Kapitel 13: Unerwartete Wendung

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Ryan PoV

Ryaaaaaan! Verdammt Ryan! AUFSTEHEN!

Klappe Diace... lass mich schlafen.

Nö.

Grrrr.

Ich bin hier der Wolf Ryan. Das knurren solltest du mir überlassen. Aber viel wichtiger ist, es ist jemand hier! Jemand ist in unserem Territorium der NICHT hier her gehört! Und falls es dich immernoch nicht interessiert, dieses irgendwas ist gerade bei Trance und Jean.

SCHEISSE! Warum hast du das nicht gleich gesagt?!

Hastig stehe ich auf und ignoriere Diace's geknurrten Einwand. Ich kontaktiere Tom über unsere mentale Rudel-Verbindung und geb ihm Bescheid, dass ich die Sache überprüfen werde. Er ist zwar nicht wirklich, also so gar nicht, begeistert davon, aber er muss sich um andere Dinge kümmern. Ich ziehe mich so schnell es geht an und renne zu Trance's Haus. Es ist zum Glück nahe genug, so dass ich mich nicht Wandeln muss. Da mir in dieser kurzen Zeit keinen passablen Grund für diesen spontanen Besuch einfallen will, entscheide ich mich für die unschöne Version. Ich spioniere ihn einfach aus. Mit meinem Wolfsgehör wird das ja hoffentlich nicht all zu schwer. Ich gehe der Hausfassade entlang und suche durch die Fensternnach dem Raum, in dem sich der Eindringling befinden könnte. Vorsichtig spähe ich durch die Balkontür vom Wohnzimmer und sehe tatsächlich Trance. Jean kann ich nirgens entdecken, dafür eine Frau die höchstens 40 Jahre alt ist. Vielleicht seine Mutter? Aus dem Augenwinkel sehe ich plötzlich wie mir etwas entgegen springt.

WERWOLF!

Nicht ganz so geschmeidig weiche ich aus, was mir genug Zeit für die Wandlung schafft. Diace, der heute keine gute Laune zu haben scheint, weicht einem weiteren Angriff aus und stürzt sich laut knurrend auf den kleineren braunen Wolf. Ein feines winseln ertönt von IHR, der Werwolf war eindeutig weiblich, und Diace weicht ein wenig zurück. Durch diesen Lärm haben wir anscheinend Mama-Werwolf alamiert, denn sie steht jetzt in ihrer menschlichen Form vor mir. Stink sauer natürlich. Ihr Augen schimmerten bereits zweifarbig, was mir zeigt, dass sie kurz vor der Wandlung ist. Anscheinend war ihr Ziel jedoch nur, an ihre Tochter zu kommen. Diese wandelt sich gerade zurück und steht mit der Hilfe ihrer Mutter auf.

Diace knurrt bedrohlich und wir verweilen in der Wolfform. Zum Einen, weil es sicherer für mich ist und zu Anderen, weil mich Trance nicht sehen soll.

"Wir sind keine Bedrohung für dich, Alpha." Sagt die Mutter jetzt zärtlicher und senkt ihren Blick. Diese Frau ist nicht ohne. Sie ist keine Luna, aber nicht weit davon entfernt.

"Ich bin nur hier um meinen Sohn zu sehen. Ihren Bruder." Erklärt sie mir mit einem Seitenblick zu dem Mädchen. Warte. SOHN?! BRUDER?! Ohne zu überlegen übernehm ich wieder die Kontrolle und stosse Diace und somit auch seine Wolfform zurück. Nun wieder auf zwei Beinen, kann ich an dem Gespräch teilnehmen.

"Sohn?" Ich wollte nicht knurren, aber irgendwie rutschte es mir raus.

"Ja. Der Junge der hier seit kurzem lebt. Sein Name ist Trance, er ist 21 Jahre alt... kennst du ihn den nicht, Alpha? Hast du ihn nicht so bemerkt wie uns?" Ehe ich ihr antworten kann, höre ich Trance's Stimme hinter mir.

"Ryan?!"

TrAnCeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt