Anna Quinn.
Lächelnd beobachtete ich Sophia, wie sie immer wieder verstohlene Blicke zu Becca wirft. "Sprich sie schon an!", verlangte ich leise. Doch mein kleiner Sturkopf schüttelte schnell mit dem Kopf. "Nein. Ich... Wollen wir jetzt endlich mal Volleyball spielen?", fragte sie mich genervt, doch ich wusste genau, dass sie total nervös war. Ich nickte und wir liefen zu den Mädchen.
"So teilt euch bitte in zwei Gruppen auf... Lola und Becca ihr wählt!", sagte Felix und ich sah kurz zu ihm. Warum musste er nur so... anziehend sein? Und gleichzeitig war er ein riesen Idiot. Ein süßer Idiot. Und mein Lehrer. Gott Anna hör auf so zu denken und konzentrier dich!
"Gut... soll ich anfangen? Gut dann wähle ich... Vanessa", sagte Lola und sah dann abwartend zu Becca. "Mh... Ich nehme... Sophia." Ich musste grinsen und sah zu meiner Freundin. Diese schluckte und lief dann langsam und mit schweren Schritten zu ihrem Team. Als nächstes wählte Lola Lena. "Dann nehme ich...?" Fragend sah Becca zu Sophia. Diese antwortete etwas und schon war ich in dem Team von Becca. Als wir begannen zu spielen strengten wir uns ziemlich an, doch die Mannschaften waren gleich stark. Zum Ende hin gewannen wir dann doch.
"Also ehrlich so wie sie dich ansieht musst du mit ihr reden Sophia!", "Wenn ich mit Becca sprechen soll, dann redest du mit unserem Lehrer. Und du musst mir sagen, wie es lief." Ich schluckte schwer, aber nickte dann. Sophias Augen wurden groß. "Ehrlich?", hackte sie nochmal nach. Ich nickte wieder. "O-okay... Dann... Sehen wir uns nach der Schule und sagen uns wie es lief?", fragte sie. "Ja ist eine gute Idee. Bis dann." Wir umarmten uns und dann trennten sich unsere Wege.
Dann mal los. Ab in die Hölle.
Vorsichtig klopfte ich an die Tür, an der sein Name stand. "Herein", ertönte seine Stimme von der anderen Seite. Noch einmal tief durch atmen. Dann drückte ich die Klinke hinunter und schloss die Tür hinter mir. "Felix?", hauchte ich fragend. Er blickte auf. "Hey...", erwiderte er knapp. "K-kann ich mit dir sprechen?", fragte ich. Er legte den Stift bei Seite und nickte. "Setz dich." Ich tat was er sagte. Er setzte sich mir gegenüber. "Worüber willst du mit mir reden?" Er klang desinteressiert und gelangweilt. Vorsichtig hob ich meine Hand und strich über seine. "Es tut mir leid. Ich meinte das nicht so... Du... Ich möchte nur nicht, dass du meine Eltern kennenlernst", gestand ich. "Ich bin dir peinlich... Hab ich Recht?" Sofort schüttelte ich mit dem Kopf. "Nein... Ich weiß, dass das klingt wie eine Ausrede, doch es liegt an mir... Meine Familie... Sie ist etwas kompliziert... Ich möchte nicht... Ich denke nicht, dass wir schon so weit sind...", stotterte ich. Er nickte. "Gut. Wars das dann? Ich muss noch etwas erledigen." Felix stand auf und wandte sich wieder seinem Schreibtisch zu. "H-hast du heute Abend schon was vor?", fragte ich leise. Er drehte sich noch Mal zu mir um. "Wofür?", fragte er mich, konnte sich ein Lächeln aber nicht verkneifen. "Zum Reden", antwortete ich ehrlich. "18.30 bei mir. Ich freu mich schon." Ich nickte nochmal stand dann auf und ging.
Auf dem Pausenhof entdeckte ich dann Sophia. "Na wie liefs?", fragte sie mich. "Wir reden heute Abend. Bei ihm", antwortete ich ehrlich. "Und bei dir?" Sie hielt siegessicher einen kleinen Zettel in der Hand. "Ihre Handynummer." Ich begann zu lächeln. "Super! Komm lass uns gehen." Schweigend liefen wir nebeneinander und entfernten uns immer weiter von der Schule.
Als wir an einem Spielplatz vorbei kamen blieb Sophia stocksteif stehen. "Was ist denn?", fragte ich sie besorgt und legte ihr eine Hand auf den Arm. Doch sie antwortete mir nicht. Ich folgte ihrem Blick und schluckte schwer. "Sag mal... Ist das Becca mit... Lola?" Sie nickte knapp. Doch da löste sich die Blondine von der Brünetten Lola und sah direkt zu Sophia. Ihre Augen wurden riesig. "Komm lass uns weiter gehen", sagte ich leise. Am nächsten Mülleimer vorbeigekommen schmiss sie die Nummer darein. "Es sollte einfach nicht sein", hauchte sie traurig.
Hey ich wollte mich mal bedanken, weil ich bemerkt habe, dass diese Geschichte von über 200 Personen gelesen wurde/ wird. Naja, danke deswegen :)
Hoffentlich gefallen euch die nächsten Kapitel auch :)
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Scratch
Romance„Wir haben eine Problemschülerin", warnte sie ihn. „Wie soll ich das verstehen?", fragte er unsicher. „Sie redet nicht unaufgefordert, hat keine Freunde in der Klasse und trägt selbst im Sommer langärmliche Pullover", erklärte sie ihm. „Verrätst du...