Als ich am nächsten Tag aufwachte war ich für einen kurzen Moment geschockt, da mein Bett sich zu heben und zu senken schien, was ich allerdings nicht bedacht hatte war, dass ich eigentlich noch immer auf Daniel lag.
Die Erinnerungen an den letzten Abend schossen mir wieder ins Gedächtnis, doch anstatt wieder traurig zu werden musste ich leicht grinsen, denn dadurch lag ich jetzt auf Daniel und nichts hätte mir das madig machen können.
„Morgen, Sonnenschein." Begrüßte er mich in seiner dunklen Morgenstimme.
„Morgen." Begrüßte ich ihn und atmete tief durch, bevor ich meinen Kopf von seiner Brust nahm, der Arme musste die ganze Nacht unter der Last meines dicken Schädels gelitten haben. „Wie lange bist du schon wach?"
„Nicht allzu lange." Sagte er, was mich allerdings nicht überzeugte, er sah ziemlich müde aus. Ich fragte allerdings auch nicht weiter, vermutlich wollte er nicht, dass ich mich schlecht fühlte, dass er wegen mir kaum Schlaf gefunden hatte.
„Tut mir Leid, das wegen gestern. Du hättest nicht bleiben müssen."
„Hätte ich es nicht gewollt, hätte ich es dir schon gesagt. Um ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass du fragen würdest." Sagte er mit einem schuldigem, aber gleichzeitig amüsierten Gesichtsausdruck. „Ich wollte dich danach sowieso nicht alleine lassen." Fügte er noch hinzu und sah mir tief in die Augen, als wollte er mir somit sagen, dass er es ernst meinte.
„Danke, Dan."
„Kein Problem." Sagte er, als wäre es nichts gewesen.
„Nein, ich meine es ernst. Das was du gestern für mich getan hast... Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne dich getan hätte."
„Ich würde es jederzeit wieder tun. Dazu sind Freunde schließlich da." Fügte er noch hinzu, was mich lächeln ließ. Also waren wir jetzt wirklich wieder Freunde. So wie früher, das war schon mal ein Anfang.
„Ich werde dich jetzt mal wieder frei lassen. Du hättest mich wecken sollen." Erklärte ich ihm, während ich aus dem Bett kletterte.
„Wie gesagt, hätte es mir etwas ausgemacht hätte ich dir Bescheid gesagt." Ich grinste ihn nur an und sah an mir herunter. Ich hatte immer noch die Klamotten von gestern an, meine Schminke war mehr oder weniger auch noch da wie ich bemerkte, als ich an den Spiegel an meiner Tür sah.
„Ich mache mich mal frisch. Außerdem schulde ich Freddy noch eine Erklärung, er hat heute Morgen nach dir gesehen und wird jetzt vermutlich einige Fragen haben. Wir sehen uns." Sagte er und wandte sich gerade um.
„Danke nochmal." Sagte ich. Er lächelte mich darauf nur an und verschwand durch meine Tür. Erst einmal suchte ich nach meinen Abschminktüchern und erledigte das, was ich gestern Abend schon hätte machen sollen.
Abgeschminkt sprang ich schnell unter die Dusche und zog mir etwas Bequemes an. Anschließend nahm ich auf meinem Sofa Platz und sah nach, ob ich irgendwelche Nachrichten bekommen hatte. Dabei sah ich auf die Uhr und stellte fest, dass es schon kurz nach 11 Uhr war, das heißt meine Eltern durften schon lange wach sein, also stand ich auf und begrüßte sie.
„Guten Morgen"
„Morgen Schatz, du bist wach. Wir haben gedacht es wäre das Beste würden wir euch erst einmal ausschlafen lassen." Sagte meine Mutter mit einem Grinsen, als erinnere sie sich an die Zeit als sie jung war und an Partys von denen sie erst spät zurückgekommen war. „Wie war's denn?"
„War gut." Sagte ich knapp. Ich wollte nicht, dass sie sich unnötig sorgten, oder mir womöglich noch einen Vortrag über den Umgang mit Alkohol hielten. „Ich schätze ihr habt schon gefrühstückt?"
„Ja, wir wussten nicht, ob ihr noch vor 12 Uhr aufstehen würdet, aber wir haben euch etwas übergelassen, steht alles noch am Tisch."
„Super, du bist ein Schatz." Sagte ich und setzte mich an den Tisch. Ich war nicht besonders hungrig, doch ich wusste, dass ich etwas essen musste, deshalb nahm ich mir ein Brötchen und schnitt es gerade auf, als sich die anderen drei an den Tisch setzten. Moment mal drei?
„Jona?" fragte ich schmutzig grinsend, den Kopf schräg liegend. Sie lief rot an und sah mich schuldig an.
„Sie wollte zuerst bei dir schlafen, doch da war ja schon besetzt, deshalb bot ich ihr, der Gentleman der ich bin, die andere Hälfte meines Bettes an." Sagte Freddy und schloss die Augen als wartete er darauf, dass ihm jemand dafür dankte. Vergebens. Im Gegenteil, ich lief rot an und schaute aus dem Augenwinkel zu Dan und sah wie er leicht lächelte.
„Wie auch immer, wie kam es jetzt dazu?" fragte mich nun Jona. Hatte Daniel es ihnen nicht erzählt? Als hätte Freddy meine Gedanken gelesen sah er zu Daniel und sagte:
„Der gute Dan hier drüben wollte uns nichts sagen." Ich sah ihn an und sein Blick sagte mir, dass er nicht wusste ob ich wollte, dass sie davon wussten oder nicht, weshalb er mir diese Entscheidung überlassen hatte, wofür ich ihm mehr als dankbar war.
„Mir ging's auf einmal richtig schlecht und Dan hatte es bemerkt, weshalb er mich nach Hause gebracht hatte und sich hier noch um mich kümmerte." Log ich und sah Dan die ganze Zeit dabei an, der nur verständnisvoll nickte.
„'Sich kümmern', so kann man es auch nennen." Scherzte Freddy.
„Haha." Sagte ich bloß und aß weiter mein Frühstück, während Jona und Freddy noch von dem Rest des Abends erzählten, was wir verpasst hatten, wen sie getroffen hatten, etc. Ich tat so, als würde ich es nicht merken, doch während sie erzählten fühlte ich immer wieder Daniels Blick auf mir. Ich beschwerte mich nicht.
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Pride and Prejudice -Daniel Radcliffe
Fanfiction#1 in danielradcliffe #8 in brothersbestfriend Jess ist ein Mädchen, das keine hohen Ansprüche und Erwartungen an das Leben hat und lebt auch dementsprechend. Sie ist in sich gekehrt und bildet sich ein alles und jeden zu kennen, bis sie realisiert...
