Kapitel 24 - Colin

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Das Kapitel ist viel zu kurz, aber ich hoffe, es gefällt euch trotzdem und ist ein guter Abschluss :)
Und ja, ich hab's tatsächlich geschafft, das Kapitel jetzt schon zu beenden und nicht wieder eine fünf Tage lange Pause zu machen

Nach einigen Wochen des Trubels und mit vielen Vorbereitungen war heute nun endlich der große Tag. Noah und ich würden tatsächlich heiraten!

Es war schon Ende September, als dieser Tag endlich gekommen war. Noah war im Sommer mit Ava in Erfurt in der Stadt, um einen Anzug zu kaufen, während ich in Köln mit Julia unterwegs war. Das einzige, was ich von Ava wusste war, dass Noah der Anzug stand. Wow, wer hätte es gedacht.

Ich war schon total aufgeregt, Noah endlich in diesem Anzug zu sehen. Nervös war ich ebenfalls. Das würde vermutlich der nervenaufreibendste Moment meines Lebens sein. Und der beste Tag meines Lebens.

Gemeinsam mit Julia machte ich mich am Morgen fertig. Sie bestand darauf, mich zu stylen, während Ava wieder Noah übernahm.

Zu der Hochzeit hatten wir nur unsere engsten Freunde und Familienmitglieder eingeladen. Julia, Ava, Joel, Charly, Matti und Lotta waren eingeladen. Noah bestand ebenfalls darauf, seine Schulfreunde einzuladen, leider hatten die beiden aber keine Zeit. Sie hatten uns jedoch einen wunderschönen Tag gewünscht und uns auch zur Hochzeit beglückwünscht.

Und dann, endlich, war der Moment gekommen. Noah und ich standen uns gegenüber und grinsten uns wie verrückt an. Noahs Anzug sah wunderschön an ihm aus. Am liebsten wollte ich ihn die ganze Zeit anschauen. Der Anzug war schlicht und Schwarz, sah jedoch nicht nach Trauerfeier aus. Wir beide bewunderten den jeweils anderen, während wir versuchten, den Worten der Standesbeamtin zu folgen. Als sie uns schließlich fragte, ob wir den jeweils anderen zum Mann nehmen wollten, antworteten wir beide mit einem sehr klaren Ja.

Wir fielen einander um den Hals und verbanden unsere Lippen zu einem intensiven, langen Kuss. Unsere ganzen Gäste waren mindestens so emotional wie Noah und ich. Alle hatten Tränen in den Augen, als wir uns irgendwann wieder voneinander lösten. Knutschen konnten wir noch den ganzen Tag.

Nun trugen wir beide einen goldenen Ring an der rechten Hand. Den ganzen Tag blickte ich nur auf Noahs Hand oder meine. Ich konnte das gar nicht richtig glauben. Den ganzen Tag über ließ ich Noah nicht los. Ich brauchte ihn ununterbrochen an meiner Seite, damit ich das richtig realisieren konnte.

Noahs Lippen waren geziert von einem strahlenden Lächeln. Sogar seine Eltern waren gekommen und freuten sich sehr für uns. Sie hatten uns versprochen, für uns da zu sein und uns zu unterstützen, soweit sie es konnten.

Immer wieder musste ich mich zu meinem Freund lehnen und unsere Lippen miteinander verbinden. „Ich liebe dich so sehr, Noah!" flüsterte ich. „Ich liebe dich mehr, als alles andere, Colin!" erwiderte mein Freund ehrlich. Wir gaben uns einen weiteren kurzen Kuss und wussten, dass wir vielleicht später mal ein wenig Zeit zu zweit brauchten.

„Kommst du kurz mit?" fragte Noah mich in genau dem Moment. Ich nickte und ließ mich von ihm hinterher ziehen. Noah zog mich nach drinnen in den Feierraum, den wir gemietet hatten. Einige Leute hielten sich drinnen auf, andere draußen. Meine Eltern standen an einem der Tische und lächelten uns nun kurz zu. Wir erwiderten es schnell, ehe Noah mich weiter zog, in die kleine Abstellkammer am anderen Ende.

Ich schaltete das Licht an, während Noah die Tür schloss und mich an diese drückte. Begierig verband er unsere Lippen miteinander. Ich erwiderte den stürmischen Kuss voller Leidenschaft und ließ Noah einfach mal den Ton vorgeben. Mein Freund zog mich immer enger zu sich und legte seine beiden Arme um meine Hüfte. Meine Arme wickelten sich um seinen Hals und hielten ihn so dicht bei mir.

Unsere Lippen trennten sich nicht eine Sekunde voneinander. Erst, als wir beide Luft zum Atmen brauchten, lösten wir uns wieder. Ich sah Noah verliebt an. Noah. Meinen Ehemann. Die Zeit verging so schnell, dass das auch Stunden nach der Hochzeit noch unwirklich klang.

„Ich kann's kaum glauben." flüsterte ich ihn zu. „Was meinst du? Dass wir verheiratet sind?" fragte Noah nach. Ich nickte stumm. „Ich auch. Es ist irgendwie so unwirklich. Wir haben es tatsächlich geschafft. Ich bin so froh, dich zu haben, Schatz." erwiderte Noah. „Ich bin so froh, dass du meins bist." meinte ich darauf und Noah nickte zustimmend. „Ich bin froh, dass wir uns haben." flüsterte er.

Dann zog ich ihn wieder in einen innigen Kuss. Wir waren gerade dabei, unsere Zungen mit einzusetzen, als wir unsanft unterbrochen wurden.

Es klopfte laut an der Tür, an der ich noch immer gelehnt stand. „Ist da jemand drin?" rief die Stimme von Julia. Peinlich berührt sahen Noah und ich uns an. „Hallo?" rief Julia erneut, als wir noch immer nicht geantwortet hatten. „Noah, Colin, seid ihr das?" fragte sie dann diskret nach. Ich sah Noah kurz einmal an, der leicht nickte. Also lösten wir uns ein Stück voneinander und öffneten die Tür.

Julia hatte gerade ausgeholt, um erneut zu klopfen, wobei sie mir fast ins Gesicht geschlagen hatte. Im letzten Moment hatte sie bemerkt, dass die Tür geöffnet wurde und ihre Hand wieder zurückgezogen.

„Was habt ihr da drin gemacht?" fragte sie sofort skeptisch. „Gechillt?" erwiderte Noah. Julia zog eine Augenbraue hoch. „Egal. Colin, deine Mum meinte, ich soll noch ein paar Stühle raus holen, wenn wir dann Abendessen machen wollen. Uns fehlen noch zwei oder so." erklärte Julia uns. Hinter ihr stand noch Ava, welche ich erst jetzt bemerkte. „Sorry, wir können die Stühle bringen." entschuldigte ich mich sofort. „Aber nicht wieder im Abstellraum einsperren und erst eine halbe Stunde später raus kommen!" sagte Julia streng und ging dann zusammen mit Ava wieder zu den anderen.

Noah und ich gingen wieder in den Raum, diesmal jedoch nicht zum knutschen, sondern um die zwei Stühle zu holen. Wir gesellten uns wieder zu den anderen und setzten uns dazu. Die Stimmung war perfekt. Der ganze Tag war es. Ich wünschte, mein Leben würde für immer so bleiben. So perfekt.

Wenn ich an diesem Tag nur gewusst hätte, dass es das wirklich war...

'Cause it's not, "Goodbye, " it's, "See you later"
You changed my life, you made me braver
I'll carry you with me forever
It's not, "Goodbye, " it's not, "Goodbye"
I'll see you later

Ob ich gerade fast geweint habe? Ja... Ich kann's einfach nicht glauben, dass es jetzt vorbei ist. Das sind vier Monate harte Arbeit gewesen, beide Teile zu schreiben. Und ganze 48300 Wörter, wenn man beide Teile zusammen zählt, wobei der zweite allein schon 30000 hat...

Als ich den letzten Satz der Fanfiction geschrieben habe, kam gerade ‚see you later' weshalb ich dann den kurzen Liedtext dahinter schreiben musste. Wäre das Lied nicht genau da gekommen, hätte ich vermutlich noch ein bisschen weiter geschrieben, aber so ist das Ende meiner Meinung nach perfekt.

Ich kann das hier mit gutem Gewissen abschließen. Und ich hoffe, dass es nicht das letzte ist :)

I'll see you later (spätestens Ende September/ Anfang Oktober kommt eine neue Fanfiction mit 7-10 Kapiteln, die ich aber alle auf einmal posten werden, damit dieser Schreibdruck nicht mehr da ist. Und im Dezember könnt ihr euch auf einen wundervollen Weihnachtskalender freuen. Jetzt gibt's vielleicht immer mal Oneshots)

Bye, eure Anouk <3

Made for each other Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt