Kapitel 22.

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POV - Alex

Der Morgen war frisch und klar, als ich aus dem Haus ging und ich spürte eine ungewohnte Leichtigkeit in mir. Es war ein Gefühl, das ich in den letzten Wochen fast vergessen hatte. Die Luft hatte etwas Belebendes und während ich in meinen Truck stieg, spürte ich, wie locker ich in den Sitz fiel.

Während der Fahrt zur Schule ging mir der gestrige Morgen mit Emily durch den Kopf. Wie ein warmer Nachklang in meinem Herzen. Mit welcher Leichtigkeit und Vertrautheit ich einfach alles von der Seele reden konnte, war noch unbegreiflich für mich.

Doch es war nicht nur der gestrige Morgen, der eine Veränderung mit sich brachte. Es war viel mehr die Erkenntnis, dass unter all den Menschen um mich herum, sie mich fast wortlos verstand und akzeptierte. Aber egal, wie schön sich das Gesamtbild anfühlte, eine Stimme in meinem Nacken brachte mich immer wieder auf den Boden 'Es ist nur vorübergehend - Nichts ist für die Ewigkeit'.

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Vor dem Eingang der Schule waren meine Leute wie üblich an unserem Raucherplatz.

"Da bist du ja endlich!", begrüßte mich Vanessa euphorisch und schmiss ihre Arme um meinen Hals, als hätten wir uns Wochen nicht gesehen. "Jetzt mal raus mit der Sprache: Was ist mit deiner Hand passiert?"

Ich zuckte leicht mit den Schultern und versuchte meine Erklärung so beiläufig wie möglich klingen zu lassen "Nichts Großes. Ich habe jemandem geholfen, die Ärger hatte. Das war's."

"Nichts Großes?" Vanessa hob skeptisch eine Augenbraue. "Du läufst mit einem dicken Verband herum, und es soll nichts Großes sein? Klar doch."

"Naja, jetzt heißt es erstmal nur sechs Wochen kein Training", murmelte ich vor mich.

"Echt jetzt, Alex?" Tino schüttelte den Kopf. "Aber schön, dass du dieses Mal nicht dein Gesicht hingehalten hast", grinste er.

Bevor ich einen schnippischen Kommentar zurück pfeffern konnte, übernahm Vanessa das Kommando. Sie zog ein Blatt Papier aus ihrer Tasche und hielt es triumphierend in die Luft.

"Okay, Leute, hört zu! Ihr wisst ja, dass nächstes Jahr die Kursausflüge stattfinden, bevor die Abschlussprüfungen anfangen", grinste sie mit einem Kichern "Uuuund, ich habe uns alle für den Trip nach London eingetragen – keine Ausreden, alle kommen mit!"

Ich blinzelte überrascht. "Was?! Ness, du weißt, dass ich solche Sachen hasse."

"Oh, komm schon!" Ness stützte ihre Hände in die Hüften. "Ein Urlaub mit uns allen wäre genau das Richtige. Bevor der ganze Stress und die Prüfungen beginnen, brauchen wir das. Außerdem hast du gar keine Wahl", sagte sie zufrieden.

"Ich weiß nicht..." Tino zögerte und schaute skeptisch. Doch nachdem unser Protest nichts bei Vanessa bewirken konnte, haben wir uns schließlich mit der Idee angefreundet. Fünf Tage mit den Chaoten klangen dann doch gar nicht mehr so beschissen.

Nur Eric blieb ungewöhnlich still. Er stand etwas abseits, die Arme locker verschränkt, und starrte auf den Boden. Als die Klingel läutete, nutzte ich den Moment und zog ihn beiseite. "Hey, alles klar bei dir?"

Eric zögerte, ehe er antwortete. "Alex, ich... keine Ahnung, ich habe einfach das Gefühl, dass du mir nicht mehr alles erzählst."

Ich runzelte die Stirn. "Was meinst du damit?"

"Du bist in letzter Zeit anders. Wir haben früher über alles geredet, aber jetzt... ich weiß nicht, du scheinst dich zurückzuziehen." Eric sah mich eindringlich an. "Ist irgendwas los? Oder... gibt es etwas was du mir nicht erzählst?"

Man sieht sichGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt