Sang Woo's Sicht:
In Dunkelheit gehüllt, begann für uns die anstehende Nacht. Kämpfe wie gefährliche Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern waren nicht auszuschließen. Unser Team bestand aus drei übriggebliebenen Spielern unter anderem aus: Chunghee, Mike und mir. Zwei Spiele erwarten uns noch und langsam aber sicher kehrten meine Erinnerungen an damals wieder zurück. Zu meiner eigenen Sicherheit gab ich keine Infos preis und hoffte ich würde hier am Ende lebend entkommen. Das Preisgeld war mir ziemlich egal geworden, obwohl ich einen großen Haufen an Schulden angehäuft hatte und einige Menschen dieses Geld zurückverlangten. Sofern ich als Sieger die Squid Games verlassen würde, wäre das Geld ausschließlich für die Gläubiger und der Rest für meine Mutter. Sie hatte es mehr als ich verdient, da ich sonst nicht wüsste was ich damit anfangen sollte. Erneut ein Unternehmen zu gründen und in Aktien zu investieren, sollte von nun an meiner Vergangenheit angehören.
Der sanfte goldene Lichtschimmer des Sparschweins zeigte schemenhaft unsere Konkurrenten, die aktuell auf ihren Plätzen waren. Natürlich bestand die Möglichkeit auf einen Hinterhalt, um die letzten Spiele zu umgehen, doch das könnte genauso gut auch nach hinten losgehen. Für die erste Nachtwache meldete ich mich freiwillig, da ich zum jetzigen Zeitpunkt kein Auge zubekommen würde. Meine Gedanken kreisten um Min Yu und wie es ihr gehen würde. Sie hat keine Ahnung was ihrer Mutter widerfahren ist und im schlimmsten Fall würde sie auch ihren Vater an den Squid Games verlieren. Mum kümmert sich gewissenhaft um Min Yu. Das hat sie früher bereits getan wie auch bei manchen Nachbarskindern.
Stunden vergingen wie im Flug und anschließend löste mich Chunghee mit einem Schulterklopfen ab. Die restliche Nacht fanden keine Zwischenfälle statt und die Zahl 15 prangte weiterhin am großen Monitor über der Halle. Wie jeden Morgen wurden wir mit Frühstück versorgt, um gestärkt am nächsten Spiel teilzunehmen. Tausende scharfe Splitter. Die Hauptbestandteile würden aus Glas und einem Abgrund bestehen.
Min Yus Sicht:
Das ein einziges Bild so viel Aufregung verursachen würde, hätte ich niemals gedacht. In Omas Wohnzimmer schwelgte ich in Erinnerungen und begann an einer Zeichnung zu arbeiten. Drei Symbole bestehend aus einem Kreis, Dreieck und Viereck prangten inmitten des Papiers. Darunter zwei Vierecke jeweils in rot und blau. Links war ein Mann in einem Anzug mit passendem Aktenkoffer gezeichnet. Rechts davon meine Mutter, die sein Spiel gewinnen wollte.
Sie schaffte es und bekam im Gegenzug eine braune Karte mit drei Symbolen. Nachdenklich musterte Mum sie und schien den gesamten restlichen Tag aufgewühlt zu sein. Die Nacht verging wie im Flug, doch am nächsten Morgen war eine starke Veränderung zu spüren. Nirgends im Haus war Mum aufzufinden genauso wenig wie ein Hinweis, wo sie hingegangen war. Doch auf dem Tisch erkannte ich eine bestimmte Sache wieder. Die braune Karte.
Als sich die Fertigstellung des Bildes näherte, wurde Oma darauf aufmerksam, kniete sich auf den Boden zu mir und betrachtete die Zeichnung. „Was malst du da?", fragte sie interessiert. „Eine Situation, die kurz vor Mums Verschwinden geschehen ist. Am folgenden Morgen war sie nirgendwo aufzufinden", lautete meine Erklärung als ich Schattierungen an den Figuren hinzufügte. Verwirrt versuchte Oma die Informationen zu verarbeiten, doch wusste nicht so recht, was das Ganze zu bedeuten hatte. „Hast du jemanden davon erzählt?". „Nein. Ich wusste selbst nicht was passiert war", gab ich zu während Oma sich Schuhe und Mantel anzog.
15 Minuten später betraten wir die örtliche Polizeiwache mit der angefertigten Zeichnung. Die Atmosphäre war zum einen laut und stressig und gleichzeitig fühlte ich mich ziemlich unwohl. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass wir nicht hierherkommen hätten sollen. Oma begann mit dem Polizeibeamten hinter dem Tresen zu sprechen und erklärte die Situation. Wortfetzen wie „Beide verschwunden, Spiele, Dreieck, Viereck, Mutter und Vater bekam ich nebenbei mit während meine Gedanken mit etwas anderem beschäftigt waren.
DU LIEST GERADE
Squid Game 2.0
FanfictionSang Woo hat sich nicht das Leben im letzten Spiel genommen, sondern hat mit Gi Hun gemeinsam das Squid Game ohne das Geld verlassen. Sie kehren wieder in ihren Alltag zurück. Doch was wäre, wenn plötzlich jemand dem Sang Woo sehr nahe steht, plötzl...
