Kapitel 17

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Ich stand diesen Morgen nur unter großem Murren auf, da ich mich bereits immer öfter fragte warum ich überhaupt noch aufstand. Wenn es nach mir ginge würde ich nämlich einfach liegen bleiben. Aber ich tat es doch, sprang sogar unter die Dusche und wusch somit all die Sorgen die mir durch den Kopf schwirrten einfach mit dem Wasser ab. Ich zog mich um und putzte mir die Zähne nach dem Frühstück. Ich war heute alleine zu Hause, weil Mum gestern auf Dienstreise gefahren war und nicht vor Ende der Woche zurückkam. Freddy traf sich mit Jona, die mir endlich gestanden hatte, dass sie Freddy doch wohl „ganz nett" findet und das natürlich nicht ohne röter zu werden als es eine Tomate je geschafft hätte. Sie wären ein süßes Pärchen, obwohl sie sehr verschieden waren. Vielleicht war es gerade das? Ich hatte Jona bereits meinen Zuspruch gegeben, nicht dass sie ihn brauchte, aber sie schien selbst ein wenig unsicher zu sein, ob ich sie beide für gut verheißen würde.

Als ich gerade so darüber nachdachte klingelte es auf einmal an der Tür und ich stöhnte laut und genervt auf, da ich wusste, dass mich derjenige, erstens, eh nicht hören konnte und, zweitens, weil ich niemanden erwartete. Das musste der Postbote sein. Wie nett sie auch waren, aber ich hatte das Pech, dass sie mich meist in den ungünstigsten Situationen aufscheuchten. Heute war es das Handtuch auf meinem Kopf, das ich schnell abwarf ehe ich zur Tür ging. Als ich die Tür öffnete hielt ich bereits Ausschau nach dem Gerät auf das man seinen Namen kritzeln musste um die Post entgegenzunehmen, doch ich suchte vergebens. Mein Blick glitt langsam weiter nach oben, wo ich mit zwei wunderschönen tief blauen Augen konfrontiert wurde.

„Hey." Sagte Dan mit einem Lächeln. Seine Augen waren nicht mehr von Trauer und Bedauern getränkt sondern sprühten viel mehr voll Enthusiasmus und Mut.

„Morgen. Freddy ist nicht da." Sagte ich, konnte aber nicht anders als sein Lächeln zu erwidern.

„Er hat gesagt er kommt bald wieder, darf ich hier warten?" fragte er hoffnungsvoll, obwohl er sich auch nicht sicher zu sein schien ob es nicht zu viel verlangt war.

„Ähm, ja, meinetwegen." Sagte ich etwas überrascht. „Das kommt mir ja bekannt vor." Fügte ich noch hinzu und konnte nicht anders als zu grinsen.

Daniel P.O.V.

Der Mut, den ich mir auf den Weg hierher eingeredet hatte verließ mich mit jeder Sekunde, die ich ihr gegenüber stand. Sie war so perfekt, wie hielt sie es überhaupt aus mit mir nach all dem was ich ihr angetan hatte?

„Das kommt mir ja bekannt vor." Sagte sie worauf sich ein breites Grinsen auf ihre Lippen legte. Da war sie wieder. Jess. Gott wie sehr ich sie vermisst hatte. Ich grinste ebenfalls und nahm auf der Treppe Platz und hoffte inständig, dass sie sich neben mich setzte. Ich sah zu ihr hoch und das schien ihr zu genügen, weshalb sie meiner Bitte nachkam, die ich nie ausgesprochen hatte.

„Danke." Sagte ich und sie nickte bloß. „Nein, ich meins ernst, nach all dem was ich dir angetan habe, ich habe das nicht verdient.-"

„Ist schon gut. Wie geht's Sophie?" fragte sie zum einen um es mir vermutlich nochmal unter die Nase zu reiben und zum anderen weil es sie wirklich zu interessieren schien.

„Ich weiß nicht." Entgegnete ich gleichgültig.

„Du weißt es nicht?" fragte sie lachend.

„Wir sind nicht mehr zusammen."

„Seit wann?"

„Seit ich wusste, dass ich jemand anderen liebe." Sie sah mich mit großen Augen an, fast ungläubig, schüttelte dann jedoch wieder den Kopf und sah auf ihre Füße.

„Hattest du denn bis jetzt schon Glück bei derjenigen?"

„Nein, ich glaube nicht einmal, dass sie weiß was ich für sie empfinde." Antwortete ich und versuchte ihren Blick zu erhaschen, doch sie sah lieber ihre Schuhe an, die auf einmal sehr interessant zu sein schienen.

„Dann solltest du es ihr sagen, bevor es zu spät ist."

„Wir haben im Moment kein allzu enges Verhältnis miteinander. Es ist nicht so einfach wie es sich anhört." Als sie nichts weiter dazu sagte fuhr ich fort. „Für den Bruchteil eines Momentes war mein Leben perfekt, ich hatte alles was ich mir je gewünscht hatte. Ich fühlte mich vollkommen. Ich fühlte für sie wie ich vorher für noch kein Mädchen gefühlt hatte, sie ist echt etwas Besonderes. Doch wie das Schicksal es so wollte ging alles so schnell wie es angefangen hatte auch wieder zu Bruch. Ich habe einen dummen Fehler gemacht. Wären wir eine viertel Stunde später zusammen gekommen wäre jetzt alles in Ordnung, doch ich Idiot habe alles versaut. Ich hatte es mir zu einfach gemacht und zwei Mädchen, die es nicht verdient hatten verletzt."

„Freddy hat gar nicht vor zu kommen, oder?" fragte sie jetzt, ihre wunderschönen bereits wässrigen Augen auf mich gerichtet.

„Nein, hat er nicht." Gab ich zu.



Pride and Prejudice -Daniel RadcliffeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt