und meiner Tochter auf dem Arm.
Oder sehr wahrscheinlich unserer Tochter.
Sie strahlte ihn an und ich konnte sie so gut verstehen, dass seine Anwesenheit sie glücklich machte.
„Wir haben Tonskulpturen gemacht." Ganz stolz blickte Cecie ihn an.
Malfoy setzte sie wieder ab und lediglich an zwei Fingern, zog sie ihn hinter sich her. Vorbei am Buffet, wo er sich einen Muffin schnappte und mir zuzwinkerte.
Conny, welche immer noch neben mir stand, fing erneut an zu kichern.
„Er hat wirklich ein Händchen für Kinder. Und er sieht echt gut aus, diesen Mann hätten Sie nicht so lange versteckten müssen Miss Silver, wenn ich das mal Sagen darf."
Ich lächelte zurück, doch die Unsicherheit haftete sich fest an meine Knochen. Malfoy zog viel zu viel Aufmerksamkeit auf sich.
Die meisten Mütter, welche ohne ihren Partner aufgetaucht waren, schmachteten ihn an, die Erzieher waren ebenfalls begeistert von ihm und einige Kinder hatten neidische Blicke auf ihren Gesichtern.
Solche Feste wurden meistens nur von den weiblichen Elternteilen aufgesucht, da es normal war, dass der Mann arbeiten war und keine Zeit hatte. Vielleicht hatten sie alle einen Vater Zuhause, aber bei den wichtigen Veranstaltungen waren sie trotzdem nicht da.
Und ich hatte den Vorzeigepapa schlechthin an der Seite.
Hand in Hand, lief er mit Cecilia durch den Garten, schaute sich all die Skulpturen an und die gemalten Bilder. Mit einer Seelenruhe hörte er ihr zu und schenkte ihr all seine Aufmerksamkeit.
Nach einer Weile kam er alleine zu mir zurück. Sofort kam die Gruppe aufgetakelter perfekter Mütter auf uns zu. Sie umschwärmten ihn und begannen auf ihn einzureden, bewunderten ihn und es war schon eher ein Wunder, dass sie nicht anfingen zu sabbern.
„Normalerweise mache ich mir nicht viel aus solchen Feierlichkeiten, schließlich kann jeder von uns seine Zeit durchaus mit wichtigeren Dingen verbringen", seine Stimme triefte vor Herablassung, gleichzeitig war sie so gleichgültig und doch machten seine Worte deutlich, dass vor allem er viel Beschäftigt war und keine Zeit für solch etwas Einfaches hatte. Und mittendrin machte sich etwas Hohn breit.
Eine der Damen sah aus, als würde sie gleich einen Herzinfarkt bekommen - für sie waren solche Feste mit das Beste in ihrem langweiligen Leben.
„Aber . . für die richtigen Personen im Leben, mache ich auch Ausnahmen", setzte Malfoy weicher hinterher. Er ignorierte sie alle und blickte mich dabei direkt an. Verlegen blickte ich zur Seite und fing an mit meinen Haaren zu spielen.
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Hereditas
Fanfiction‚Meine Liebe zu Dir ist Unendlich' Der Krieg ist vorbei. Das Gute hat gesiegt. Und das alltägliche Leben geht weiter. Dies dachte Draco Malfoy zumindest. Doch sein Leben nahm nie richtig Fahrt auf, hatte er sein Herz verloren. Das war so gar nicht M...
