Er ist ein Vampir und sie ein einfacher Mensch. Sie gehen in die selbe Klasse, doch zwischen ihnen liegen Welten. Als sie sich jedoch trotzdem immer näher kommen, spielen Erpressung, Entführung und Flucht eine große Rolle. Wird sie je wieder ohne Fu...
Ich sah leicht verlegen auf den Boden, auch wenn ich nicht genau wusste, wieso. Ich meine; wieso ist es mir unangenehm das zu sagen, wenn er es doch auch schon gemacht hatte?! So studierte ich jedenfalls den Waldboden genauestens und wartete Dylan's Reaktion ab. Wie willst du bitte sehen, wie er reagiert, wenn du nur wie hypnotisiert auf den Boden starrst?! Ist es etwas so schwer den Kopf anzuheben - ich meine früher oder später musst du ihn doch sowieso heben, außer du willst einen steifen Nacken riskieren! Wo du Recht hast....
Langsam sah ich auf und blickte in das erstaunte Gesicht meines Freundes, auf dem sich langsam ein Strahlen ausbreitete. Er drückte mir einen Kuss auf den Mund und murmelte: "Ich liebe dich auch." Als hätten diese Worte einen Mechanismus ausgelöst, fing mein ganzer Körper an zu kribbeln und mir wurde warm. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Sonne scheint und es warm ist - zum mindestens bisher. Ja, ja, ich dich auch! Wieso musst du romantische Momente eigentlich immer zerstören? Du meinst deine schnulzigen Gedanken? Die nerven mich und sind mir zu kitschig, deshalb. Ich dich auch, ich dich auch....!
Wir saßen eine Weile einfach so da und genossen es, bis ich auf die Uhr sah und entdeckte, dass Dylan mich schon seit ein paar Stunden 'entführt' hatte, weshalb wir beschlossen, uns auf den Rückweg zu machen. Am frühen Nachmittag kamen meine Freundinnen vorbei, wir verbrachten alle zusammen etwas Zeit und als sich die Beiden verabschiedeten, musste auch mein Freund so langsam los. "Wir sehen uns dann um sieben", meinte er, gab mir einen Kuss und stieg in sein Auto. "Ja, bis sieben", sagte ich lächelnd und ging dann ins Haus, um mich fertig zu machen. Als ich die Tür zu meinem Zimmer öffnete, sah ich, dass Mrs Elliot darin war. "Ich habe dir schon etwas zum Anziehen, für heute Abend, rausgesucht. Das dürfte passend sein", sie legte ein Kleid auf mein Bett und strich es vorsichtig glatt.
Ich bedankte mich bei ihr und huschte ins Bad, um mich zu duschen. Nach der erholsamen Dusche föhnte ich mir die Haare, kämmte sie mir und ging dann, ein Handtuch um meinen Körper gewickelt, in mein Zimmer. Vorsichtig zog ich mir das Kleid an. Es war wunderschön; ein weißes, ärmelloses Cocktailkleid, welches bis auf den Boden reichte. Ein komisches Gefühl, da man sonst nie so lange Kleider trug, aber da es eine schicke Abendveranstaltung war, war es wohl entsprechend. Mrs Elliot machte mir meine Haare noch und ich legte mir ein wenig Lipgloss und Mascara auf. Als ich fertig war, betrachtete ich mein Spiegelbild und musste grinsen; ich sah irgendwie älter und vornehmer aus. Ein Blick auf die Uhr bestätigte mir, dass ich noch ein wenig Zeit hatte, bis Dylan kam, aber die würde ich schon überbrücken können...
Dylan's POV
"Na, so schick zur Ermordung eines Mädchens angezogen?", mein Bruder grinste, als ich im schicken Anzug hinunter kam und auch Diana sah belustigt aus. "Das Teil ist irgendwie ungewohnt", ich kreiste mit den Schultern, um das komische Gefühl, des Anzugs zu verdrängen. "Tja, aber dafür bekommst du als Belohnung heute Abend frisches, junges und - ist es jungfräuliches Blut?" "Derek!", meine Schwester schlug unserem Ältesten empört auf die Schulter. Dieser zuckte nur schelmisch grinsend mit den Schulter: "Was denn? Jedenfalls hast du das plus die große Jagd heute Nacht." Ich nickte und grinste, auch wenn mir nicht danach war, aber das sollten meine Geschwister lieber nicht merken - es würde nur unnötige Fragen aufwerfen. Schließlich konnte ich mich loseisen und beeilte mich zu Hazel zu kommen.
Bei dem Haus meiner Freundin angekommen, wurde mir die Tür von der Haushälterin geöffnet, die meinte, Hazel wäre in ihrem Zimmer. Sie zweigte mir den Weg dorthin und ging dann in irgendeinen anderen Raum, indem sie anfing herumzuwerkeln. Ich klopfte, als jedoch keine Reaktion zu hören war, öffnete ich einfach die Tür und trat ein. Sehr, sehr gentlemanlike! Jaja, ich weiß... Vorne am offenen Fenster sah ich die zierliche Gestalt meiner Freundin stehen. Sie sah wirklich mehr als nur wunderschön aus! Eine Windböe wehte ihr die Haare auf der einen Seite weg und 'entblößte' ihre Schulter. Ich konnte das Blut, dass in ihr floss, praktisch riechen... so verführerisch lecker... Reiß dich zusammen! Ich achtete nicht auf die Warnung, sondern merkte, wie ich meine Zähne ausfuhr und meine Augen den rötlichen Schimmer annahmen. Leise schlich ich mich von hinten an sie ran. Sie bemerkte mich nicht, auch nicht, als ich direkt hinter ihr stand und mir vor Blutgier mit der Zunge über die Zähne fuhr. Ein Schluck.. nur ein ganz kleiner, oder vielleicht auch etwas größerer... Ich wollte gerade, vollkommen im Rausch zubeißen, als sich Hazel plötzlich umdrehte. Schnell schloss ich meinen Mund und war froh, über das gedimmte Licht, durch dass man den rötlichen Glanz meiner Augen nicht wirklich sah.
"Hey", begrüßte sie mich und lächelte. "Danke, dass du mich auf die Veranstaltung begleitest - alleine wäre sie wohl etwas langweilig geworden."
Ich lächelte ebenfalls und erwiderte irgendetwas, rügte mich aber in Gedanken. Wie konnte ich sie nur beißen wollen? Wieso hatte ich meine Beherrschung so rasant verloren?! Ich wollte sie doch beschützen und sie lebend aus dieser Nacht herausbringen, aber so würde ICH ihr Todesgrund sein! Du hättest halt mal auf mich hören sollen! Ich habe dich ja gewarnt, aber du wolltest ja nicht hören und deine FREUNDIN UMBRINGEN! Du Schwein! Ich lies meinen Kopf hängen und schämte mich für meine Aktion eben. "Alles okay?" Hazel sah mich besorgt an. "Ja, klar. Ich habe nur nachgedacht, womit ich ein so schönes Mädchen, wie dich verdient habe." Schleim, schleim, schleim! Bist du 'ne Nacktschnecke oder ein Vampir? Leichte Röte schoss ihr in die Wangen und sie bedankte sich schüchtern für das Kompliment und meinte, dass sie sich eher fragen sollte, womit sie mich verdient habe. Tja, das frage ich mich auch manchmal; was hat dieses arme Mädchen falsch gemacht, um dich zu verdienen? Das was sie sagte war nett gemeint! Das was ich sagte doch auch - auf das Mädchen bezogen zum mindestens. Ich verdrehte innerlich die Augen, doch äußerlich richteten sich diese auf die schöne Gestalt vor mir, die mich schüchtern anlächelte. "Wollen wir runter gehen?", fragte ich sie und bot ihr meinen Arm an. "Gerne", antwortete sie grinsend und nahm meinen Arm an.
Von draußen hörte ich noch ein leises Donnern - es würde wohl heute Nacht ein ziemliches Unwetter geben, aber das passte ja, zu dem, dass vielleicht noch passieren würde. Ich war gespannt, was der Abend noch alles für uns bereit halten würde....
Hey, ich hoffe euch gefällt dieses Kapitel. Nächste Woche schreiben wir die letzten Arbeiten, was heißt, dass ich ab dem nächsten Wochenende vermutlich mehr Zeit finden werde, weiter zu schreiben. Danke für's weiterlesen bisher.
Hier ist noch ein Bild, wie das Kleid von Hazel aussehen könnte (die eigene Vorstellung ist sowieso besser). Ich habe es leider nicht geschafft, es oben einzufügen:
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