Ich sprang schnell unter die Dusche nachdem ich mir die Zähne geputzt hatte und war gerade dabei mich abzutrocknen, als ich bemerkte, dass ich mir keine Kleidung mitgenommen hatte. Ich fluchte leise. Warum musste immer mir sowas passieren? Ich hatte also keine andere Wahl als eines der Handtücher fest um mich zu schlingen um an Daniel vor der Tür vorbeizukommen.
Ich hielt das Handtuch mit all meiner Kraft fest und schlängelte mich an Dan vorbei, der mich überrascht musterte und schwer schluckte.
„Das Bad ist jetzt frei." Sagte ich überflüssigerweise und flüchtete in mein Zimmer. Auch Dan hatte es auf einmal eilig ins Bad zu kommen, weshalb er nur kurz nickte und damit verschwand. In meinem Zimmer angekommen entschied ich mich für eine blaue Boyfriendjeans und ein einfaches grau-weiß gestreiftes T-Shirt. Ich war entweder der Typ für schicke Klamotten wie Röcke und Blusen oder der Typ für Pullover/T-Shirts und Boyfriendjeans. Dazwischen gab es nichts.
Ich sah auf die Uhr und stellte fest, dass Jona in etwa einer halben Stunde kommen sollte, weshalb ich mich entschied das schlimmste Durcheinander zu minimieren und ein wenig aufzuräumen.
Gerade als ich mein Bett gemacht hatte klingelte es auch schon an der Tür und ich öffnete Jona. In meinem Zimmer angekommen unterhielten wir uns über das ein oder andere, wobei meine Gedanken jedoch über die meiste Zeit ganz wo anders waren.
„Ist Daniel auch hier?" fragte sie mich nach einer Zeit.
„Ähm, ja, warum?"
„Du bist die ganze Zeit so abwesend und diesen Blick kenne ich."
„Welchen Blick bitte?"
„Deinen ‚Ich-höre-dir-eigentlich-gar-nicht-zu,-weil-ich-die-ganze-Zeit-an-Daniel-denken-muss,-obwohl-ich-ganz-genau-weiß,-dass-ich-ihn-niemals-haben-kann-Blick'."
„Meinen ‚Ich...-Was?!"
„Hör zu Jess, du hast selbst gesagt, dass er sich zu sehr verändert hat und er nichts für dich ist. Du bist zu gut für ihn! Er schert sich vermutlich einen Dreck darum, dass du dir Tag für Tag den Kopf über ihn zerbrichst. Denn selbst wenn er im Moment keine haben sollte, das wird es nicht länger als eine Woche dauern, bis er wieder die Nächste am Start hat, so wild wie alle auf ihn sind. Naja, ich kann es ihnen nicht verübeln, aber du Jess, du stehst darüber. Er hat dich gar nicht verdient."
„Aber er ist immer so nett. Er ist kein schlechter Mensch, im Gegenteil. Er ist fürsorglich, lustig, süß, sieht unheimlich gut aus-„
„Jess, stop! Wahrscheinlich hat er bereits seinen Charme versprüht um dich auch noch rumzukriegen."
„Ich bezweifle, dass Freddy das jemals passieren lassen würde, aber Jona, ganz ehrlich, ich würde alles dafür geben um mich seine Freundin nennen zu dürfen..."
„Jess, er ist ein Mistkerl! Über all die Jahre hatte er dich direkt vor seiner Nase und wenn er dann nicht erkannt hat, was für eine wundervolle Person du bist, warum sollte er es jetzt auf einmal? Er ist ein ignoranter Arsch. Er steht nicht auf Mädchen wie uns, tut mir leid wenn ich das jetzt so sage, aber er steht auf die Art Mädchen, die sich aufdonnern um den Jungs zu gefallen. Die Art von Mädchen die keine eigene Meinung haben und das nachplappern, was alle sagen-‚denn das wird ja richtig sein'. Sieh dir doch seine Ex-Freundeninnen an. Schön, aber langweilig."
„Und ich soll so interessant sein? Ich glaube er sieht mich eher nur als eine Freundin."
„Du bist die interessanteste Person die ich kenne, vielleicht schüchtert es ihn ja auch ein, ich habe keine Ahnung, auf jeden Fall ist er ein Idiot wenn er nicht versteht, dass du 10mal besser bist als alle seine Ex-Freundeninnen zusammen."
„Jona. Danke." Sagte ich bloß und umarmte sie. „Vielleicht hast du Recht."
„Natürlich habe ich das." Sagte sie als wäre das Gegenteil das abwegigste auf der Welt. Es klopfte an unserer Tür und meine Mutter trat ein.
„Hi Jona, schön, dass du gekommen bist. Wir können jetzt essen." Sagte sie, den zweiten Satz mehr an mich gerichtet und lächelte.
„Wir kommen." Sagte ich und stand auf. Am Tisch angekommen setzten Jona und ich uns nebeneinander und warteten auf die anderen. Meine Mutter hatte irgendein Nudelgericht gekocht, das ich bis jetzt noch nicht kannte. Sie kochte meist groß, wenn sie von einer Dienstreise wiederkam, wo sie einige Gerichte aufschnappte, von denen ich gerade mal die Hälfte aussprechen konnte.
Ich glaube sie wollte sich damit dafür entschuldigen, dass sie so lange weg war. Mein Vater arbeitete auch den ganzen Tag, weshalb wir nicht besonders viel Zeit gemeinsam verbrachten. Während meine Mutter Jona vollquatschte wie schwierig es war die exotische Soße anzurühren suchten Freddy und Daniel sich Plätze an dem Tisch, dicht gefolgt von meinem Vater.
Es endete so, dass mein Vater gegenüber meiner Mutter saß, Daniel mir und Freddy Jona gegenüber. Super, jetzt durfte ich ihn auch noch während des Essens die ganze Zeit vor meiner Nase haben. Ich sah kurz Hilfe suchend zu Jona neben mir, die mir einen aufheiternden Blick zuwarf.
A/N: (Bild von Jess Outfit ist oben beigefügt)
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Pride and Prejudice -Daniel Radcliffe
Fanfiction#1 in danielradcliffe #8 in brothersbestfriend Jess ist ein Mädchen, das keine hohen Ansprüche und Erwartungen an das Leben hat und lebt auch dementsprechend. Sie ist in sich gekehrt und bildet sich ein alles und jeden zu kennen, bis sie realisiert...
