Kapitel 15 - Noah

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Bin echt produktiv seit ein paar Tagen, weil ich endlich richtig Zeit habe. Leider sind meine Ferien aber schon am 1. August vorbei und das nächste Schuljahr wird echt anstrengend für mich. Ich weiß also nicht, wie viel Zeit ich dann zum Schreiben finde.
Ich versuche, diese Story bis Anfang/Mitte August zu beenden. Und dann kommen erstmal bis Dezember ein paar wenige Oneshots. Im Dezember kommt dann wieder eine Story, an der ich auch schon fleißig schreibe :)
Viel Spaß bei dem Kapitel <3

Der Dezember war schnell vorangeschritten und Colin und ich hatten unsere Wohnung mit Lichterketten und Weihnachtsdeko geschmückt. Wir hatten uns gegenseitig Weihnachtskalender gebastelt, welche wir uns nach der Schule am ersten Dezember, dem Tag vorm Weihnachtsmarkt, geschenkt hatten. Colin's Tütchen hatte ich an einen Strick gehangen, welchen wir über dem Fenster beim Esstisch befestigt hatten. So sah es gleich viel weihnachtlicher aus. Mein Kalender hingegen war zum hinstellen. Colin hatte 24 kleine Häuschen gekauft und diese mit unterschiedlichen Dingen gefüllt. Der Kalender stand auf dem Couchtisch.

Colin kam gerade aus der Schule wieder und ließ sich neben mir auf der Couch nieder. Heute hatten wir beide keine Schicht. Wir hatten uns die letzte Woche frei genommen, um ein wenig die Zeit zusammen zu genießen. Seitdem waren wir oft im Park spazieren und hofften sehr, dass bald der erste Schnee des Winters fiel.

„Na?" Ich grinste Colin an. Er hatte die Augen geschlossen und machte keinen Anstalten, demnächst wieder aufzustehen. „Lust, einen Film mit mir zu schauen?" fragte ich ihn. Er drehte sich zu mir und öffnete die Augen. Dann schüttelte er den Kopf. „Fühl mich nicht so gut..." murmelte er. „Kopfschmerzen."
„Wirst wohl krank." stellte ich fest. Er nickte.

Ich legte eine Hand auf Colin's Stirn, um zu überprüfen, ob er Fieber hatte. Mir kam seine Stirn ziemlich warm vor, weshalb ich aufstand, um das Fieberthermometer zu holen. Er nahm es. Tatsächlich zeigte das Thermometer 37,8 grad an. Mein Freund hatte also wirklich leichtes Fieber.

„Du solltest dich ins Bett legen und dich ausruhen. Ich bringe dir eine Tasse Tee. Brauchst du sonst noch was?" fragte ich. Er schüttelte den Kopf. „Danke." murmelte er, während er wieder aufstand und schwankend ins Schlafzimmer lief.

Ich kochte in der Zwischenzeit eine Kanne Tee und ging mit dieser und einer Tasse zu Colin. Der Brünette saß auf dem Bett und sah mich mit einem gequälten Blick an. Er hatte die Jeans aus der Schule ausgezogen und sie gegen seine Schlafhose ersetzt. Sein Schlafoberteil lag neben ihm, doch scheinbar fand er keine Kraft, sich seinen Pullover auszuziehen und das Schlafshirt anzuziehen.

Ich stellte den Tee auf unseren Nachtschrank und ging dann zu Colin. „Soll ich dir helfen?" fragte ich besorgt. Er nickte schwach und hob die Arme ein kleines Stück, sodass ich ihm den Hoodie ausziehen konnte. Ich ließ ihn neben uns auf das Bett fallen und zog Colin dann schnell sein Schlafshirt an. Damit er nicht fror, holte ich ihm noch einen meiner Pullover aus dem Schrank. Den, den ich anhatte, als wir das erste mal gemeinsam die Wand angestarrt hatten. Er liebte diesen Pulli, das wusste ich.

Dankend sah Colin mich an, ehe ich ihm den Pullover überzog und er sich unter die Decke kuschelte. „Willst du, dass ich bei dir bleibe?" fragte ich leise. Er schüttelte den Kopf. „Will dich nicht anstecken." murmelte er. Ich nickte leicht. „Versuch zu schlafen. Und trink was von dem Tee, ja?" ich zeigte auf die Kanne neben ihm, ehe ich ihm eine Tasse eingoss.

Mein Freund setzte sich nochmal kurz ein Stück auf und nahm die Tasse in seine Hand. Er zitterte leicht, weshalb es ihm schwer fiel, die Tasse zu halten. Colin nippte kurz am Tee und stellte die Tasse dann wieder weg.

„Ich ruf deine Eltern an, ja? Damit sie Bescheid wissen." sagte ich zu Colin. Dann machte ich mich auf den Weg aus dem Zimmer, um meinem armen, kranken Freund ein wenig Ruhe zu schenken.

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