Kapitel 25

1.3K 63 2
                                    


Sophia Richter.

"Ich bin mir sicher, dass Felix dir nur helfen möchte", sprach ich meiner Freundin Mut zu. "Aber er hat kein Recht so etwas zusagen!", erwiderte sie halb schluchzend halb wütend. "Warum sprecht ihr euch nicht aus? Du bist so traurig, wenn du ihn mal nicht gesehen hast und weinst dich dann nur in den Schlaf. Außerdem denke ich, dass es ihm genauso geht. Also komm ich bring dich zu ihm Anna", redete ich ihr ein, aber ich hatte auch Recht. Felix liebte sie, dass bemerkte man an seinen Blicken, die er ihr schenkte. Wie seine Augen leuchteten, wenn er sie sah und sie ihm ein Lächeln schenkte. Ob Becca mich genauso ansah? Kurz schüttelte ich mich. Das mit Becca war vorbei, dass musste mir endlich klar werden. "Was hast du?" Fragend sah ich zu Anna, die eine ganz rote Nase hatte. "Ich weiß es nicht", antwortete ich ehrlich während wir uns in Bewegung setzten. "Kann es sein, dass du Becca vermisst? Ich bin nicht blöd und habe bemerkt, dass sie dich meidet. Was ist passiert?" Ich seufzte resigniert. "Ich kann ihre Liebe nicht erwidern. Ich weiß nicht, woran es liegt... Glaub mir könnte ich es ändern, dann würde ich es tun! Aber ich weiß auch nicht... Höchstwahrscheinlich ist sie nicht die Richtige für mich." Knapp nickte sie. "Denkst... Denkst du manchmal daran, wie es wäre wieder mit Jungs auszugehen? Ich mein du bist hübsch und wirst auch oft von ihnen angestarrt, aber diese Blicke scheinst du nicht wirklich zu spüren. Vielleicht war das mit Becca... es klingt falsch, aber vielleicht war es nur mal zum testen? Vielleicht bist du bisexuell oder doch hetero... Ich möchte dir nicht zu nahe treten Sophia." Daran hatte ich noch nie nachgedacht... War das mit Becca vielleicht nur eine Phase? Sollte ich Typen mal eine Chance geben? Ich wusste es einfach nicht... 

"So hier wären wir. Hier wohnt Felix... Was ist, wenn er mich nicht sehen will?", fragte sie besorgt, doch da hatte ich schon geklingelt. "Was...?!" Überrascht starrte mich meine Freundin an. "Sieh mich nicht so an, ich bin nun mal so... Ah sie da ist er ja!" 

"Was?!" Felixs Stimme klang genervt, doch als er Anna sah wurde sein Blick weich. Oh es war so süß die beiden zusammen zusehen. "Hey...", flüsterte sie leise.  Einige Sekunden starrte er sie an, dann rannte er auf sie zu und drückte sie fest an sich. Leise begann Anna zu schluchzen. "Alles wird gut, wir sprechen uns morgen." Zweimal strich ich ihr über den Rücken und verabschiedete mich dann von ihnen.

Auf dem Weg nach Haus beobachtete ich glückliche Paare, die sich küssten, umarmten oder sich anlachten. Doch... Das war doch nicht immer so... Es muss auch Schattenseiten geben, denn es kann doch nicht wirklich immer alles gut sein. Ganz verwirrt von der Menschheit um mir bemerkte ich nicht, dass ich geradewegs in jemanden hineinlief. "Oh tut mir schrecklich leid!", sagte ich leicht erschüttert. "Kein Problem." Die Person vor mir musterte mich neugierig. "Ich bin übrigens Chris und du?" Lächelnd hielt er mir die Hand hin. 

ScratchWo Geschichten leben. Entdecke jetzt