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PoV: Cloe

"Du hast keine Ahnung, wie viel Schmerz und Gift durch meine Venen fließt, wenn ich dich ansehe. Du warst meine Droge und nun bist du eine Illusion von dem was ich mir ausgemalt habe.„

~

Langsam gleite ich in das kochende Wasser und tauche hinunter. Es fühlt sich an als würden kleine Messer in meine Haut stechen, bis ich aufgebe und untertauche. Das brennen erinnerte mich daran, dass ich fühlen konnte. Doch es war so taub wie, ich. Aro ließ mich leben, doch so wie er es für mich bestimmt. Ich bin seine Puppe. Sein Hinrichter und sein Hänker. Er ließ mich seit Wochen töten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, es war egal Hauptsache es waren Vampire. Die nicht treu waren oder ihm den Rücken gekehrt haben. Immer wieder musste ich neue Personen spielen. Schlampen, Kinder, Omas oder Frauen die in Gefahr waren. Ich lockte sie zu mir heran und spielte die Jungfrau in Nöten. Wegen meines Geruches roch ich wie ein Mensch und das war der springende Punkt. Ich verführte sie mit meinem Geruch und tötete sie. Grausam und langsam. So wie ich es gewohnt war, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Meine Menschlichkeit war ausgerottet. Verbrannt bis auf die Knochen. Nun war da noch jemand der mich kontrollieren wollte. Das Monster in mir, was sich fest um mich geschlungen hat. Es spricht zu mir, ich solle jeden töten der mich ändern wollte. Fast hätte ich es getan. Ihm einfach die Kontrolle gegeben, doch etwas war stärker. Ich konnte nicht die Kontrolle verlieren. Das war das einzige was ich noch habe. Meine Kontrolle. Das kann mir Aro nicht nehmen. Niemals. Trotzdem wusste ich, ich würde es nicht mehr lange aushalten. Die täglichen Grausamkeiten die ich erleben muss, bringt mich fast um. Es schnürt mir die Kehle zu. Ekelhafte Personen die nicht mich wollen, sondern meine Gabe. Sie wollen sich an mich vergehen, doch etwas hält sie zurück. Sie haben Angst. Aber nicht vor mir, sondern vor Aro. Der ein Verbot ausgerichtete hat, dass mich keiner anfassen darf. Er hatte seinen Standpunkt klar gemacht. Er war mein Herr und ich würde gehorchen. Er sagt mir, ich wäre wie eine Tochter für ihn die er nie hatte. Seit er mich aus dem Zimmer rausgeholt hat, veränderte er sich. Vor andere macht er mich nieder und brüllt mich an. Aber wenn keiner da ist, behandelt er mich wie eine Porzellan Puppe. Die jeden Augenblick zerbrechen konnte. Was ich auch innerlich tat. Mit jedem weitern Mord den ich verursachte, stirbt etwas in mir und das Monster wird immer lauter in meinem Kopf. Ich sank noch tiefer in die Badewanne und öffnete die Augen. Ich weiß nicht wie lange ich schon Unterwasser bin. Aber es fühlt sich gut an nichts zu hören. Das Monster ist stumm und meine Dämonen haben mich verlassen. Er hatte sie getötet, damit er sich ausbreiten kann wie ein Parasit. Ich spüre ihn nah an der Oberfläche meiner toten Seele. Er kratzt daran. Versucht herauszukommen. "Cloe!?" Hörte ich eine aufgebrachte Stimme, die nur gedämpft zu mir durchbrach. Ich schloss meine Augen wieder und wollte sterben. Doch das würde er nicht zulassen. Deshalb ziehe ich mich langsam wieder an die Wasseroberfläche. Wo mich lautes poltern begrüßte. "Mach diese verdammte Tür auf! Und komm heraus. Aro ist schon ganz aufgebracht wo du bleibst!" Schrie Jane gegen die Tür. Diese kleine Zecke. Ich habe nicht einmal 5 Minuten Zeit für mich. Aro hat sie auf mich gehetzt, damit ich nichts dummes anstellen konnte. Ihre Aufgabe nahm sie sehr ernst. "Töte sie." Meldete sich mein Monster. Genervt wusch ich meine Haare aus. "Ich komme gleich!" Feuchte ich. Ich konnte hören wie sie sich von der Tür entfernte. Als ich mit meinen Haaren fertig war, machte ich das getrocknete Blut an meinem Hals weg. Das von meinem letzten Opfer stammt. Er hat sich stark gewährt, sodass ich gezwungen war es schnell zu machen. Das ist eigentlich nicht meine Art. Ich lasse meine Opfer eigentlich gerne leiden. Aber wieso? Vielleicht weil ich mein eigenes Leben nicht beenden kann, und die dafür verantwortlich mache. Oder auch nur weil sie schlechte Vampire oder Menschen sind. Die wahllose Frauen/Männer entführten und schlimme Dinge mit ihnen anstellen. Oder weil ich es genieße, denn wenn mich schon jeder als Monster sieht, kann ich auch gerne eins sein.

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