"You never judge me for any of my fears."
Azzurro ist Italienisch für Himmelblau. Diese Geschichte hat viele Farben, aber Blau beschreibt sie am Besten.
Der Sommer in Italien ist für Valeria immer himmelblau. Der Himmel, das Meer und ihr Gemütszust...
"Ne-Nein, Ria! I-ich habe es nie sagen können, weil nie der richtige Moment dafür kam und..."
Ich vergoss noch mehr Tränen und sagte: "Stop! Ich will nicht noch mehr Freunde verlieren. Es... ist okay... er ist hier das Arschloch nicht du. Es ist schon okay. Wer überbringt schon gerne schlechte Nachrichten. Vermutlich hätte ich dir vor ein paar Stunden sowieso nicht geglaubt, haha..."
Ich sah zu Boden und meine Sicht verschwamm schon wieder. Ich beendete das Gespräch und im nächsten Moment fühlte ich wie Tae seine Arme um mich legte: "Danke, dass du mir nicht böse bist. Ich war mir selbst in Gedanken die letzten paar Tage schon böse genug. Ich wusste einfach nicht was ich tun sollte."
"Du musst dir wirklich den Kopf zerbrochen haben. Danke, dass du dir soviele Gedanken um mich machst, aber es ist jetzt sowieso vorbei. Ich habe es eingesehen. Er liebt mich ni...-
"VALERIA! WAS MACHST DU DA?" hörte ich Adrianos markante Stimme von der anderen Straßenseite schallen.
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Scheinbar waren sie schon aus dem Geschäft heraus gekommen.
Ich löste mich aus Taes Armen und starrte Adriano gleichgültig an. All die Einsamkeit die ich je gefühlt hatte, verdankte ich ihm. Ich atmete tief ein und marschierte auf ihn zu.
Seine dunklen Augen funkelten wütend und angriffslustig. Ich konnte deutlich hören, dass Tae mir Schritt für Schritt folgte. Er gab mir Rückendeckung. Ich war nicht allein und er stand es mit mir durch.
Er war für mich da und unterstützte mich. Das beruhigte mich ungemein. Meine Mundwinkel zuckten kurz, ein richtiges Lächeln war aber gerade ein Ding der Unmöglichkeit.
Als ich vor ihm stand, starrte ich ihn lediglich an, bis er irgendwann fragte: "Bist du stumm geworden, Valeria? Was will der überhaupt hier?" Adriano musterte Tae abschätzig.
Ich keifte aggressiv: "Wage es nicht ihn so anzusehen. Er war in der letzten Zeit ein besserer Freund, als du es je sein wirst!" Adriano sah mich fuchsteufelswild an und knurrte: "Freund? Wie bitte? Heißt das da lief etwas zwischen euch?"
Tae lachte abschätzig: "Nein, tat es nicht. Ich bin nicht so illoyal und hinterfotzig, wie manch anderer..."
Es herrschte wieder Stille und ich wusste ich musste es aussprechen, da nur ich es tun konnte. Ich begann mit zittriger Stimme: "Adriano, warum liebst du mich?"
Er zog eine Augenbraue hoch und hakte mürrisch nach: "Was?"
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