„Hey, bleibst du noch ein wenig?" fragte ich Jona nach dem Frühstück.
„Klar." Sagte sie und folgte mir in mein Zimmer. „Was gibt's?"
„Ich glaube ich habe mich in Daniel getäuscht."
„Wie kommst du zu der plötzlichen Erkenntnis?" fragte sie mich etwas verwirrt.
„Ich glaube, dass mehr in ihm steckt als der Casanova, für den ich ihn gehalten hatte. Ich glaube er hat sich gar nicht wirklich verändert."
„Jess, weißt du noch als du mir sagtest ich solle dich daran hindern, dass du dich auf ihn einlässt, oder falls du auch nur darüber nachdenkst?"
„Aber da wusste ich noch nicht was ich jetzt weiß."
„Du warst dir damals sehr sicher." Ihr Blick verriet mir, dass sie sich wieder an den Tag erinnerte an dem ich heulend bei ihr zu Hause saß und ihr geschworen habe, dass ich mich niemals wieder auf ihn einlassen würde.
An dem Tag war Daniel gerade mit Hanna zusammengekommen, meiner besten Freundin aus dem Kindergarten und ich war deshalb ziemlich geknickt, wenn man es so ausdrücken kann.
„Jona, ich kann ihm nicht ganz egal sein, nach dem was er für mich getan hat. Außerdem hat er gesagt, dass wir schließlich Freunde sind. Ich bin ihm also nicht komplett egal, wie ich immer dachte."
„Süße, was hat er denn so tolles für dich gemacht, dass dich jetzt alles wieder überdenken lässt? Du hattest doch schon fast damit abgeschlossen und jetzt kommt er wieder angekrochen, um dir womöglich nochmals dein Herz zu brechen."
„Ich habe dir vorhin nicht alles erzählt, eben am Tisch."
„Ich weiß."
„Ich hatte zu viel getrunken in der Disco und so ein Kerl hat mich auf einmal angegraben. Ich war zu voll um nein zu sagen. Er hat mich bedrängt und wollte mich mit zu ihm zu nehmen. Ich konnte mich nicht wehren, ich konnte ja kaum noch gerade laufen." Fing ich an und Jonas Augen wurden größer, als sie mein Gesicht sah.
„Gott Jess, warum hast du uns nicht gerufen?"
„Ich konnte nicht, ich war wie gelähmt vor Angst. Der Typ war viel zu stark für mich und zog mich gerade weiter an sich, als Daniel ihm eine reingehauen hat." Bei dem Gedanken musste ich leicht lächeln. „Der Idiot hat danach auf jeden Fall nichts mehr gesagt naja und Daniel hat dann Freddy angerufen und hat mich nach Hause gebracht. Ich war richtig fertig und Daniel war für mich da. Er war richtig besorgt und ist sogar die Nacht über bei mir geblieben."
„Wenn ich das gewusst hätte..." Fing sie an. Sie hatte bereits Tränen in den Augen.
„Jona, ich mache dir keinen Vorwurf, ihr wart am anderen Ende der Disco, natürlich konntet ihr nichts davon wissen. Was ich damit sagen wollte ist, dass ich Daniel falsch eingeschätzt hatte. Ich bin mir sicher er ist kein schlechter Kerl und all die Vorurteile, die ich über ihn über die letzten Jahre gesammelt hatte waren vermutlich nur Dinge die ich selber glauben wollte um es mir erträglicher zu machen, dass er mich nicht wollte. Ich war nur zu stolz es zuzugeben."
Jetzt war es raus und darauf folgte eine lange Zeit Stille. Das hörte sich erstmal hart an, was auch wohl der Grund war warum Jona so geschockt war, aber es entsprach der Wahrheit.
„Und es ist nicht mehr zu leugnen, dass ich unglaublich auf Dan stehe und verdammt neidisch auf jede bin, mit der er je zusammen war." Fügte ich noch hinzu und jetzt erhob auch Jona ihr Stimme.
„Dann schnapp ihn dir. Ich halte dich nicht mehr zurück." Sagte sie bloß und lächelte mich dabei ermutigend an. Erst war ich ein wenig überrascht, doch dann fand ich meine Worte wieder.
„Danke Jo."
„Dafür nicht." Gab sie zurück, als ich sie in eine Umarmung schloss. Ich tat einen tiefen Atemzug ungemein erleichtert, da es jetzt endlich raus war. Kein Versteckspiel mehr und Jonas Zustimmung zu haben machte mich umso glücklicher.
„Alles gut?" Fragte sie mich und ich nickte.
„Gut, dann können wir ja jetzt los."
„Wohin?"
„Essen natürlich. Ich bin hungrig."
„Es sind ernsthaft nur 20 Minuten vergangen seit wir gefrühstückt haben und du hast schon wieder Hunger. Wie geht das?" fragte ich lachend.
„Tut mir Leid, aber dafür bin ich nicht zuständig. Wenden Sie sich doch bitte an meinen Magen. Ich werde Sie bei Gelegenheit weiterleiten-" sagte sie als genau in dem Moment ihr Magen knurrte.
Wir sahen uns an und nach einer kurzen Pause konnten wir uns vor Lachen nicht mehr halten, weshalb wir vor der nächsten viertel Stunde nichtmehr loskamen.
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Pride and Prejudice -Daniel Radcliffe
Hayran Kurgu#1 in danielradcliffe #8 in brothersbestfriend Jess ist ein Mädchen, das keine hohen Ansprüche und Erwartungen an das Leben hat und lebt auch dementsprechend. Sie ist in sich gekehrt und bildet sich ein alles und jeden zu kennen, bis sie realisiert...
