24. Dezember
Es klopfte an meiner Tür, wodurch ich meine Augen öffnete. Leise murmelte ich ein 'Ja' und mein Vater kam hinein. Allerdings vergaß ich, dass neben mir ein schlafender Niall lag. Das kriege ich niemals erklärt.
"Oh Gott gut Niall ist hier. Maura wollte ihn wecken und er war nicht in seinem Zimmer. Warte... Blair, was macht er hier?!", aus dem erleichterten Dad wurde ein misstrauischer. Sind alle Väter gleich im Thema Jungs?
"Ich.. ähm... also Niall und ich.. wir haben gestern einen Film zusammen gesehen und dabei müssen wir wohl auf der Couch eingeschlafen sein.", erklärte ich ihm mit roten Wangen. Es entsprach zwar nur der halben Wahrheit, aber immerhin ist es die Wahrheit. Ich konnte ihm ja schlecht sagen, dass sein Stiefsohn meinte zu seiner Tochter zu gehen, um sie zu küssen, einfach mal so ohne, dass wir zusammen sind.
"Okay, gut. Wir reden später darüber. Tust du mir den Gefallen und weckst ihn auf? Maura will mit ihm einkaufen fahren.", sagte er, was ich mit einem Nicken bestätigte. Danach ging er und ich schmiss meinen Kopf zurück auf die Couch. Natürlich wollte er mit mir darüber reden. Toll.
Jetzt musste ich erstmal Niall wecken. Vorsichtig rüttelte ich an ihm und flüsterte seinen Namen. Nachdem ich dies immer mehr tat und lauter wurde, gab er ein Lebenszeichen von sich.
"Du musst aufwachen.", bettelte ich.
"Gibt es denn für dich keinen Ausschalter, dass du dich einfach wieder ruhig neben mich legst?", brabbelte er.
"Sorry leider nicht, aber deine Mutter wartet auf dich."
"Scheiße wie spät ist es?", er setzte sich ruckartig auf und sah auf sein Handy, "Shit, ich hatte ihr versprochen, sie in die Stadt zu begleiten. Sie braucht noch was an Lebensmittel zum kochen für heute und morgen.", erklärte er mir während er aufstand und seine Klamotten richtete. Er verabschiedete sich noch, ging in sein Zimmer, zog sich um und fuhr dann mit seiner Mutter weg.
Auch ich stand etwas später auf, machte mich im Badezimmer fertig und ging dann runter. Mein Vater saß auf der Couch und laß einen Artikel über die vergangene Schlittschuhwettbewerbe.
"Ah ja ich habe Caroline Rodrigeuz dieses Jahr beobachtete. Sie hat riesen Fortschritte gemacht, allerdings noch ein paar Koordinationsprobleme, findest du nicht auch?", begann ich das Gespräch mit meinem Vater. Caroline ist in meiner Altersklasse. Wir fahren früher Konkurrentinnen. Nach meinem Ausstieg hatte sie größere Chancen auf den Sieg.
"Ja, da hast du recht, aber du hattest ja schon immer ein Auge dafür. Apropo ein Auge für etwas haben."
"Bitte erspar es mir, Dad.", jammerte ich.
"Blair, wir müssen darüber sprechen. Also was läuft zwischen dir und Niall. Komm mir jetzt nicht mit nichts. Du hast ihn letztens angeschrien und dabei einen Kuss erwähnt und ihr schlaft nebeneinander. Komm Blair, erzähl es deinem alten Herren."
Ich seufzte: "Okay. Also ja es stimmt, wir haben uns bei mir zu Hause geküsst, als ich meine Sachen gepackt habe, aber auch gestern wegen einen Mistelzweig und deswegen kam er gestern auch zu mir, um mich zu küssen. Wir sind allerdings wirklich bei einem Film eingeschlafen und sind einmal ausgegangen". Ich wurde rot, als ich es ihm erzählte und spielte mit meinen Fingern.
"Empfindest du etwas für ihn?", warum durch die Tür fallen, wenn man sie auch eintreten kann. Typisch Dad.
"Ja, Dad. Ich habe mich wirklich in ihn verliebt.", sagte ich ehrlich. Ich schaute ihm in die Augen und bemerkte seine Freude.
"Weißt du, vor einer Woche kam Niall schlecht gelaunt nach Hause, wegen einem Mädchen. Ich sprach mit ihm, aber er wollte es nicht ausspucken. Irgendwann fragte er mich nach meiner Tochter aus. Da fielen ihm die Schuppen von den Augen, als er mich fragte, ob es nicht zufällig Blair Willow wäre. Ich weiß, dass er dich sehr mag, vermutlich auf der gleichen Art und Weise, wie du ihn. Ihr solltet beide offen mit euren Gefühlen umgehen. Und was mich und Maura betrifft, da habt ihr unseren Segen."
"Dad ich will nicht gleich heiraten!", lachte ich und auch er stieg mit ihn. "Ich bin froh, dich wieder in meinem Leben zu haben, Daddy.", sagte ich und umarmte ihn liebevoll. Für ihn war diese Geste mehr als nur eine Umarmung. Es war eine Versöhnung. Ein Neuanfang.
Am Nachmittag half ich Maura beim Kochen. Wir versuchten Niall davon abzuhalten, ständig von dem Essen zu probieren, mit der Ausrede 'Einer müsse ja abschmecken'. Er bekam Küchenverbot erteilt und verbrachte den Abend mit meinem Dad. Bitte lieber Gott, lass dass nicht peinlich für mich enden. Sag mir, sie sprachen nur über Fußball oder so.
Ab und zu sah ich durch den Türschlitz der Küchentür zu Niall.
"Du magst ihn sehr, oder?", fragte Maura sanft und liebevoll.
Ich wurde rot: "Ist das so offensichtlich?", mein Vater wusste es eh schon, von daher würde Maura es eh früher oder später erfahren.
"Ja, aber auch Niall hat es mir ziemlich leicht gemacht ihn zu durchschauen. Ich kenne meinen Sohn, wenn er schlecht gelaunt ist, kann es sich nur um ein Mädchen handeln, was in letzter Zeit ziemlich oft vorkam, aber seitdem du hier bist... so glücklich habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen.", sie sah mich berührt an und auch ich war ihr dankbar für ihre Worte.
"Danke, Maura.", sagte ich und umarmte sie. Ich hatte sie wirklich ins Herz geschlossen.
Am Abend saßen wir alle beisamen. Das Essen von uns hatte so gut geschmeckt, ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal so gut gegessen hatte. Niall und Dad hielten sich nicht zurück und verspeisten alles bis auf die letzten Krümmel. Ich dachte erst wir hätten zu viel gekocht, doch Maura hatte Recht, lieber mehr als zu wenig. Danach waren wir alle absolut satt und setzten uns auf die Couch, um einen Weihnachtsfilm zusehen. Ich saß neben Niall, der mich immer wieder ansah und auch ich blickte kurz zu ihm. Wir lächelten uns an, ehe wir weiter den Film sahen. In der Mitte des Films wurden meine Augen ziemlich schwer und meinen Kopf legte ich auf Nialls Schulter. Ich war kurz vor dem Einschlafen, da sprach mein Vater: "Bringst du sie ins Bett?"
Niall antwortete nicht, also nickte er vermutlich, denn wenige Sekunden später wurde ich hochgehoben. Einen Arm hatte er unter meiner Kniekehle und die andere an meinem Rücken.
"Ach und Niall?", es war wieder mein Vater.
"Ja?"
"Heute bitte in deinem Bett schlafen, ja?", ich vernahm ein leises Lachen von Niall, der mich in mein Zimmer trug. Als er mich in mein Bett legte, murmelte ich ein 'Danke'.
"Du bist wach?", fragte er, aber ich konnte nur meinen Kopf schüttelten.
Leise lachte er: "Okay, Blair. Bis morgen, Süße.", danach spürte ich kurz Lippen auf meinen und dann eine Tür die sich schloss, während sich neben mir eine Kälte ausbreitete und ich ins Land der Träume abdriftete.
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Eisblume {Niall Horan}
FanfictionWeihnachten ist die schönste Zeit im Jahr. Kinder kriegen Geschenke, überall riecht es herrlich und wenn die Weihnachtsmärkte mit dem Schnee eröffnet werden, hält es kaum noch die Leute zu Hause, außer Blair. Blair hasst Weihnachten über alles, den...
