PoV:Cloe
„Die Monster waren nie unter meinem Bett. Weil die Monster in meinem Kopf waren.
Ich fürchte keine Monster, denn ich sehe keine Monster. Denn die ganze Zeit über war ich das Monster."
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Ich ging nachdenklich ins Haus. Bella muss denken ich mache mich an Edward ran, was ich definitiv nicht tue. Es gibt so viele Sachen die gegen uns wären. Unwillkürlich musste ich an die Sache denken was Seth gesagt hat. Mit der Prägung und Jacob. Ich werde bald wieder nach La Push fahren und mit ihm reden. Eigentlich könnte ich auch seinen Geruch folgen aber er hat irgendwie einen eigenartigen Geruch. Und zwar nach Matsch. Und ehrlich gesagt will ich die Suche doch irgendwie verlängern. Ich trau mich noch nicht ihm unter die Augen zu treten. Carlisle unterbrach meine Gedanken. "Cloe ich würde mich freuen wenn wir uns kurz unterhalten können." Fragte er sanft. Carlisle hatte schon immer eine beruhigende Ausstrahlung auf mich. Ich freute mich sehr daß er endlich mit mir reden wollte. Er hat immer gesagt ein ander Mal vielleicht. Und jetzt ist es so weit. Ich mache mir irgendwie Sorgen das er etwas in mir aufwühlt. Aber ich will es versuchen, und meine Dämonen unterdrücken. "Gerne." Sagte ich und ging mit ihm hoch, in sein Büro. Wir setzten uns auf die Couch vor dem Kamin. Das Feuer knisterte und das war das einzige was man hörte. Zuerst sprach keiner und wir guckten uns auch nicht an. Ich konnte ihm im Augenwinkel sehen. Er hatte ein sanftes Lächeln im Gesicht. Er sah sehr zufrieden aus. Er erwiderte meinen Blick und sein lächeln verrutschte etwas. Und seine Zufriedenheit war verschwunden. "Das mit deinem Haus ist geklärt." Sagte er auf einmal. Kurz war ich verwirrt, doch dann fiel mir ein das er sich um mein Haus kümmern wollte, und es zum Verkauf bereit machen wollte. "Danke." Sagte ich und guckte ihn fest an. Er wusste was ich wollte. Er guckte wieder zum Feuer und sah nachdenklich aus. "Ich weiß Cloe, ich habe vieles falsch gemacht. Und das mit dem Gespräch das es so lange gedauert hat tut mir auch leid. Aber Edward wollte nicht das ich dich irgendwie triggere. Deshalb habe ich erstmal nichts gesagt." Verdutzt guckte ich ihn an. Ich zischte und sah aus dem Fenster. Wieso mischt sich Edward überall ein? Mit diesem Gespräch hat er nichts zutun. Carlisle lachte leicht auf, verwirrt guckte ich ihn an. "Sei ihm nicht böse Cloe. Er macht sich bloß sehr große Sorgen um dich und will dich beschützen. Hab Nachsicht mit ihm." Sagte er wieder sanft. Papa Carlisle dachte ich mir und musste lächeln. "Ja, das habe ich schon oft mitbekommen." Erwiderte ich. "Er denkt er wäre Schuld an deinem leiden." Sagte Carlisle. Ich nickte leicht und fixierte das Feuer. "Wir können zwar die Zeit nicht zurückdrehen aber wir können das hier und jetzt für dich besser machen. Edward hat es im Moment nicht leicht weißt du. Das mit Jacob und der Prägung macht ihm sehr zu schaffen. Für ihn bist du irgendwie besonders und das hat nichts mit eurer Vergangenheit zutun. Ich kann es noch nicht erklären aber ich werde weiter suchen." "Was suchen?" Ich sah zu Carlisle hoch. "Naja...ich suche schon länger den Grund für diese Zuneigung die er für dich hat. Sie ist etwas ganz besonderes und ich habe schon eine Vorahnung was es zu bedeuten hat. Aber du bist mir auch ein Rätsel." Er lächelte mich schief an. Ich runzelte die Stirn. Eigentlich wollten wir wegen unserer Vergangenheit reden aber jetzt kommen ganz andere Themen auf. "Ich versteh nicht was du damit meinst." Sagte ich. "Eigentlich müsstest du dich Hals über Kopf in Jacob verlieben, da er sich auf dich geprägt hat. Aber du scheinst keine Gefühle für ihn zu haben. Es ist so daß sich in der Regel die Menschen sich auch in diese verlieben. Und auch Vampiren haben sich schon mit Werwölfen zusammengetan und haben sich geliebt. Aber bei dir ist es ganz anders. Ich werde auf jeden Fall weiter nachforschen." Sagte Carlisle mit fester Stimme. Bevor ich etwas erwidern konnte kam Edward rein. Er sieht nicht erfreut aus. "Carlisle." Sagte er. Carlisle stand auf und ging zu Edward. "Mach mir keine Vorwürfe Edward. Alles was ich gesagt habe stimmt. Es stimmt schon das sich Jacob auf sie geprägt hat aber sie sich nicht auf ihn. Sie sind keine Seelenverwandte." Geschockt guckte ich ihn an. Edward war sichtlich wütend. Er zischte und rieb sich die Schläfe. "Verdammt Carlisle!" "Ich weiß mein Sohn." Ich versteh gerade gar nichts mehr. Carlisle drehte sich zu mir um. Er sah irgendwie bedrückt aus. "Tut mir leid Cloe unser Gespräch muss ich noch einmal verschieben. Ich muss leider los." Sagte er und ging zur Tür raus. Jetzt waren Edward und ich alleine. "Was geht hier vor Edward?" Edward hatte sich zu mir auf die Couch gesetzt aber mit sehr viel Abstand. "Es ist alles gut Cloe. Mach dir keine Sorgen." Sagte er und lehnt sich hinter. Er sieht sehr nachdenklich aus. Die Wut von vorhin scheint wohl weg zu sein. Ich wurde langsam ziemlich wütend. Ich dachte er wollte mir nichts mehr verheimlichen. Ich zischte und wand mich ab von Edward. Es war einige Zeit still. Ich dachte da kommt noch was von ihm aber nichts. Also stand ich wütend auf und ging zur Tür. "Wo willst du hin?" Rief er mir hinterher. "Ich kann und will gerade nicht mit dir reden!" Rief ich und ging zur Haustür raus. Edward schrie mir noch etwas hinterher aber ich schaltete komplett aus. Ich rannte so schnell in den Wald wie ich nur konnte. Die Bäume zischten an mir vorbei. Der Wind peitschte mir ins Gesicht und der Regen prasselte auf mich ein. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen und genoss die Freiheit.
Ich lief und lief. Ich weiß nicht wie lange ich hier schon laufe aber es ist mir auch egal. Ich musste wegen einer hohen Klippe stehen bleiben. Ich sah mich um und konnte erkennen daß ich in La Push bin. Ich seufzte. Na toll. Ich setzte mich ins Gras und legte mich hin. Der Regen hat schon vor einer Weile aufgehört. Meine Kleidung ist durchnässt aber das stört mich gerade nicht. Ich dachte über vieles nach. Auf einmal hörte ich ein knacksten. Ich stand so schnell es ging auf und sah mich um. Ich konnte etwas dunkles im Wald erkennen. Panik machte sich in mir breit. Die Erinnerungen an diese Nacht, wo ich 'Jasper' gesehen habe stürzten sich auf mich. Ich schüttelte mein Kopf und konzentrierte mich ganz auf den Schatten. Er bewegte sich gerade zu auf mich los und sprang. Zuerst realisierte ich nicht was passiert. Meine Sicht wurde verschwommen und ich fiel in die unendliche Dunkelheit. Ich hörte etwas knacksten und jemand jaulte. Aber das alles war nur Nebensache. Ich flog dachte ich und schloss die Augen. Ich spürte Adrenalin in meiner Brust. Ich lächelte und gab mich ganz der Dunkelheit hin. Ich merkte wie ich auf etwas hartes fiel und ich komplett runter gezogen wurde. Das Meer verschlang mich in ganzen Stücken. Ich wehrte mich nicht. So war ich dem Wasser näher als je zuvor. Ich wurde gewaltsam herumgeschleudert und sank immer mehr. Die Dämonen schrien mich an ich sollte kämpfen. Sie konnten nur überleben wenn ich überlebe. Und auf einmal war es still. Die Dämonen verstummten komplett. Sie ließen eine dunkle leere in mir zurück. Mir war gar nicht aufgefallen wie weit unten ich schon war und das die Strömung mich immer mehr hin und her riss. Ich hatte meine Kontrolle wieder und versuchte nach oben zu schwimmen. Als Vampir brauchte ich kein Sauerstoff. Aber ich will hier nicht für immer feststecken. Mit meiner ganzen Kraft schwamm ich nach oben aber ohne Erfolg. Mein Körper ist von der ganzen rennerei erschöpft. Meine Kräfte ließen nach und die Strömung gewann. Wiederwillig ließ ich es zu. Auf einmal war ich so müde. Gerade als ich aufgeben wollte packte mich jemand und zog mich zu ihm. Er schwamm so schnell hoch daß wir in wenigen Sekunden schon oben waren. Mit meiner letzten Kraft hielt ich mich an dem Fremden fest. Wegen meiner Erschöpfung schloss ich meine Augen. Er legte mich ans Ufer und sprach zu mir. Ich hörte aber nur ein rauschen und kuschelte mich mehr zu dem Fremden. Es ist mir egal wer es ist, er soll bloß bei mir bleiben. Er verstummte und hielt mich ganz fest. Nach einer Weile konnte ich wieder normal hören. Der nicht mehr so Fremde strich mir übers Haar. "Du wirst ärger bekommen." Sagte ich leise. Er lachte nur kurz auf und zog mich näher zu ihm. "Ist mir egal." Sagte Edward. Edward war mein Retter. Es kam mir so vor als würde er ständig mich retten. Ich hörte wie jemand zu uns lief ich drehte mich aber nicht um. Edward versteifte sich etwas was mich dann doch auf blicken ließ. Vor uns stand ein großer Mann. Wieder einmal sah er sehr vertraut aus. Dieses Gefühl hatte ich schon bei Seth. Er hatte das gleich Tattoo auf der linken Schulter und auch kein T-Shirt an. "Hallo Sam." Dieser Sam sah gar nicht zufrieden aus. "Edward." Sagte dieser nur. Ich merkte daß es Zeit wurde zu gehen deshalb befreite ich mich von Edward's armen und stand auf. Es war unangenehm zu stehen und mir wurde etwas Schwindel. Aber es war nicht so schlimm. Edward stand auch auf und legte ein Arm um meine Taille. "Edward wir sind dir sehr dankbar das du sie gerettet hast. Wir sind dir und deiner Familie etwas schuldig." Edward schüttelte den Kopf. "Das ist sehr freundlich Sam aber ich würde sie immer retten egal vor was und wem. In erster Linie habe ich an sie gedacht und nicht an euer Rudel und das Bündnis." Erklärte Edward. Sam nickte und sah mich an. "Es tut mir leid Cloe das jemand aus unserem Rudel dir etwas angetan hat. Ich hoffe du kannst uns verzeihen." Sagte er. Verwirrt guckte ich zu Edward. Seine nassen Haare hingen ihm ins Gesicht. Seine Kleidung war genau wie meine durchnässt. Er sah mich nicht an sondern zum Boden. "Es gab ein Missverständnis. Die Person die dich angegriffen hat, dachte du wärst eine andere Frau. Die Frau von der ich dir erzählt habe. Sie streift schon einige Tage hier rum." Ich seufzte nur und nickte. "Schon gut. Es hat mich gefreut dich kennenzulernen Sam. Vielleicht können wir uns mal wann wanders unterhalten aber ich muss leider los." Ich lächelte ihn schwach an und löste Edward's Arm von mir und ging Richtung Straße. Ich hörte noch wie Edward sich von Sam verabschiedet und zu mir lief. Es war still zwischen uns. "Ich habe da vorne geparkt." Sagte er dann. Verdutzt guckte ich ihn an. "Woher wusstest du wo ich war?" Edward lächelte leicht. "Ein Geheimnis." Ich guckte wieder nach vorne. Ich musste erstmal verarbeiten was überhaupt passiert ist. Und auch Edward war in seinen Gedanken. Wir stiegen in sein Auto und fuhren los. Es war irgendwie unangenehm zwischen uns. Deshalb wollte ich mich erstmal bedanken. "Danke Edward. Ich weiß ich bin stur und ich sollte nicht immer weglaufen. Aber wenn du mir einen Grund zum weglaufen immer wieder gibst, dann kannst du mich irgendwann nicht mehr retten." Sagte ich leise. "Du kannst immer mit mir reden und auch etwas verlangen Cloe. Warte nicht darauf das die Menschen auf dich zukommen. Denn das werden sie bestimmt nicht aus Freienstücken machen." Was er sagt stimmt zwar aber wenn man immer für sich allein gekämpft hat fällt es einem nun mal schwer auf andere zuzugehen.
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Twilight-Saga FF
Fantasía"Ich glaube, ich halte immer noch an etwas fest, von dem ich eigentlich weiß, dass es nie passieren wird, aber irgendwo tief in meinem Inneren habe ich eine kleines Stück Hoffnung, dass es eines Tages doch passieren wird.„ ~Cloe Cullen. ·#1 -twiligh...
