Ab heute begann der Horror. Ich musste morgen zu meinem Vater, denn immerhin fangen heute die Ferien an. Eine Woche, redete ich mir ein. Ich überlebe es schon.
Hoffentlich.
Meine Mum war an diesem Morgen zu Hause. Eigentlich musste sie auch Samstags arbeiten.
"Was machst du hier?", fragte ich sie.
"Dir auch einen Guten Morgen, Spatz. Ich habe mir heute frei genommen. Es ist unser letzter Tag erstmal zusammen für eine Woche und da dachte ich mir, wir machen noch was zusammen."
"Naja oder ich bleibe einfach eine Woche zu Hause und dann machen wir jeden Tag was zusammen.", versuchte ich es und kassierte einen bösen Blick, den ich von ihr geerbt hatte. Ein Wunder, dass Hailey noch mit mir befreundet ist. "Schon gut. Woran dachtest du denn?"
Hätte ich bloß nicht gefragt! Das Ganze lief auf Weihnachtsshopping mit 'Schlendern über den Weihnachtsmarkt' hinaus. Das einzige Positive waren die neuen Klamotten, die ich bekommen habe, wenn ich zu Dad fahre. Dieser Winter ist kälter als die anderen, aber irgendwie... auch schöner?- Wegen dem ganzen Schnee natürlich!
Am Abend war ich zu Hause und nein, ich hatte noch nicht gepackt. Ich wollte gerade anfangen, als mein Handy vibrierte.
Na, hast du Zeit? Ich muss mit dir reden. -Niall xx
Das klingt nach schlechten Nachrichten.
Klar, kommst du vorbei? Dann kannst du mir helfen meinen Koffer zu packen. - Blair xx
Bis gleich- N xx
Damit hätte ich heute nicht mehr gerechnet, dass ich ihn nochmal sehe. Ich musste einfach Lächeln. Ob heute dasselbe passieren würde, wie gestern, bevor Hailey uns störte?
Mum, Mum könnte uns stören. Ich sollte sie mal über den Besuch informieren. Ich stand auf und tapste die Treppe hinunter in die Küche. Mum kochte gerade etwas zu Essen.
"Mum? Niall kommt gleich vorbei."
"Oh, wie gut, dass ich etwas mehr gemacht habe.", sagte sie und sah mich träumend am Türrahmen stehen.
"Du magst ihn.", stellte sie fest.
"Mum!", sagte ich laut und wurde rot.
"Erwischt!", lachte sie. Ich wollte es ihr ausreden, als es an der Tür klingelte und Mum und ich los liefen zur Tür. Leider Gottes lag mir der Teppich im Weg und sorgte dafür, dass ich den Boden näher betrachten durfte und meine Mutter lachend die Tür öffnete.
"Hallo Niall. Komm doch rein. Blair liegt noch auf dem Boden rum.", lachte sie während ich mich aufrappelte. Niall sah mich lachend an, aber überrascht sah er nicht aus. Warum auch? Ich bin es, Blair Willow, dumm wie Brot.
"In einer dreiviertel Stunde gibt es Essen. Am besten hier geht bis dahin auf dein Zimmer. Oh und Blair? Pass auf die Treppenstufen auf!"
Lustig, Mum. Blamiere mich einfach noch mehr vor Niall. Er folgte mir schmunzelnd in mein Zimmer und stolperte im nächsten Augenblick über meinen Koffer. Ich verfiehl einen Lachanfall, den ich schon lange nicht mehr hatte. Niall lag auf dem Boden und mittlerweile auch ich vor lachen. Es dauerte nicht lange, da stieg auch er ein. Nach 10 Minuten beruhigten wir uns.
Niall legte sich auf mein Bett, während ich meinen Koffer packte. Er beobachtete mich und erzählte mir von seinem Tag, dass er mit Kumpels Basketball spielen war, wobei er heute das ein oder andere Mal den Ball ins Gesicht bekam, aber ohne blaue Flecke. Wir lachten den ganzen Abend über seine Witze, aßen mit meiner Mutter zusammen, die mich immer wieder schelmisch angrinste und gingen dann wieder hoch. Ich fing an mir zu wünschen, dass Niall über Nacht hier blieb.
"Hast du jetzt alles?", fragte er mich und deutete auf meinen Koffer.
"Ja bis auf Unterwäsche, aber die werde ich nicht vor dir rauskramen."
"Warum nicht? Ich bin eine gute Beratung.", grinste er und kassierte dafür einen Schlag mit einen meiner vielen Kissen, die auf meinem Bett waren. Prompt hatte auch ich ein Kissen in meinem Gesicht. Das Ganze wurde zu einer Kissenschlacht. Ich hatte teilweise Angst um meine Kissen, nicht dass es hier so aussieht wie in einem Film, wo die Federn rumfliegen. Irgendwann schmiss er sein Kissen weg, schnappte mich an der Taille und kitzelte mich.
"Bitte hör auf!", lachte ich. Ich zappelte wie ein Fisch, der gerade aus dem Wasser gezogen wurde. Irgendwie schaffte er es mich so zu wenden, dass er über mir lag, nur wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt.
Da war es wieder. Die Situation von gestern. Ich betete, dass Mum nicht rufen würde.
Niall schaute zwischen meine Augen und meine Lippen hin und her, bat um eine Antwort. Ich schaute ihn an und dann seine Lippen. Das war Antwort genug für ihn. Innerhalb einer Millisekunde, lagen seine Lippen auf meinen. Es war unglaublich.
Meine ganze Haut kribbelte, in meinem Bauch führten die Schmetterlinge einen Krieg und meine Lippen bewegten sich mit seinen in einem perfekten Einklang. Ich hatte das Gefühl die Zeit steht still. Meine Hände legte ich um seinen Hals, dabei spielte ich leicht mit seinen Haaren. Nach einer Ewigkeit löste er sich von mir. Ich wusste er wollte irgendwas hören, ob es das Richtige war, oder ob er mich überrumpelt hatte, doch ich war sprachlos.
Ich schaffte es ihn anzulächeln und spürte wieder kurz seine Lippen auf meine. Jetzt lächelte er auch. Meine Wangen wurden heiß und ich merkte wie die Röte mein Gesicht einnahm. Vorsichtig ging er von mir runter. Es herrschte Stille. Eine unangenehme Stille, denn keiner wusste, was jetzt zu tun war.
"Du... du wolltest doch irgendwas mit mir bereden?", fing ich vorsichtig an.
"Ach ja", er kratzte sich verlegen am Hinterkopf, "es ist so-", doch da klingelte sein Handy.
"Warte kurz. Es ist meine Mum.", er ging ran und es klang als wäre sie in großer Sorge. "Ja. Ja. Mum ich- Ja ich mache mich sofort auf den Heimweg. Okay, bis gleich.", seufzend legte er auf.
"Tut mir leid, ich muss los. Meine Mum dreht gerade durch, weil es schon so spät ist.", sagte Niall und schnappte sich dabei seine Jacke.
"Oh okay. Ich bringe dich nach unten.", gemeinsamen gingen wir nach unten und als wir vor der Tür standen, wusste wir nicht, wie wir uns nach dem Szenario verabschieden sollten. Niall bedankte sich für alles und gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange, ehe er ging. Keine Sekunde später, nachdem ich die Tür schloss, kam meine Mutter rein. Sie grinste mich an, als wüsste sie alles.
"Nein!", rief sie grinsend. Was geht jetzt ab? Ich sah sie mit großen Augen an. "Er hat mein Baby geküsst!"
"Mum!", rief ich und wurde rot wie eine Tomate.
"Ha es stimmt!", lachte sie.
"Gute Nacht, Mum.", rief ich noch auf den Weg nach oben. Ich schnappte mir mein Handy und schrieb Hailey an. Es war zwar schon spät, aber sie antwortete direkt. Ich erzählte ihr von dem Abend und wurde immer schläfriger, ehe ich komplett einschlief.
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Eisblume {Niall Horan}
Fiksi PenggemarWeihnachten ist die schönste Zeit im Jahr. Kinder kriegen Geschenke, überall riecht es herrlich und wenn die Weihnachtsmärkte mit dem Schnee eröffnet werden, hält es kaum noch die Leute zu Hause, außer Blair. Blair hasst Weihnachten über alles, den...
