Levi
Mach was du willst, hat er gesagt. Das Balg, das gerade gedroht hat, mein Leben mit einem Fingerschnipsen und Lügen zu zerstören.
Gott wie ich im Inneren gerade kochte. Zum Glück war Hanji gerade in dem Raum gewesen, sonst hätte ich dieses miese Schwein am Kragen gegriffen und durch den Raum geschleudert, egal, ob er dann sterben würde oder sonst was.
„Levi! Hey warte mal!" Petra trat aus einem der Zimmer heraus, versuchte mit mir Schritt zu halten, was nicht unbedingt so leicht war, zumal sie eines dieser dämlichen Maid-Kostüme als Arbeitskleidung trug. Und die Wut auf den Giftzwerg schürte sich mehr und mehr.
„Was ist denn passiert? Hallo? Wieso redest du denn nicht mit mir?" rief sie jetzt, wohl in der Annahme ich habe sie vorher nicht gehört. Abrupt blieb ich stehen, direkt neben einer Vitrine aus dunklem Glas, gefüllt mit allerlei arschteurem Zeug.
Sie stand jetzt hinter mir, redte noch immer, versuchte irgendwie zu mir durchzudringen.
„Bitte, Levi. Du weißt, dass du immer mit mir reden kannst! Was hat Eren denn dieses Mal getan? Vielleicht kann ich mit ihm reden, ihn beruhigen oder so was..."
Schnell drehte ich mich um, durchbohrte sie mit meinem Blick.
„Petra, je länger ich hier stehe, desto größer wird das Verlangen irgendetwas zu zerschlagen, also wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, bevor ich dich umniete!"
Ich hatte mich schon zum Gehen umgewandt, als sie mein Handgelenk gepackt hatte, was mir ein tiefes Knurren entlockte.
„Was ist passiert?" ihre Augen funkelten mitleidig, sie hatte wohl Angst um mich. Tch. Unbegründet. Sie sollte sich um Ihretwillen eher um sich Sorgen machen.
„Frag doch mal deinen ach so süßen Eren." Mit diesen Worten, die ich regelrecht gespuckt hatte, entriss ich mich ihres Griffes.
In einem Affenzahn preschte ich den Gang hinunter in den Keller.
Die Tür knallte ich hinter mir zu, befand mich in einem Gang, Zu meiner Linken eine Tür, zu meiner rechten eine. Ich ging in die Linke, auch diese Tür knallte ich zu. Jetzt stand ich in einem Umkleideraum, in welchen ich mir einen Spind genommen hatte. Den Idioten interessierte es doch so wie so nicht. Und selbst wenn: Ich wollte schon alle Vorzüge genießen, die ich haben konnte.
Furios riss ich den Spind auf, in welchem ich mein Zeug gelagert hatte und nahm meine Shorts dort raus, die, die ich mir mal in einer freien Minute im Internet bestellt hatte. Rasch schälte ich mich aus dem verdammt unbequemen Fummel, klatschte ihn einfach auf die Holzbank, ehe ich weiter machte. Ein weißes, frisch gewaschenes Handtuch hing ich mir über die Schulter, bevor ich meine schwarzen, fingerlosen Boxhandschuhe nahm. Nicht solche gepolsterten, nein. Die dünnen, die quasi nur ein Stück Stoff waren. Die Plastiktrinkflasche füllte ich am zugehörigen Wasserhahn auf, bevor ich nur in den Shorts über den Flur ging, die andere Tür hinter mir einfach offen lassend.
Im anderen Raum angekommen stieß ich die Tür leicht mit der Hüfte an, annehmend, dass sie zugefallen war, bevor ich die Flasche und das Handtuch in die Ecke warf, mich der großen Musikanlage zuwandte, irgendetwas anschaltend, und zwar auf einer gewaltigen Lautstärke, damit ich alles andere wunderbar ausblenden konnte.
Den Nacken kreisend bewegte ich mich auf den Boxsack zu, der ziemlich mittig in dem großen Raum hing. Hier war alles gelagert, was mit Kraftsport zu tun hatte.
Tell me are you ready?
You really turn me on.
Gonna keep it tight and steady
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OBEY
FanfictionJob: Butler. Monatliche Vergütung: 55.000 Euro. Welcher Idiot würde da schon nein sagen? Levi jedenfalls nimmt dieses groteske Angebot an. Es wäre ja auch töricht hier einfach abzulehnen, oder? Für ein bisschen Beaufsichtigung eines verzogenen Balg...
