Ein paar Tage später geht es dann mit der Tour weiter.
Nach den ersten drei Konzerten fährt John nach Spanien.
Als sie dann in Linz wieder auf John treffen, spricht Jimmy ihn an: „Na Bruder, wie war dein Urlaub?"
„Danke, es war toll, die drei Mal wiederzusehen", antwortet John und man erkennt ein leichtes Grinsen auf seinem Gesicht.
„Das freut mich. Aber warum grinst du so?" versucht Jimmy etwas zu erfahren.
„Na ja, Maite und ich haben uns sehr gut verstanden, ich glaube, sie mag mich", gibt John zu.
„Aha, das ist doch toll. Du verdienst es auch wieder, glücklich zu werden. Magst du sie denn auch?" möchte Jimmy wissen.
„Ja, schon. Aber was ist, wenn das Baby doch von mir ist? Das würde doch alles verkomplizieren", äußert John seine Bedenken.
„Ja, klar, würde das alles etwas komplizierter machen, aber willst du deshalb auf dein Glück verzichten?" gibt Jimmy zu bedenken.
„Nein, das möchte ich eigentlich nicht. Ich werde, wenn ich nach unserem letzten Konzert wieder herunterfahre, mit Maite sprechen und ihr alles erzählen. Vielleicht hat sie dann ja gar kein Interesse mehr an mir", sagt John.
„Wenn sie dich wirklich mag, wird sie das schon verstehen. Und alles andere wird sich finden, wenn das Baby da ist", beruhigt Jimmy seinen Bruder.
„Ich hoffe, du hast damit recht", sagt John.
Die nächsten zwei Wochen sind die Kellys auf Tour. Weihnachten feiern alle gemeinsam zu Hause in Köln, wo dann auch das letzte Konzert des Jahres stattfindet.
Bei Ashley sieht man inzwischen einen kleinen Bauch, weshalb sie sich auch im Hintergrund aufhält, damit niemand von der Presse etwas mitbekommt. Außerdem trägt sie weite Pullis.
Am Tag nach dem letzten Konzert verabschiedet John sich auf unbestimmte Zeit nach Spanien, er möchte dort nach dem Stress der letzten Zeit zur Ruhe kommen.
Er steht mit Ashley und Jimmy noch in der Halle, wo er sich bereits von den anderen verabschiedet hat.
„So ihr zwei, passt mir gut aufeinander auf und meldet euch zwischendurch mal, wie es euch und vor allem dem Baby geht", verabschiedet John sich.
„Machs gut John, pass auf dich auf und ich drücke dir die Daumen, dass dir die Zeit da unten etwas bringt. Denk dran, was ich dir gesagt habe", verabschiedet sich Jimmy zwinkernd von seinem Bruder.
Dann verlässt John das Schloss, um zum Flughafen zu fahren.
Anfang Februar fliegen Ashley und Jimmy nach Irland, um eine Zeit bei Ashleys Tante zu verbringen.
Als sie eines Abends im Bett liegen und kuscheln, zuckt Ashley zusammen.
„Gib mal deine Hand", sagt sie zu Jimmy und legt sie auf ihren Bauch.
Kurz darauf zuckt auch Jimmy zusammen und fragt: „Ist es das, was ich denke?"
„Ja, das Baby hat getreten", antwortet Ashley lächelnd.
„Wahnsinn, dass sogar ich das spüren kann. Tut das eigentlich weh", möchte Jimmy wissen.
„Das leichte Treten jetzt ist eher wie ein Blubbern, aber ich habe gehört, dass es im Verlauf der Schwangerschaft, wenn das Baby größer wird, schon mal unangenehm sein kann. Aber das nehme ich gerne in Kauf", berichtet Ashley.
Sie wissen inzwischen auch schon das Geschlecht, es wird ein kleines Mädchen werden. Mit dem Namen aussuchen möchten sie aber warten, bis sie wissen, wer der Vater ist. Aber alle drei haben schon ihre Ideen.
Als Ashley und Jimmy wieder in Köln sind, ist John auch wieder da, allerdings nicht alleine. Er hat Maite Itoiz, seine Freundin, mitgebracht.
Nach einem gemeinsamen Abendessen sitzen John, Maite I., Jimmy und Ashley zusammen im Wohnzimmer.
Ashley und Maite verstehen sich gut, sie unterhalten sich in einem Mischmasch aus Deutsch und Spanisch.
John schaut zu Jimmy und flüstert: „Also die erste Hürde hat sich schon mal erledigt. Die beiden verstehen sich echt gut."
Ji: „Ja, das würde im Falle, dass du der Vater bist, einiges leichter machen."
Jo: „Aber auch wenn es nicht so sein sollte, ist es gut. Schließlich ist sie immer noch meine Ex-Freundin. Nicht jede Frau würde es akzeptieren, dass der Freund noch Kontakt zur Ex hat und das auch noch so eng."
Ji: „Ja, das stimmt allerdings. Ich freue mich echt für dich, dass ihr zueinander gefunden habt."
Jo: „Maite ist so eine tolle Frau. Ich werde übrigens bei ihr in Spanien bleiben, ich werde, wenn wir fahren, auch meine Sachen mitnehmen. Die anderen wissen das aber noch nicht, also verrate bitte noch nichts."
Ji: „Nein, ich verrate nichts. Wann wollt ihr es den anderen erzählen?"
Jo: „Morgen beim Frühstück, wir wollten nur warten, bis ihr auch wieder hier seid. Wir sind ja schon ein paar Tage hier."
Ji: „Was ist mit Ashley? Darf ich es ihr sagen?"
Jo: „Ja, das kannst du gerne machen. Es ist vielleicht besser, wenn sie es vor den anderen erfährt."
Dann beobachten die Brüder ihre Freundinnen einen Moment, bis Ashley John bittet, zu ihnen zu kommen.
A: „John, setz dich mal zu uns."
Jo: „Ja, was gibt es denn?"
A: „Leg mal deine Hand auf meinen Bauch."
John schaut zu Maite, aber die nickt nur und legt seine Hand auf Ashleys Bauch. Genau in dem Moment tritt die Kleine.
Jo: „Oh Wahnsinn, die Kleine hat mich gerade getreten. Das ist ja ein cooles Gefühl."
M: „Ja, das fühlt sich echt toll an, ich durfte gerade auch schon mal fühlen."
A: „Maite und ich haben gerade etwas besprochen, wenn es für euch beide, also Jimmy und dich ok ist, hätte ich euch gerne beide bei der Geburt dabei. Für Maite ist es in Ordnung. Ihr würdet dann zwei Wochen vor dem Termin herkommen und dann so lange bleiben, bis das Ergebnis da ist. Danach entscheiden wir bzw. ihr dann weiter."
Jimmy und John schauen die Frauen etwas überrascht an.
Jo: „Also für mich wäre es in Ordnung, denn falls sie meine Tochter ist, wäre ich schon gerne bei der Geburt dabei."
Ji: „Für mich ist es auch in Ordnung, ich sehe es so wie John. Aber geht das denn?"
A: „Wieso sollte es nicht gehen. Aber ich bzw. wir hatten in der Richtung eh noch einen Vorschlag, den wir euch machen wollten."
Jo: „Was denn für einen Vorschlag?"
M: „Ashley wird ihre Hebamme fragen, ob nicht eine Hausgeburt möglich wäre. Das hätte neben der Tatsache, dass ihr beide dabei sein könnt, ohne blöde Fragen zu beantworten, auch den Vorteil, dass die Presse nichts mitbekommt."
Jo: „Also jetzt bin ich echt baff. Ihr versteht euch jetzt nach den paar Stunden und trotz der ganzen Situation schon so gut, als ob ihr seit Jahren die besten Freundinnen seid."
A & M (im Chor): „Freu dich doch."
Die beiden müssen lachen, als sie in die immer noch verwirrten Gesichter ihrer Freunde blicken.
Jo: „Ich freue mich da sehr drüber. Aber ich bin trotzdem etwas überrascht."
Ji: „Tja, Bruder. Wir haben eben zwei tolle Frauen. Den Vorschlag mit der Hausgeburt finde ich übrigens gut, vorausgesetzt, die Hebamme gibt grünes Licht. Denn ihr habt mit den Begründungen absolut recht."
Jo: „In Ordnung, wenn die Hebamme es erlaubt, bin ich auch damit einverstanden."
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Liebeschaos
FanfikceDie Kelly Family findet auf dem Rückweg eines Konzertes eine leicht verletzte Frau und nimmt diese bei sich auf. Sie wird von allen herzlich aufgenommen, vielleicht von dem ein oder anderen zu viel? Es entsteht eine außergewöhnliche Liebesgeschichte...
