Saki und der König

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Erzähler:

Saki war noch immer etwas aufgewühlt von diesem plötzlichen Vorschlag. Sie sagte: "da komm ich doch nie ohne eine Genehmigung rein" und damit hatte wohl auch Recht. Besonders in dieser Situation, in der der König und das Land im Moment steckte, war es für einen außenstehenden besonders schwierig, in das Schloss hinein zugelangen. "Glaubst du, du kannst das schaffen, Saki?", fragte Nami, die ihre Bedenken teilte. "Ich kann es versuchen", antwortete sie.

Die Piraten saßen eine Weile zusammen in der Nähe des Schlosses, um möglichst keine Neuigkeiten und Veränderungen zu verpassen. Im Vergleich zu vorhin, wirkte die Stadt nun fast wie ausgestorben. Kaum einer war mehr auf den Straßen, natürlich, sie wollten sich und ihre Familien schützen, da der Attentäter noch auf freiem Fuß und immer noch irgendwo in der Gegend war. Die Freunde  hofften, dass es bald eine Meldung über den Gesundheitszustand des Königs geben würde.

"Irgendwie...konnten wir ja darauf warten, dass etwas passiert", meinte Zorro, den Blick auf seine Schwerter gerichtet.
Die anderen nickten stumm. Er hatte Recht. So etwas war schon lange nicht ungewöhnliches mehr, aber mit Sicherheit würde dieser Kerl dafür büßen müssen. Immer wieder rannten Reporter und Bedienstete der Königsfamilie umher und jedem schwierten die selben Fragen im Kopf.

Nach weiteren endlosen, ruhigen Minuten, wurde die stille unterbrochen. Eine junge Dame kam aus dem Tor des Schlosses geeilt. Dort blieb sie stehen und nach und nach wurde sie von immer mehr Leuten bedrängt. Die Strohhutpiraten erhoben sich, um die neue Nachricht mitzubekommen. "Unser König...er ist vorhin aufgewacht". Die Leute jubelten, ein paar von ihnen machten einen Freudensprung. "Gott sei Dank", sagten sie erleichtert.

"Also dann". Saki wollte gerade gehen, als Ruffy sie am Arm festhielt und in eine Umarmung zog. "Pass auf dich auf", flüsterte er ihr zu. "Versprochen". Sie löste sich langsam aus der Umarmung und machte sich dann auf den Weg. Die Rest blieb noch an der gleichen Stelle, um zu überlegen, was sie machen sollten. "Ruffy, wann wolltest du uns das mit Saki verraten?", fragte Lysop seinen besten Freund. Auch die anderen sahen ihren Kapitän ziemlich überrascht an.

Bei Saki:

Die junge Piraten hatte das Haupttor erreicht. Sie atmete einmal tief aus und näherte sich dann der Wache. Diese bemerkten sie augenblicklich. "Was willst du hier?", fragte einer von ihnen. "Also...ich bin vorhin hier vorbei gekommen und habe gehört, dass es dem König besser gehen soll". Die Männer beäugten Saki aufmerksam. "Ja, er ist wieder wach, aber warum bist du hier?" "Ich möchte unbedingt mit ihm sprechen", antwortete sie. Die beiden waren kurz davor, loszulachen. "Und du glaubst, dass wir eine einfache Bürgerin jetzt so einfach zu ihm lassen?"

Saki sah den beiden nun fest in die Augen. "Ich bitte darum. Es ist mir sehr wichtig".
Sie sahen erst die orangehaarige un dann sich gegenseitig an. "In Ordnung. Komm mit uns. Wir bringen dich ins Schloss". Saki war sichtlich überrascht, dass es so einfach war. Im Inneren des Schlosses rief die Wache eine ältere Dame herbei. Sie redeten kurz miteinander, etwas das Saki nicht verstand, dann wurde sie von der Frau gebeten, sie zu begleiten. "Lebst du auf dieser Insel oder bist du zum ersten mal hier?", wollte die alte wissen.

"Ich bin heute zum ersten mal auf der Insel". Saki wusste nicht, was diese Fragerei sollte. Die Frau ging zu einem Bücherregal und kramte ein großes, aber schmales Buch heraus. "Wie heißt du?", fragte sie weiter. "Saki".
Die alte Frau blätterte kurz in dem Buch, dann sah sie sich Saki noch mal genauer an. "Es gibt keinen Zweifel", murmelte sie. Saki sah verwirrt drein. "Sieh dir das an". Sie rückte neben die Frau und sah sich die Bilder in dem Buch an, dann zeigte die ältere auf das Bild ein schönen, jungen Dame mit grünen Augen und geweltem Haar.

"Sie heißt Asami und ist die Cousine des Königs. Wenn ich mir ihr Gesicht und deines ansehe, ist die Ähnlichkeit nicht zu übersehen", sagte sie. "Ich bin mir ganz sicher, du musst Asami's Tochter sein". Saki wich erschrocken zurück, fing dann aber an zu kichern. "Wie? D-das ist absolut unmöglich. Seit ich ganz klein war, bin ich ohne Eltern auf einer fernen Insel aufgewachsen".

Plötzlich wurde der Gesichtsausdruck der Frau ernster und betrübter. "Das wissen wir. Damals ist viel passiert. Deine Mutter hat dich von hier weggebracht, um dich zu schützen. Du solltest als normales Kind bei anderen Menschen aufwachsen", erklärte sie. "Was? Um mich zu schützen? Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mein Leben damals aussah". Saki konnte ihren bitteren Ärger kaum mehr unterdrücken. "Ich hab diese komische Fähigkeit, die Aura der Menschen zu sehen. Diese Fähigkeit ist angeboren. Jeder hat mich dafür gehasst, andere hatten sogar Ansgt vor mir".

Der alten Frau traten Tränen in die Augen. "Was?" Saki sah nach unten und schlug mit einer Faust auf den Tisch. "Deine Mutter hat das nicht absichtlich getan. Sie war sich sicher, dass es der richtige Ort für dich sein würde", sagte die alte. "So war es aber nicht. Ich habe immer wieder gehofft, dass jemand kommen würde, um mich von dieser Insel wegzubringen", sagte Saki bitter. Voller Entsetzen nahm die Frau Saki in den Arm. "Darf ich nun mit dem König sprechen? Meine Freunde warten auf mich", fragte das Mädchen nun, um das Thema zu wechseln.

"A-aber sicher. Ich führe dich zu ihm". Die beiden gingen ein Stockwerk nach oben in einen vom Sonnenlicht hell erleuchteten Flur. Die Frau klopfte an der Tür, dann betraten beide den Schlafsaal. "Entschuldigen Sie die Störung, eure Majestät. Ich habe einen Besucher dabei". Der König sah die zwei an. "Wer ist diese junge Frau?", wollte er wissen. Die alte kam mit feuchten Augen näher auf ihn zu. "Ich habe gerade im Stammbuch nachgeschaut. Ihr Name ist Saki. Sie ist die Tochter Eurer geliebten Cousine Asami", erklärte sie. "Sie haben das selbe Gesicht, finden Sie nicht?"

Er sah wieder zu Saki und nach wenigen Herzschlägen weiteten sich seine Augen. "Tatsächlich. Sie sieht genau so aus, wie Asami". Er winkte sie näher zu sich ran. Sie ging in die Hocke, sodass er ihr Gesicht streicheln konnte. "Endlich sehen wir dich wieder".

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