Kapitel 14

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„Wo wart ihr so lange?" fragte Jona ganz besorgt, als Daniel und ich auf sie zugingen.

„Auf einem Felsen um die Ecke, tut uns Leid, aber wir wussten nicht, dass ihr euch Sorgen machen würdet." Sagte ich und richtete mich dabei mehr an Jona als an Freddy, der ganz gelassen neben ihr stand und dem man seine Gleichgültigkeit zu unserem ‚Verschwinden' buchstäblich ansehen konnte.

„Was habt ihr denn die ganze Zeit da gemacht?" fragte mich Jona misstrauisch, worauf mich Daniel mit einem Blick ansah, den ich nicht ganz deuten konnte. Ich wusste ehrlich gesagt nicht wie ich es sagen sollte. Waren wir jetzt zusammen? Wir hatten das noch nicht geklärt und ich wollte das auch nicht jetzt vor ihnen allen bekannt geben, wo ich mir selbst noch nicht ganz im Klaren darüber war.

„Nichts, was sollen wir schon gemacht haben?" fragte ich und sah, wie Daniel einerseits etwas enttäuscht aussah, aber als hätte er erwartet, dass ich so antworten würde. Andererseits sah er auch ein wenig erleichtert aus, wenn es diese Mischung überhaupt gab. Jona sah uns daraufhin misstrauisch an, schien sich aber dagegen zu entscheiden nochmal nachzuhaken.

„Naja, wir hatten uns gerade gedacht, dass wir so langsam fahren könnten, es wird schon bald dunkel und wir müssen ja noch durch den Wald." Sagte sie und deutete hinter sich in das Gestrüpp.

„Klar." Entgegnete Dan jetzt und fing als erster an unsere Sachen zusammen zu packen, worauf wir anderen miteinstiegen.

„Können wir gleich reden?" fragte ich Dan leise, als ich mich neben ihn hockte und so tat, als müsste ich mein Handtuch nochmal falten.

„Klar." Entgegnete er und schien sich sogar etwas darüber zu freuen.

An unserer Hütte angekommen hatte ich mich gerade auf mein Bett gelegt und erinnerte mich an alles was heute geschehen war mit einem Lächeln. Gerade als ich mir ausmalte wie der Tag geendet hätte, hätten Jona und Freddy uns nicht gerufen klopfte es an der Tür. Ich bat denjenigen herein und lächelte, denn das musste Daniel sein.

„Hey, ähm wir wollten reden." Sagte er und trat ein.

„Ja." Sagte ich bloß und rückte auf meinem Bett ein wenig zur Seite, sodass er sich neben mich setzten konnte.

„Ich kann verstehen, wenn du nicht willst, dass sie es wissen. Ich verstehe auch, dass du nicht willst, dass daraus überhaupt etwas ernstes wird-„

„Nein, Daniel, hör mir zu. Es tut mir Leid, dass ich ihnen nichts von heute Mittag erzählt habe, aber ich war mir selber nicht ganz sicher was das zwischen uns ist." Sagte ich, während ich zwischen uns beiden hin und her deutete. „Ich wusste nicht, wie du darüber denkst und ich wollte nichts überstürzen."

„Also bereust du es nicht?" fragte er mich fast ungläubig.

„Natürlich nicht. Im Gegenteil. Ich würde mich freuen, wenn wir das weiterführen könnten." Sagte ich etwas zurückhaltender, da ich mir nicht sicher war, ob er das überhaupt wollte.

„Du sagst mir also gerade, dass ich dich meine feste Freundin nennen darf?"

„Natürlich nur, wenn du willst-" fing ich an, doch wurde von einem paar Lippen von dem abgehalten, was ich mir sonst noch so zusammen gestottert hätte. Ich erwiderte den Kuss und wieder schien sich die Welt um uns herum langsamer zu drehen.

Der Kuss war diesmal nicht so vorsichtig und unsicher wie der erste, sondern viel leidenschaftlicher. Es war als würde er mich mit Daniel verbinden. Ich spürte was er spürte und ich war mir sicher, dass ich auch seine Gedanken in irgendeiner Weise lesen konnte. Ich spürte die Freude, die Liebe und die Erleichterung, die Dan tief in sich entwickelt hatte und nun an die Oberfläche stieg. Seine weichen Lippen lösten sich von den meinen, als wir beide nach Luft rangen.

„Beantwortet das deine Frage?" sagte er atemlos und als ich ihn ansah glitzerten seine Augen wie die eines kleinen Kindes dem man Süßigkeiten gibt.

„Ich denke schon." Gab ich zu und rang ebenso nach Luft wie er es tat, als es auf einmal wieder an der Tür klopfte. Es war Freddy, der Dans Handy in der Hand hielt.

„Hey, ich wollte euch nicht stören, aber dein Handy hat geklingelt Dan und ich bin rangegangen. Es ist Sophie." Sagte er und reichte sein Handy weiter. Dans Augen weiteten sich in Schock, als Freddys Worte seinen Mund verließen.

„Wer ist Sophie?" fragte ich nachdem Daniel das Handy annahm und den Raum verließ.

„Seine Freundin." Sagte mein Bruder glucksend.

„Seine Freundin, sowie in feste Freundin?" fragte ich meinen Bruder, als ich meinen Ohren nicht trauen wollte.

„Natürlich, Daniel hat außer dich keine ernsten Freundschaften mit Mädchen." Sagte Freddy spöttisch, als wäre es komplett abwegig, dass man mit dem anderen Geschlecht nur befreundet sein konnte. Komisch, dass ich die Einzige war, mit der er befreundet war. Ich merkte, wie sich meine Brust zusammen zog und meine Sicht verschwommen wurde mit den Tränen, die sich in meinen Augen sammelten.

„Was habt ihr hier eigentlich zusammen gemacht? Ich sehe euch in letzter Zeit fast nur noch zusammen." Sagte er und wollte es sich gerade auf meinem Bett bequem machen, als ich ihn davon abhielt.

„Freddy, es geht mir nicht gut, kannst du bitte gehen?" fragte ich ihn während ich mich von ihm abwand um die Tränen zu verstecken, die gerade in Bächen meine Wange runterliefen.

„Echt? Was ist denn? Kann ich dir helfen-?"

„Nein, bitte geh einfach." Sagte ich etwas zu schnell, weshalb er bloß die Arme hob, die Tür schloss und mich alleine ließ.

Pride and Prejudice -Daniel RadcliffeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt